Eine Salzanlage ersetzt Chlortabletten durch eine Elektrolysezelle, die aus gelöstem Kochsalz laufend Chlor erzeugt. Das Ergebnis ist weicheres Wasser, weniger Chlorgeruch und weniger Handarbeit an der Poolkante.
Entscheidend beim Kauf sind drei Werte: die maximale Poolgröße der Zelle, die Chlorproduktion in Gramm pro Stunde und ob der eigene Filterkreislauf genug Durchfluss liefert. Für aktuell lieferbare Geräte von Einstieg bis Einbaupool zeigt dieser Vergleich, worauf es ankommt.
Die Top 3 auf einen Blick
Alle Modelle im Vergleich
| Modell | Bauart | Kapazität | Chlorproduktion | Besonderheit | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| poolomio LCA150Empfehlung | Chlorinator | bis 55.000 l | 15 g/h | Smart-App, Titanzelle | €€€ |
| Intex 26670 Krystal ClearPreis-Leistung | Chlorinator | bis 56.800 l | 12 g/h | 3 Selbstreinigungszyklen | €€ |
| Bayrol Automatic Salt AS5Für Einbaupools | Komplettsystem | bis 80 m³ | Redox-geregelt | inkl. pH-Regelung | €€€€ |
| Gre ESB55 | Chlorinator | bis 55 m³ | 8 g/h | für Aufstell- und Einbaupools | €€€ |
| poolomio LC100A | Chlorinator | bis 45 m³ | 10 g/h | Smart-App, Titanzelle | €€ |
| Intex 26668 Krystal Clear | Chlorinator | bis 26.500 l | 5 g/h | 3 Selbstreinigungszyklen | €€ |
| Intex QS200 (26662GS) | Chlorinator | bis 8.327 l | 2 g/h | 12 V, kompakt | € |
| Intex CG-26664 | Chlorinator | Kapazität laut Datenblatt offen | k. A. | 230 V, sehr leicht | € |
Die 8 besten Pool Salzanlagen im Einzelnen
- Kapazitätbis 55.000 l
- Chlorproduktionbis 15 g/h
- SteuerungSmart-Life-App per WLAN
- ZelleTitan mit Ruthenium-Beschichtung, selbstreinigend
Geeignet für: Wer Kapazität für einen mittelgroßen bis großen Pool und App-Steuerung will, ohne gleich ein komplettes pH-System zu kaufen
Der LCA150 deckt mit 15 Gramm Chlor pro Stunde und einer Kapazität bis 55.000 Liter die meisten Einbaupools und große Aufstellpools ab. Die Steuerung läuft über die Smart-Life-App, die Chlorleistung, Laufzeit und Reinigungszyklen anzeigt und einstellen lässt.
Kern der Anlage ist eine Titanzelle mit Rutheniumbeschichtung, die sich durch automatische Polaritätsumkehr selbst von Kalk befreit. Ein Durchflusssensor verhindert, dass die Zelle ohne Wasserfluss arbeitet, was die Elektroden schützt.
Was fehlt, ist eine eigene pH-Regelung, wie sie deutlich teurere Komplettsysteme mitbringen. Der pH-Wert muss weiterhin separat gemessen und nachjustiert werden, siehe die Grundlagen unter Warum riecht Poolwasser nach Chlor.
Spricht dafür
- Smarte App-Steuerung mit Salzgehalt- und Temperaturanzeige
- Titanzelle mit automatischer Polaritätsumkehr reinigt sich selbst
- Spritzwassergeschütztes Gehäuse (IPX5) für den Außeneinbau
- Integrierter Wasserflusssensor schützt bei Trockenlauf
Spricht dagegen
- Keine pH-Regelung inklusive, nur Chlorproduktion
- Anschlüsse mit 1,5 bis 2,0 Zoll brauchen bei älteren Sandfilteranlagen einen Adapter
- Kapazitätbis 56.800 l
- Chlorproduktion12 g/h
- Erforderlicher Durchfluss2.650 bis 12.112 l/h
- Selbstreinigung3 Zyklen (6/10/14 Std.)
