Die Intex Optimo 636T ist eine Kartuschenfilteranlage für Aufstellpools bis 20.000 Liter Wasserinhalt. Sie besteht aus zwei Teilen: der Pumpe mit 230 Volt und 165 Watt sowie dem Filtergehäuse mit der Kartusche. Beides sitzt in einem gemeinsamen Gehäuse aus Hartkunststoff.
Die Pumpleistung liegt bei 5.678 Litern pro Stunde, die tatsächliche Umwälzleistung nach dem Filter bei 4.466 Litern. Eine Zeitschaltuhr ist in die Steuerung eingebaut, die Anschlüsse haben serienmäßig 38 Millimeter.
Wir haben Herstellerdaten, Ausstattung und die Rückmeldungen von Nutzern zusammengetragen und eingeordnet, für welche Beckengrößen die Anlage wirklich passt.
Für einen Frame-Pool im Bereich zwischen 8.000 und 15.000 Litern ist die Optimo 636T eine passende Anlage: genug Umwälzleistung, eine Zeitschaltuhr, die das tägliche Ein- und Ausschalten erspart, und Ventile, die die Wartung erleichtern. Wer an die 20.000 Liter herangeht oder feinen Sand im Wasser hat, fährt mit einer Sandfilteranlage auf Dauer besser und günstiger.
Spricht dafür
- Zeitschaltuhr ist bereits in die Pumpensteuerung integriert
- 4.466 Liter Umwälzleistung reichen für die üblichen Frame-Pools
- 38-Millimeter-Anschlüsse, Adapter auf 32 Millimeter sind verschraubbar
- Entlüftungs- und Entleerungsventil erleichtern Wartung und Einwinterung
- Schutzgitter am Ansaugkanal hält groben Schmutz von der Pumpe fern
Spricht dagegen
- Kartuschen müssen laufend nachgekauft und regelmäßig gewechselt werden
- Bei 20.000 Litern ist die Anlage am oberen Ende ihrer Möglichkeiten
- Kein Rückspülen wie bei einer Sandfilteranlage
- Die Pumpe ist im Betrieb deutlich hörbar
- Feiner Sand geht durch die Kartusche teilweise hindurch
- Für welche Poolgröße ist die Anlage gedacht?
- Bis 20.000 Liter laut Hersteller, angenehm läuft sie bis etwa 15.000 Liter.
- Wie viel Wasser wälzt sie um?
- 4.466 Liter pro Stunde nach dem Filter, die Pumpe selbst schafft 5.678 Liter.
- Ist eine Zeitschaltuhr dabei?
- Ja, sie ist in die Pumpensteuerung integriert und muss nicht dazugekauft werden.
- Welchen Anschluss hat sie?
- 38 Millimeter serienmäßig, Adapter auf 32 Millimeter lassen sich aufschrauben.
Was die Intex Optimo 636T technisch ist
Die Anlage arbeitet nach dem einfachsten Prinzip der Poolfiltration. Die Pumpe zieht Wasser aus dem Becken, drückt es durch eine Filterkartusche und leitet es zurück. Der Schmutz bleibt im Vlies der Kartusche hängen. Ein Rückspülvorgang wie bei einer Sandfilteranlage ist konstruktionsbedingt nicht möglich, gereinigt wird die Kartusche unter fließendem Wasser oder sie wird ersetzt.
Die 4.466 Liter Umwälzleistung sind der Wert, mit dem Sie rechnen sollten. Die 5.678 Liter Pumpleistung gelten ohne Filterwiderstand und stehen im Betrieb nie zur Verfügung. Wie stark der Wert in der Praxis abfällt, hängt von Schlauchlänge, Querschnitt, Wassertemperatur und vor allem vom Verschmutzungsgrad der Kartusche ab.
Die Gehäuse sind aus stabilem Hartkunststoff, die Anschlüsse werden aufgeschraubt. Ab Werk sitzen 38-Millimeter-Anschlüsse darauf, für die kleineren 32-Millimeter-Schläuche gibt es Adapter. Passende Schläuche finden Sie im Poolschlauch Test.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Filterpumpe mit integrierter Zeitschaltuhr
- Filtergehäuse mit Deckel
- Filterkartusche, eine Stück
- Anschlussstücke 38 mm
- Schutzgitter für den Ansaugkanal
- Entlüftungs- und Entleerungsventil
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Poolschläuche
- Adapter auf 32 mm
- Ersatzkartuschen
- Skimmer
- Zeitschaltsteckdose, da nicht erforderlich
Ersatzkartuschen sind der Posten, den Sie von Beginn an einplanen sollten. Je nach Belastung hält eine Kartusche zwei bis vier Wochen, und ausgewaschen werden sollte sie deutlich häufiger. Ein Vorrat gehört zur Grundausstattung, siehe Filterkartuschen.
