Der Oku Solarabsorber 1000 ist kein fertiges Heizgerät, sondern ein Modul aus einem Baukastensystem. Es misst 1.320 x 820 Millimeter, entspricht also 1,08 Quadratmetern Absorberfläche, und wiegt rund 5,8 Kilogramm pro Quadratmeter.
Das Besondere am 1000er ist das integrierte Sammelrohr: Auf der einen Schmalseite sitzen zwei 40-Millimeter-Anschlüsse, auf der anderen zwei mit 25 Millimetern. Damit ist es das Modul, über das Zu- und Ablauf einer Anlage laufen.
Wir haben Bauweise, Anschlussgeometrie und die Rolle im System eingeordnet und geklärt, wie viele Module ein Pool tatsächlich braucht.
Wer eine Solaranlage für den Pool wirklich passend dimensionieren will, kommt an diesem System kaum vorbei. Die Fertigung aus einem Stück ist der Grund für die Langlebigkeit, und das Sammelrohr macht den 1000er zum Modul, mit dem jede Anlage anfängt. Man muss allerdings bereit sein, sich in die Planung einzuarbeiten.
Spricht dafür
- Im Rotationsguss aus einem Stück gefertigt, keine Klebe- oder Schweißnähte
- Integriertes Sammelrohr für Zu- und Ablauf
- Berstdruck über 18 bar, deutlich über dem Betriebsdruck
- Beliebig erweiterbar mit weiteren Modulen
- Sehr geringer Druckverlust von etwa 0,003 bar
Spricht dagegen
- Kein fertiges Produkt, Verbindungsteile und Regelung fehlen komplett
- Ein einzelnes Modul heizt praktisch nichts
- Die Planung der Fläche muss man selbst leisten
- Braucht eine tragfähige, nach Süden ausgerichtete Fläche
- Anschaffung wird durch das Zubehör spürbar teurer
- Ist das eine komplette Poolheizung?
- Nein, es ist ein einzelnes Modul eines Baukastensystems.
- Wie groß ist ein Modul?
- 1.320 x 820 Millimeter, also 1,08 Quadratmeter.
- Welche Anschlüsse hat es?
- Zwei mit 40 mm und zwei mit 25 mm.
- Wie viel Wasser fasst es?
- Etwa 5,8 Liter pro Quadratmeter.
Was der Oku Solarabsorber 1000 technisch ist
Die Module werden im Rotationsgussverfahren aus schwarzem Kunststoff in einem Stück gegossen. Das ist der entscheidende Unterschied zu Matten aus verklebten oder verschweißten Bahnen: Es gibt keine Nahtstelle, die nach ein paar Sommern UV-Belastung aufgeht.
Weil Poolwasser nur auf angenehme Badetemperatur gebracht werden muss und nicht auf Brauchwassertemperatur, ist die Auslegung eine andere als bei Sonnenkollektoren fürs Haus. Hier zählt eine große Durchflussmenge über eine große Fläche, nicht ein hohes Temperaturniveau. Die Durchflussmenge liegt bei 150 bis 250 Litern je Quadratmeter und Stunde.
Der 1000er trägt das Sammelrohr, über das Wasser in die Modulreihe ein- und wieder austritt. Zwei 1000er können übereinander zu einer Zweierreihe verbunden werden. Die Einordnung steht im Pool Solarheizung Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Absorbermodul 1000 mit integriertem Sammelrohr
- Anschlüsse 2 x 40 mm und 2 x 25 mm
- Produktdatenblatt
Das ist nicht dabei
- Verbindungsteile und Schellen
- Schlauchtüllen und Reduktionsstücke
- Poolschlauch
- Drei-Wege-Kugelhahn
- Differenztemperaturregler
- Befestigungsmaterial für die Dachmontage
Ohne Verbindungsteile, Schellen, Tüllen und Reduktionsstücke lässt sich aus den Modulen keine Anlage bauen. Passendes Material im Poolschlauch Test.