Geeignet für: Große Frame Pools, bei denen ein bekannter Markenname und einfache Bedienung wichtiger sind als App-Anbindung
Der 26670 ist das größte Modell der Intex-Krystal-Clear-Reihe und für Becken bis 56.800 Liter freigegeben, also auch für die großen Frame Pools mit über fünf Metern Durchmesser. Die Chlorproduktion liegt bei 12 Gramm pro Stunde.
Bedient wird die Anlage über ein einfaches Tastenfeld mit Display, ganz ohne App. Drei Selbstreinigungszyklen zwischen sechs und vierzehn Stunden lassen sich passend zur Nutzung wählen, damit sich an den Titanplatten kein Kalk absetzt.
Wichtig ist der geforderte Durchfluss von 2.650 bis 12.112 Litern pro Stunde. Läuft die eigene Filterpumpe außerhalb dieses Bereichs, funktioniert die Zelle nicht zuverlässig.
Spricht dafür
- Größtes Modell der Intex-Krystal-Clear-Reihe, deckt auch große Frame Pools ab
- Etablierte Marke mit breiter Ersatzteilversorgung
- Übersichtliches Tastenfeld mit Display
- Drei wählbare Selbstreinigungszyklen
Spricht dagegen
- Nur für Intex-typische Filterpumpen mit passendem Durchfluss ausgelegt
- Keine App-Steuerung
- Kapazitätbis 80 m³
- Salzbedarfab 1,5 g/l (Low Salt)
- Zelle5-Platten-Hybridzelle
- ZusatzfunktionpH- und Redoxregelung inklusive
Geeignet für: Einbaupools und größere Aufstellbecken, bei denen Chlor und pH-Wert vollautomatisch geregelt werden sollen
Der Automatic Salt AS5 ist kein reiner Chlorinator, sondern ein Komplettsystem: Eine Fünf-Platten-Hybridzelle erzeugt Chlor, während das Gerät gleichzeitig pH-Wert und Redoxpotenzial kontinuierlich misst und regelt.
Mit 1,5 Gramm Salz pro Liter kommt die Anlage mit weniger Salz aus als die meisten Konkurrenzgeräte, was Metallteile im Pool schont. Bedient wird über ein 4,3-Zoll-Touchdisplay, inklusive Fernzugriff und Boost-Modus für kurzfristige Stoßchlorung.
Der Preis liegt entsprechend deutlich über den reinen Chlorinatoren im Vergleich. Für einen kleinen Sommerpool ist das Gerät technisch und preislich überdimensioniert, für ein dauerhaft installiertes Becken dagegen eine Investition, die Handarbeit spart.
Spricht dafür
- Komplettsystem mit automatischer pH- und Chlorregelung über Redox-Messung
- Arbeitet schon ab 1,5 g/l Salz, das schont Bauteile stärker als klassische Systeme
- Entwickelt und gefertigt in Deutschland
- Mehrere Produktionsmodi inklusive Boost-Funktion für Stoßchlorung
Spricht dagegen
- Anschaffungspreis deutlich über allen anderen Modellen im Vergleich
- Für kleine Aufstellpools technisch überdimensioniert
Gre ESB55
- Kapazitätbis 55 m³
- Chlorproduktion8 g/h
- Salzbedarfca. 4 g/l
- EinsatzAufstell- und Einbaupools
Geeignet für: Wer eine unkomplizierte Anlage ohne App-Zwang für Aufstell- oder Einbaupool sucht
Die ESB55 von Gre ist für Aufstell- wie Einbaupools bis 55 Kubikmeter freigegeben und arbeitet mit 4 Gramm Salz pro Liter Wasser. Die Chlorproduktion liegt bei 8 Gramm pro Stunde.
Die Anlage ist bewusst schlicht gehalten: kein Display, keine App, dafür eine einfache Installation, die laut Hersteller ohne weitere Wartung auskommt. Für alle, die nur Chlor produziert haben wollen und keine Zusatzfunktionen brauchen, reicht das.
