Ein Salzwasserpool erspart dir den täglichen Griff zur Chlortablette: Eine Salzanlage wandelt das gelöste Salz per Elektrolyse selbst in Chlor um, und das Wasser fühlt sich dabei spürbar weicher an als bei klassischer Chlorpflege.
Steig um auf die schonendere Alternative und genieße Badespaß ohne Chlorgeruch und gereizte Augen.
In dieser Anleitung erfährst du in sieben Schritten, wie du deinen Pool zum ersten Mal mit Salzwasser befüllst.
Pool Erstbefüllung Salz: Was ist zu beachten?
Bevor du dein Schwimmbecken mit Salzwasser befüllst, solltest du ein paar Vorkehrungen treffen.
Besorge dir zuerst die notwendigen chemischen Mittel zur Poolpflege, falls sie nicht schon vorhanden sind, denn auch ein Salzwasserpool kommt nicht ganz ohne Chemie aus.
Der Einsatz von pH-Wert-Mitteln sowie eines Algizids hält sich im Vergleich zu einem klassischen Chlorpool aber stark in Grenzen.
Bereits geringe Mengen dieses Algizids helfen:
Die Verwendung von Chlor zur Reinigung des Beckens nach der Überwinterung ist bei einem Salzwasserpool nicht zwingend nötig, erleichtert die Arbeit aber.
Wichtig, vor allem wenn du auf einen Salzwasserpool nachrüsten willst: Prüfe die Einbauteile auf ihr Material. Stahl oder Eisen können vom Salz im Wasser angegriffen werden, hochwertiger Edelstahl oder Kunststoff sind unkritisch.
Für die Desinfektion des Poolwassers brauchst du eine Salzanlage, die direkt hinter der Poolpumpe eingebaut wird und über den Vorgang der Elektrolyse Chlor aus dem gelösten Salz erzeugt.
Als Richtwerte für den späteren Betrieb gelten: pH-Wert 7,0 bis 7,4, freies Chlor 0,3 bis 0,6 mg/l und ein TA-Wert von 80 bis 120 mg/l. Diese Werte stellen sich erst nach der Erstbefüllung nach und nach ein.
In 7 Schritten Salzwasserpool befüllen (Anleitung)
Sobald alle Vorbereitungen getroffen sind und du sichergestellt hast, dass sämtliche Bestandteile deines Schwimmbeckens salzwassertauglich sind, kannst du den Pool befüllen.
Eines vorweg: Es wird immer wieder vorkommen, dass du den Pool neu befüllen musst, zum Beispiel nach dem Winter. Deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge der Arbeitsschritte gut im Kopf zu behalten.
Für Neulinge wirkt die Reihenfolge zunächst etwas ungewohnt, mit der Zeit wird daraus aber schnell Routine, gerade wenn du den Pool jedes Frühjahr bei der Inbetriebnahme erneut mit Salzwasser befüllst.
Die folgenden Abschnitte zeigen dir die einzelnen Schritte der Salzwasserpool-Erstbefüllung im Detail.
Schritt 1: Wasser einlassen
Lass im ersten Schritt das Wasser in dein Schwimmbecken laufen.
Greife dabei nicht auf günstigeres Brunnenwasser zurück, sondern auf Leitungswasser, auch wenn es meist etwas teurer ist.
Leitungswasser hat den Vorteil, dass es in der Regel nicht mit Eisenoxid oder anderen Stoffen belastet ist, die sowohl die Optik als auch das Material deines Pools angreifen können.
Schritt 2: Filteranlage anschalten
Nimm anschließend die Filteranlage frühzeitig in Betrieb.
Sie sorgt einerseits für die Umwälzung des Wassers, wodurch jedes zugegebene Mittel, auch das Salz, gleichmäßig verteilt wird, und andererseits für die Säuberung.
Eine Sandfilteranlage entfernt selbst kleinste Schmutzpartikel aus dem kühlen Nass und trägt damit maßgeblich zur Poolhygiene bei. Achte beim Filtersand auf eine Korngröße von 0,4 bis 0,8 mm, gröberer Sand lässt mehr Schwebstoffe durch, feinerer setzt sich schneller zu. Wie du die Anlage regelmäßig rückspülst, damit sie zuverlässig arbeitet, liest du im verlinkten Artikel.
Besonders gute Dienste leistet diese Sandfilteranlage:
Schritt 3: pH-Wert einstellen
Eines der wenigen chemischen Mittel zur Poolpflege, das auch bei einem Salzwasserpool zum Einsatz kommt, ist ein pH-Senker. Er bringt den Wert in den idealen Bereich von 7,0 bis 7,4.
Dafür gibt es verschiedene Wege, von einfachen Teststreifen bis zu digitalen Geräten. Eine ausführliche Anleitung zum korrekten Messen findest du im Artikel pH-Wert richtig messen.