Ein Differenztemperaturregler mit Drei-Wege-Kugelhahn sorgt dafür, dass nur dann durch den Absorber gefahren wird, wenn er tatsächlich wärmer ist als das Poolwasser. Ohne ihn kühlt die Anlage nachts das Becken aus.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Aus einem Stück gegossen, keine Nähte
- Integriertes Sammelrohr für Zu- und Ablauf
- Berstdruck über 18 bar
- Unterdruckbeständig
- Sehr geringer Druckverlust
- Beliebig erweiterbar
- Auf hohe Durchflussmenge ausgelegt
- Vom deutschen Hersteller OKU Obermaier
Spricht dagegen
- Keine komplette Heizung, nur ein Modul
- Planung liegt vollständig beim Käufer
- Verbindungsteile und Regelung nicht enthalten
- Ein einzelnes Modul bringt kaum Wirkung
- Gesamtkosten deutlich über dem Modulpreis
- Braucht eine tragfähige Montagefläche
Alternativen zum Oku Solarabsorber 1000
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Absorberfläche zum Beckenvolumen berechnen. Als Faustregel gilt etwa die halbe bis ganze Wasseroberfläche als Absorberfläche. Volumen ermitteln unter Pool Volumen berechnen.
Montagefläche prüfen. Dach, Garage oder Gestell müssen das Gewicht der wassergefüllten Module tragen. Bei 5,8 Litern und 5,8 Kilogramm je Quadratmeter kommt einiges zusammen.
Regelung von Anfang an mitbestellen. Ein Differenztemperaturregler ist keine Option, sondern Voraussetzung dafür, dass die Anlage nicht gegen sich selbst arbeitet.
Pumpenleistung gegen den Bedarf halten. 150 bis 250 Liter je Quadratmeter und Stunde müssen von der Filterpumpe geliefert werden können, siehe Poolpumpen Test.
Häufige Fragen
Reicht ein einzelnes Modul für meinen Pool?
Praktisch nie. 1,08 Quadratmeter sind ein Baustein, gebraucht wird bei den meisten Pools ein Vielfaches davon.Worin unterscheidet sich der 1000er vom 1001er?
Der 1000er hat das Sammelrohr für Zu- und Ablauf, der 1001er nicht. Deshalb lassen sich aus 1001ern allein keine Anlagen bauen.Kann ich die Module aufs Dach montieren?
Ja, dafür sind sie vorgesehen. Befestigungsmaterial für die Dachmontage gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.Wie lange halten die Absorber?
Durch die Fertigung aus einem Stück und den hohen Berstdruck sind das Anlagen, die über viele Jahre laufen, sofern sie im Winter entleert werden.Brauche ich eine stärkere Pumpe?
Der Druckverlust ist mit etwa 0,003 bar sehr gering. Entscheidend ist eher, ob die Pumpe die nötige Durchflussmenge über die Gesamtfläche schafft.Was passiert im Winter?
Die Anlage muss vollständig entleert werden. Die Module sind unterdruckbeständig, was das Leersaugen erleichtert, siehe Pool überwintern.Wie viele Module passen in eine Reihe?
Bei den 1000ern lassen sich zwei übereinander zu einer Zweierreihe kombinieren. Für mehr Reihen kommen 1001er dazwischen.Lohnt sich das gegenüber einer Wärmepumpe?
Solar heizt ohne laufende Stromkosten, arbeitet aber nur bei Sonne. Eine Wärmepumpe ist unabhängig vom Wetter, siehe Poolheizungen Test.Lohnt sich der Oku Solarabsorber 1000?
Wer eine Solaranlage will, die genau zum eigenen Becken passt und danach jahrzehntelang läuft, findet hier die technisch sauberste Grundlage. Rotationsguss aus einem Stück, über 18 bar Berstdruck und ein Sammelrohr, das die ganze Anlage trägt, das ist eine andere Liga als jede Solarmatte.
Man kauft damit allerdings kein Produkt, sondern ein Projekt. Verbindungsteile, Regelung und Befestigung kommen hinzu, und die Auslegung muss man selbst leisten. Wer das nicht will, ist mit einem fertigen Kollektor besser bedient.
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