Spricht dafür
- Einfache Installation ohne laufende Wartung
- Eignet sich für Aufstell- und Einbaupools gleichermaßen
- Spanischer Hersteller mit langer Erfahrung im Poolbau
Spricht dagegen
- Kein Display mit erweiterten Einstellungen
- Kein WLAN oder App-Anbindung
poolomio LC100A
- Kapazitätbis 45 m³
- Chlorproduktionbis 10 g/h
- SteuerungSmart-Life-App
- Zelleselbstreinigende Titanzelle
Geeignet für: Mittelgroße Pools, bei denen App-Steuerung wichtiger ist als maximale Kapazität
Der LC100A ist die kleinere Ausführung aus dem poolomio-Programm, für Pools bis 45 Kubikmeter und mit bis zu 10 Gramm Chlor pro Stunde. Die Steuerung läuft wie beim größeren Modell über die Smart-Life-App.
Mitgelieferte Anschlussadapter sollen den Einbau in unterschiedliche Poolsysteme erleichtern, ein Durchflusssensor schaltet die Zelle bei fehlendem Wasserfluss ab.
Spricht dafür
- App-Steuerung inklusive Salzgehalt- und Temperaturanzeige
- Anschlussadapter für viele gängige Poolsysteme im Lieferumfang
- Durchflusssensor verhindert Betrieb ohne Wasserfluss
Spricht dagegen
- Kleinere Kapazität als das größere LCA150-Modell der gleichen Marke
- Herstellerangaben zur Lebensdauer der Zelle fehlen im Datenblatt
Intex 26668 Krystal Clear
- Kapazitätbis 26.500 l
- Chlorproduktion5 g/h
- Erforderlicher Durchfluss2.650 bis 12.112 l/h
- Selbstreinigung3 Zyklen (6/10/14 Std.)
Geeignet für: Frame Pools bis etwa 3,66 Meter Durchmesser, wo die kleinere Baureihe reicht
Der 26668 ist das Standardmodell für Frame Pools mit rund 3,66 Metern Durchmesser und deckt Becken bis 26.500 Liter ab. Fünf Gramm Chlor pro Stunde reichen für diese Größenordnung bei normaler Nutzung aus.
Wie beim größeren Geschwistermodell 26670 gilt: Der Durchfluss der Filterpumpe muss zwischen 2.650 und 12.112 Litern pro Stunde liegen, sonst arbeitet die Zelle nicht zuverlässig.
Spricht dafür
- Passende Größe für die meisten Frame Pools bis 3,66 m Durchmesser
- Bewährte und weit verbreitete Baureihe
- Einfache Bedienung über Tastenfeld
Spricht dagegen
- Für sehr große Becken zu schwach ausgelegt
- Kein pH-Modul, Wasserwerte müssen separat geprüft werden
Intex QS200 (26662GS)
- Kapazitätbis 8.327 l (2.200 gal)
- Chlorproduktion2 g/h
- Spannung12 V
- Erforderlicher Durchfluss1.136 bis 3.785 l/h
Geeignet für: Kleine runde oder rechteckige Pools bis 3,66 Meter, günstiger Einstieg ins Thema Salzwasser
Der QS200 ist die kleinste Anlage im Vergleich und für Becken bis 8.327 Liter beziehungsweise 3,66 Meter Durchmesser gedacht. Mit 2 Gramm Chlor pro Stunde ist die Leistung entsprechend niedrig angesetzt.
Für kleine Quick-Up- oder Planschpools ist das der günstigste Weg, ohne tägliches Chlortablettenwechseln auszukommen. Für größere Frame Pools ist die Kapazität dagegen zu knapp bemessen.