Die Korrektur erfolgt entweder per Hand, wobei du unbedingt die Herstellerangaben beachten solltest, oder über eine automatische Dosieranlage, die je nach Modell den pH-Wert sogar selbstständig ermittelt.
Digitale Testgeräte wie dieses liefern zuverlässige Ergebnisse:
Schritt 4: Salzmenge bestimmen
Du kannst das Salz für einen Salzwasserpool im Baumarkt oder Fachhandel kaufen, es muss dabei keineswegs Meersalz sein. Gewerbe- oder Siedesalz ohne Zusätze wie Jod oder Rieselhilfen ist ausreichend und günstiger.
Bei der Dosierung gilt: Halte dich an die Angaben deines Salzanlagen-Herstellers, denn die Zielwerte unterscheiden sich je nach Modell leicht.
Als groben Richtwert kannst du von etwa 40 Kilogramm Salz pro 10 Kubikmeter Poolwasser ausgehen, das entspricht ungefähr 4 g/l und liegt damit im üblichen Betriebsbereich der meisten Salzanlagen von 3 bis 6 g/l.
Schritt 5: Salz ins Wasser geben
Salzanlagen arbeiten mit einem Salzgehalt von rund 0,3 bis 0,6 Prozent und damit deutlich unter der Konzentration von Meerwasser.
Meerwasser liegt bei etwa 3,5 Prozent, dein Salzwasserpool bewegt sich also in einem sehr milden Bereich, der die Haut kaum reizt.
Nach der Befüllung und den vorherigen Schritten kannst du die berechnete Salzmenge direkt ins Poolwasser geben. Dort dient sie als Ausgangsstoff für die Elektrolyse und damit für die laufende Desinfektion.
Schritt 6: Warten
Schalte die Salzanlage nicht direkt nach der Salzzugabe ein.
Das Salz braucht etwas Zeit, um sich mit Hilfe der laufenden Filteranlage gleichmäßig im Wasser zu verteilen.
Plane dafür mindestens 24 Stunden ein, das ist der Mindestwert, den du einhalten solltest.
Schritt 7: Salzanlage einschalten
Baue die Salzanlage nun selbst oder mit einem Fachbetrieb entsprechend der Montageanleitung ein.
Warte nach der Salzzugabe mindestens einen Tag, bevor du sie in Betrieb nimmst.
Danach schließt du die Zelle an den Strom an.
Zum Schluss stellst du die Produktionsleistung der Elektrolyse ein, damit erledigt sich die Erstbefüllung deines Salzwasserpools.
FAQ: Häufige Fragen zur Erstbefüllung von Salzwasserpools beantwortet
Was muss nach der Erstbefüllung des Salzpools für die Pflege beachtet werden?
Miss regelmäßig den pH-Wert, den Salzgehalt und das freie Chlor deines Poolwassers.
In den meisten Fällen dauert es einige Wochen, bis sich die Werte stabilisieren und auf einem konstanten Niveau bleiben.
Vor allem in den ersten Wochen musst du den pH-Wert häufiger nachjustieren, weil er durch die Prozesse im Poolwasser ansteigt. Danach beruhigt sich das meist.
Mit diesem pH-Senker behälst du die Kontrolle über deine Poolchemie:
Welche Chemikalien werden für die Erstbefüllung des Salzwasserpools und danach benötigt?
Der pH-Wert kann bis zu drei Wochen nach der Erstbefüllung immer wieder ansteigen.
Neben Salz brauchst du deshalb vor allem ein Mittel zur Senkung des pH-Werts.
Häufig kommt auch ein Chlorstabilisator zum Einsatz, bekannt als Cyanursäure.
Von einer dauerhaften Nutzung wird jedoch oft abgeraten, ebenso wie von Chlor generell, das du höchstens bei Bedarf für eine Stoßchlorung mit etwa 3 bis 5 mg/l einsetzen solltest.
Je nach den Gegebenheiten vor Ort kann der Einsatz eines Algizids trotzdem sinnvoll sein. Falls du dich grundsätzlich zwischen Salzanlage und klassischer Chlorpflege entscheiden musst, findest du im Artikel Salzwasserpool oder Chlor einen ausführlichen Vergleich.
Bereits geringe Mengen dieses Algizids helfen:
Fazit
Ein Salzwasserpool ist nicht nur für Menschen mit Chlorunverträglichkeit eine gute Wahl, sondern für alle, die ihre Haut schonen möchten.
Bei der Erstbefüllung eines Salzwasserpools gibt es einige Punkte zu beachten. Die ersten Hürden sind aber schnell gemeistert, danach stellt sich eine Routine für die Poolpflege ein.
Danach steht dem Spaß im eigenen Salzwasserpool nichts mehr im Weg.

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