Die Schläuche liegen je nach Ausführung bei oder eben nicht. Prüfen Sie das vor dem Kauf, und achten Sie darauf, dass Querschnitt und Länge zusammenpassen: Jeder zusätzliche Meter Schlauch kostet Umwälzleistung. Grundlagen dazu unter Kartuschenfilter oder Sandfilteranlage.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Zeitschaltuhr bereits eingebaut
- 4.466 l/h Umwälzleistung, ausreichend für gängige Frame-Pools
- Entlüftungsventil erleichtert das Anfahren nach dem Winter
- Entleerungsventil vereinfacht die Einwinterung
- Schutzgitter schützt die Pumpe vor grobem Schmutz
- 38-mm-Standard, Adapter auf 32 mm verschraubbar
- Kein Rückspülwasser, also kein Wasserverlust beim Reinigen
- Kompakt und leicht zu verstellen
Spricht dagegen
- Laufende Kosten durch Ersatzkartuschen
- Kein Rückspülen möglich, Reinigung nur von Hand
- Feiner Sand passiert die Kartusche teilweise
- Bei 20.000 Litern am Limit der Auslegung
- Im Betrieb deutlich hörbar
- Muss unterhalb des Wasserspiegels stehen
Alternativen zur Intex Optimo 636T
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Von der Umwälzleistung her rechnen, nicht von der Pumpleistung. Maßgeblich sind die 4.466 Liter pro Stunde. Teilen Sie Ihr Poolvolumen durch diesen Wert und multiplizieren Sie mit zwei bis drei, dann haben Sie die tägliche Laufzeit. Das Volumen ermitteln Sie unter Pool Volumen berechnen.
Anschlussmaß abgleichen. 38 Millimeter sind Standard bei den größeren Intex-Pools. Hat Ihr Becken 32-Millimeter-Anschlüsse, brauchen Sie Adapter, und die gehören vor der ersten Befüllung besorgt.
Kartuschen oder Sand entscheiden. Die Kartuschenanlage ist im Kauf günstiger, im Betrieb teurer. Wenn der Pool jedes Jahr steht und Sie ihn mehrere Saisons betreiben wollen, ist die Sandfilteranlage auf Dauer die vernünftigere Wahl, siehe Filtersand, Filterglas oder Filterbälle.
Aufstellort planen. Die Anlage muss unterhalb des Wasserspiegels stehen und trocken bleiben. Ein fester, ebener Platz mit Stromanschluss in sicherer Entfernung zum Becken gehört zur Planung dazu.
Häufige Fragen
Für welche Poolgröße reicht die Optimo 636T?
Der Hersteller nennt 20.000 Liter als Obergrenze. In der Praxis läuft die Anlage bis etwa 15.000 Liter komfortabel. Darüber steigen die nötigen Laufzeiten so weit, dass eine Sandfilteranlage die sinnvollere Wahl ist.Wie oft muss die Kartusche gewechselt werden?
Auswaschen sollten Sie sie etwa wöchentlich, ersetzen je nach Belastung alle zwei bis vier Wochen. Bei viel Laub, starker Nutzung oder hoher Wassertemperatur eher häufiger.Kann man die Anlage rückspülen?
Nein. Rückspülen setzt ein Mehrwegeventil und Filtersand voraus. Bei einer Kartuschenanlage wird das Filtermedium von Hand gereinigt oder ausgetauscht.Wie lange sollte die Anlage täglich laufen?
So lange, dass das Poolwasser zwei- bis dreimal komplett umgewälzt wird. Bei 12.000 Litern sind das rund sechs bis acht Stunden, die sich über die eingebaute Zeitschaltuhr verteilen lassen.Passt die Anlage an einen Bestway-Pool?
Grundsätzlich ja, sofern die Anschlussmaße stimmen oder Sie Adapter verwenden. Die Unterschiede zwischen den Systemen stehen unter Intex oder Bestway.Warum zieht die Pumpe kein Wasser?
Meist steckt Luft im System. Öffnen Sie das Entlüftungsventil, bis Wasser austritt, und prüfen Sie, ob die Anlage tatsächlich unterhalb des Wasserspiegels steht. Eine stark verschmutzte Kartusche hat denselben Effekt.Was ist bei der Einwinterung zu beachten?
Anlage vom Netz trennen, über das Entleerungsventil vollständig leeren, Kartusche entnehmen und alles frostfrei lagern. Restwasser im Gehäuse sprengt bei Frost den Kunststoff. Die Schritte stehen unter Pool überwintern.Ist die Anlage laut?
Sie ist im Betrieb deutlich hörbar. Auf einer harten Fläche überträgt sich die Vibration zusätzlich, eine Gummimatte darunter hilft spürbar.Lohnt sich die Intex Optimo 636T?
Für den typischen Frame-Pool zwischen 8.000 und 15.000 Litern ist die Optimo 636T eine unaufgeregt passende Lösung. Die integrierte Zeitschaltuhr nimmt Ihnen die tägliche Routine ab, die Ventile machen Anfahren und Einwintern einfacher, und die Umwälzleistung stimmt für diese Beckengrößen.
Die Kehrseite sind die Kartuschen. Sie kosten dauerhaft Geld und lassen sich nicht rückspülen. Wer den Pool über mehrere Jahre betreibt oder deutlich über 15.000 Liter kommt, sollte den Aufpreis für eine Sandfilteranlage einrechnen und ist damit langfristig besser bedient.
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