Spricht dafür
- Passt an kleine runde und rechteckige Pools bis 3,66 m
- Günstigster Einstieg ins Thema Salzwasser in diesem Vergleich
- Kleines, platzsparendes Bedienfeld
Spricht dagegen
- Reicht nicht für große Frame Pools ab 9.000 Litern
- Nur ein Selbstreinigungszyklus mit zehn Stunden
Intex CG-26664
- Spannung230 V
- BaureiheKrystal Clear
- Bauartkompaktes Systemmodul
- Gewicht3,48 kg
Geeignet für: Wer ein sehr leichtes, günstiges Einstiegsmodell der Intex-Reihe sucht und Kapazität sowie Chlorleistung vorab beim Händler klärt
Das CG-26664 ist eine 230-Volt-Ausführung aus der Krystal-Clear-Reihe und mit 3,48 Kilogramm das leichteste Gerät im Vergleich. Zu Kapazität und Chlorleistung macht das vorliegende Datenblatt keine Angaben, hier lohnt vor dem Kauf ein Blick in die Produktbeschreibung des Händlers oder eine Nachfrage.
Wer bereits weiß, dass ein kleines Aufstellbecken versorgt werden soll, bekommt hier den günstigsten Einstieg der Intex-Baureihe.
Spricht dafür
- Sehr leichtes, kompaktes Gerät
- Günstiger Einstieg in die Krystal-Clear-Reihe
- Bekannte Intex-Ersatzteilversorgung
Spricht dagegen
- Datenblatt nennt weder Kapazität noch Chlorleistung, vor Kauf beim Händler erfragen
- Wenig Zusatzfunktionen
Grundlage sind die Angaben der Hersteller, die technischen Daten der Geräte und ausgewertete Kundenrezensionen aus dem Handel.
Ein eigener Dauertest im Becken hat nicht stattgefunden. Angaben zu Laufzeit und Reinigungsleistung stammen deshalb von den Herstellern und aus den Erfahrungen der Käufer, nicht aus einer eigenen Messung.
- Herstellerangaben und technische Daten abgeglichen
- Lieferbarkeit zum Zeitpunkt der Recherche geprüft
- Kundenrezensionen aus dem Handel ausgewertet
- Kein eigener Aufbau oder Langzeittest im eigenen Pool
Kaufberatung: Worauf es wirklich ankommt
Alle Salzanlagen arbeiten nach demselben Prinzip, unterscheiden sich aber deutlich in Kapazität, Chlorproduktion und Zusatzfunktionen. Drei Bauformen deckt der Markt ab.
Geeignet für: Frame- und Quick-Up-Pools mit Standardanschlüssen
- günstig
- einfacher Einbau in die Filterleitung
- abgestimmt auf gängige Poolpumpen
- meist ohne App oder pH-Modul
- Kapazität nach oben begrenzt
Geeignet für: dauerhaft installierte Pools und größere Wasservolumen
- höhere Chlorproduktion
- robuste Bauweise für Dauerbetrieb
- nachrüstbar in bestehende Sandfilteranlagen
- teurer in der Anschaffung
- braucht mehr Platz im Technikraum
Geeignet für: wer Chlor- und pH-Wert vollautomatisch regeln will
- misst und regelt kontinuierlich
- Fernzugriff per App
- Boost-Funktion für Stoßchlorung
- deutlich teurer als reine Chlorinatoren
- für kleine Pools überdimensioniert
Wie eine Salzelektrolyseanlage funktioniert
Im Poolwasser gelöstes Kochsalz (NaCl) fließt mit der Filterpumpe durch eine Elektrolysezelle. Der elektrische Strom spaltet das Salz auf, am Ende entsteht Natriumhypochlorit, das im Becken desinfiziert und dabei wieder zu Salz zerfällt. Weil das Salz dabei nicht verbraucht wird, muss nur gelegentlich nachdosiert werden.
Der richtige Salzgehalt
Die meisten Anlagen brauchen zwischen 3 und 5 Gramm Salz pro Liter Wasser, einige Geräte wie das Bayrol-System kommen bereits ab 1,5 Gramm pro Liter aus. Zum Vergleich: Meerwasser hat rund 35 Gramm Salz pro Liter, das Poolwasser bleibt also deutlich unter der Wahrnehmungsschwelle für Salzgeschmack.
Chlorproduktion und Poolgröße richtig zuordnen
Die Herstellerangabe in Gramm pro Stunde bezieht sich auf die maximale Poolgröße. Wer nahe an der oberen Grenze kauft, hat bei starker Sonneneinstrahlung oder vielen Badegästen kaum Reserve. Eine Nummer größer zu wählen kostet meist nur wenig mehr und verlängert die Laufzeit pro Tag.
Korrosion: welche Bauteile Salzwasser vertragen
Nicht jedes Metallteil verträgt sich mit leicht salzhaltigem Wasser. Einfacher Edelstahl der Güte V2A kann korrodieren, hochwertiger V4A-Edelstahl (AISI 316) oder Titan halten dauerhaft. Wärmetauscher, Leitern und Einbauteile aus einfachem Stahl sollten vor der Umrüstung geprüft oder ausgetauscht werden, bei Stahlwandbecken empfiehlt sich zusätzlicher Korrosionsschutz an Schnittkanten.
Was eine Salzanlage kostet
Einfache Chlorinatoren für Aufstellpools liegen zwischen 50 und 400 Euro, Komplettsysteme mit pH-Regelung für Einbaupools reichen bis über 2.500 Euro. Dafür sinken die laufenden Kosten deutlich: Wo klassische Chlortabletten im Jahr mehrere hundert Euro kosten können, kommen Salz, pH-Senker und Teststreifen meist mit deutlich weniger aus. Die Anlage amortisiert sich über mehrere Saisons.
Selbstreinigende Zelle und Elektrodenlebensdauer
Selbstreinigende Zellen kehren die Polung der Elektroden regelmäßig um, damit sich kein Kalk ablagert. Ohne diese Funktion muss die Zelle von Hand mit Zitronensäure oder Essig entkalkt werden. Je nach Nutzung hält eine Titanzelle mehrere tausend Betriebsstunden, ein Wechsel wird nach etwa fünf bis zehn Jahren fällig.
Einbau in den Filterkreislauf
Die Zelle wird druckseitig, also nach der Filteranlage, in die Leitung eingesetzt. Vorhandene Wärmetauscher oder Solarabsorber gehören vor die Elektrolysezelle. Das Bedienmodul wird stehend montiert, ein liegender Betrieb wird von den meisten Herstellern nicht empfohlen.
App-Steuerung und Zusatzfunktionen
Modelle wie der poolomio LCA150 oder das Bayrol-System lassen sich per App überwachen und einstellen, inklusive Salzgehalt- und Temperaturanzeige. Reine Basisgeräte wie die Intex-Reihe oder die Gre ESB55 kommen ohne App aus und werden direkt am Gerät bedient.
Salzanlage überwintern
Die Elektrolysezelle sollte vor dem ersten Frost ausgebaut und trocken gelagert werden, da Feuchtigkeit und Kälte den Elektroden schaden. Das Bedienmodul bleibt in der Regel installiert, sofern es frostfrei untergebracht ist.
Warum das Wasser weniger nach Chlor riecht
Der stechende Geruch an klassisch gechlorten Pools stammt nicht vom Chlor selbst, sondern von gebundenem Chlor, das mit Schweiß, Urin und Hautresten reagiert hat. Salzanlagen produzieren Chlor kontinuierlich in kleinen Mengen und halten den Anteil an freiem Chlor konstanter, was den typischen Geruch spürbar reduziert. Mehr zu den Ursachen steht unter Warum riecht Poolwasser nach Chlor.
Salzanlage in verschiedenen Pooltypen
Aufstellpool
Für Frame- und Quick-Up-Pools reichen kompakte Systeme wie die Intex-Krystal-Clear-Reihe. Wichtig ist nur, dass der Durchfluss der eigenen Filterpumpe zur Anlage passt.
Einbaupool
Bei dauerhaft installierten Becken lohnen sich Anlagen mit höherer Kapazität und, wenn das Budget es hergibt, eine automatische pH-Regelung, weil der Aufwand für manuelle Messungen über eine ganze Saison spürbar sinkt.
Whirlpool
Nicht jede Salzanlage ist für Whirlpools freigegeben, da hohe Temperaturen und geringe Wassermengen andere Anforderungen stellen. Ohne ausdrückliche Herstellerfreigabe für den Whirlpool-Betrieb sollte keine Anlage zweckentfremdet werden.
Die Bewertungskriterien im Detail
Kapazität und Chlorproduktion entscheiden, ob eine Anlage zur eigenen Poolgröße passt. Eine zu klein dimensionierte Zelle läuft dauerhaft am Limit und altert schneller.
Salzbedarf ist ein unterschätzter Kostenfaktor: Anlagen, die schon bei 1,5 Gramm pro Liter arbeiten, brauchen weniger Nachsalzen als Systeme, die 4 Gramm pro Liter verlangen.
Selbstreinigung über automatische Polumkehr verlängert die Lebensdauer der Zelle spürbar und erspart manuelles Entkalken mit Zitronensäure oder Essig.
App-Steuerung und Zusatzfunktionen wie pH-Regelung sind bei den günstigen Modellen die Ausnahme und werden erst bei den höherpreisigen Komplettsystemen zum Standard.
Gibt es einen Salzanlage Test der Stiftung Warentest?
Weder die Stiftung Warentest noch Öko-Test haben bislang einen eigenständigen Test von Pool-Salzanlagen veröffentlicht. Beide Institute haben in der Vergangenheit Poolwasser-Zusätze und Planschbecken geprüft, aber keine Salzelektrolysegeräte.
Wer sich auf eine unabhängige Prüfinstanz verlassen möchte, findet zum aktuellen Stand der Recherche also keine. Herstellerangaben zu Kapazität und Chlorproduktion bleiben die wichtigste Vergleichsgrundlage, ergänzt durch Kundenrezensionen zur Langlebigkeit.
IntexUS-Unternehmen, Sitz Long Beach, gegründet 1975
BayrolDeutsches Unternehmen, Sitz Planegg, gegründet 1927
ZodiacMarke der spanischen Fluidra-Gruppe, seit 2018
GreSpanischer Hersteller, Teil der Fluidra-Gruppe
poolomioDeutscher Pool-Fachhändler, Sitz Spiesen-Elversberg
well2wellnessMarke der Pool + Sauna Bräunig GmbH, Dortmund
Häufige Fragen
Wie viel Salz braucht eine Pool-Salzanlage?
Je nach Hersteller zwischen 1,5 und 5 Gramm Salz pro Liter Wasser, üblich sind 3 bis 5 Gramm. Für 1.000 Liter Wasser sind das grob 3 bis 5 Kilogramm Salz. Die genaue Menge steht in der Bedienungsanleitung der jeweiligen Anlage.Ist Poolwasser mit Salzanlage genauso salzig wie Meerwasser?
Nein. Meerwasser enthält rund 35 Gramm Salz pro Liter, Poolwasser mit Salzanlage nur 3 bis 5 Gramm. Der Unterschied ist auf der Haut kaum spürbar und schmeckbar meist gar nicht.Kann eine Salzanlage in einem Stahlwandbecken verwendet werden?
Nur mit Vorsicht. Einfacher V2A-Edelstahl kann durch das Salz korrodieren, hochwertiger V4A-Edelstahl oder Titan halten dauerhaft. Vor der Umrüstung sollte geprüft werden, aus welchem Material Wand, Leiter und Einbauteile bestehen.Wie lange hält eine Elektrolysezelle?
Je nach Nutzung und Selbstreinigungsfunktion mehrere tausend Betriebsstunden, in der Praxis oft fünf bis zehn Jahre. Selbstreinigende Zellen mit automatischer Polumkehr halten in der Regel länger als Modelle ohne diese Funktion.Lohnt sich eine Salzanlage finanziell?
Bei regelmäßiger Nutzung ja, bei einem Sommerpool für wenige Wochen eher nicht. Die Anschaffung kostet je nach Modell zwischen rund 50 und über 2.500 Euro, die laufenden Kosten für Salz liegen aber deutlich unter denen für Chlortabletten.Muss man weiterhin Chlor messen?
Ja. Die Elektrolysezelle produziert Chlor, ersetzt aber nicht die Messung. Freies und gebundenes Chlor sollten weiterhin regelmäßig geprüft werden, am besten direkt am Auslass der Anlage.Warum riecht Poolwasser trotz Salzanlage manchmal nach Chlor?
Der typische Chlorgeruch entsteht durch gebundenes Chlor, das mit Schweiß und Hautresten reagiert hat, nicht durch das Chlor selbst. Salzanlagen produzieren Chlor gleichmäßiger, was den Geruch reduziert, aber bei Überlastung des Wassers nicht vollständig verhindert. Mehr dazu unter Warum riecht Poolwasser nach Chlor.Muss die Salzanlage im Winter ausgebaut werden?
Die Elektrolysezelle sollte vor dem ersten Frost ausgebaut und trocken gelagert werden. Das Bedienmodul kann meist installiert bleiben, wenn es frostfrei untergebracht ist.- Empfehlungpoolomio LCA150
- Preis-LeistungIntex 26670 Krystal Clear
- Für EinbaupoolsBayrol Automatic Salt AS5
- Günstigster EinstiegIntex QS200
Fazit
Für die meisten Aufstellpools reicht ein Kompaktsystem aus der Intex-Krystal-Clear-Reihe passend zur Beckengröße. Wer mehr Komfort will, findet mit dem poolomio LCA150 eine App-gesteuerte Anlage mit ausreichend Kapazität für große Becken, ohne gleich den Aufpreis eines Komplettsystems zu zahlen.
Für dauerhaft installierte Einbaupools lohnt sich der Blick auf Systeme mit automatischer pH-Regelung wie den Bayrol Automatic Salt AS5. Der höhere Preis rechnet sich über mehrere Saisons durch weniger Handarbeit und geringere Chemikalienkosten. Wichtig bleibt in jedem Fall, Kapazität und Chlorproduktion nicht zu knapp zu wählen und Metallteile vor der Umrüstung auf Salzverträglichkeit zu prüfen.









Kommentare
Servus!
Ich habe seit 2 Jahren einen Intex Pool mit ca.19 qbm Inhalt.
War ein Komplettpaket mit Sandfilter und Salzanlage.
Der Filter ist eindeutig zu klein, absolut ungeeignet.
Ich musste nahezu jeden Tag rückspülen.
Hab den grössten von Intex bestellt.
Der funktioniert perfekt!
Den Kleinen hab ich bei Ebay Kleinanzeigen verkauft, ging weg wie warmes Brot!
Meine Erfahrung zu Salzanlage decken sich mit den Ausführungen oben!
Pool füllen!
Salz rein!
PH wert müsst ihr messen, da die Wasserversorger uns mit PH5 oder niedriger vergiften!
Prüft mal, was ihr dauernd in den Hals leert!!!!!
Das ist eigentlich das einzige mal warum PH Plus gebraucht wird.
Wichtig ist wie richtig dargestellt, den Kalk, Metalle auszuflocken.
Von Chlorstabilisatoren kann ich auch nur abraten.
Lieber die Salzanlage eine Stunde länger laufen lassen!
Und mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln!
Wenn das Wasser doch mal grün wird hilft nur eine Stoßchlorung!!!!
Bei mir passiert das 1-3 mal im Jahr. Nicht sooo schlimm.
Das Wasser hat aber sonst eine unglaublich gute Qualität!!!
Ich kann es nur empfehlen!
Beim Pupertier sind die Pickel weg!
Mutti hat ne Haut wie Babyarsch!
Papa freut sich!!!!