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Calciumhärte und Pools – Alles, was Sie wissen müssen

Vom Begriff „hartes Wasser“ hat sicher jeder schon einmal gehört. Wahrschein entweder wenn es um das Trinkwasser oder den Bedarf an Waschmitteln geht. Die Frage aber ist, haben Sie sich jemals die zwei Minuten genommen, um zu lernen, was das bedeutet?

Für Poolbesitzer ist dieser Fachbegriff sehr wichtig und ein elementarer Bestandteil der Poolpflege. Nur wenn Sie wissen, was damit gemeint ist, können Sie teils teure Fehler bei der Poolpflege vermeiden.

Die Aufrechterhaltung der richtigen Calciumhärte im Pool ist von wesentliche Bedeutung, um die Wahrscheinlichkeit für Korrosion, Kalkablagerungen und trübes Wasser zu reduzieren. Das alles sind mögliche Folgen von einem unausgewogenen Calciumgehalt im Wasser.

Was ist Calciumhärte?

Die Calciumhärte beschreibt die Konzentration der Calcium-Ionen im Wasser. Addiert man die Calciumhärte und die Magnesiumhärte erhält man die Gesamtwasserhärte. Der Idealbereich für die Kalziumhärte liegt bei 150 bis 400 ppm.

Wasser mit einer höheren Calciumhärte wird als hartes Wasser bezeichnet. Wasser mit einer niedrigeren Calciumhärte nennt man weiches Wasser. Schwimmbadwasser, das zu hart oder zu weich ist, kann zu Problemen in Pools führen.

Die Konzentration der Calcium-Ionen im Wasser ist primär vom Füllwasser abhängig. Während Regenwasser vorwiegend weich ist, kommt hartes Wasser vor allem in Regionen mit viel Sand- und Kalkstein vor. Mit der Zeit steigt die Calciumhärte des Pool durch Verdunstung des Beckenwassers.

Wie oft sollte man die Calciumhärte testen?

Die Calciumhärte muss seltener überprüft werden als der pH-Wert oder die Alkalität. Die gängige Praxis ist es, alle zwei Wochen einen Test auf die Calciumhärte durchzuführen. Überprüfen Sie am besten die Wasserquellen, von denen Sie das Füllwasser für den Pool nehmen. Dann haben Sie ein paar Anhaltspunkte, mit denen Sie die Calciumhärte grob schätzen können.

Die Calciumhärte können Sie mit speziellen Teststreifen oder Pooltesters erfassen. In der Regel decken beide Arten von Testern die Calciumhärte nicht ab. Sie müssen an dieser Stelle etwas suchen.

Einige Teststreifen erfassen die Gesamtwasserhärte, die näherungsweise der Summe aus Calcium- und Magnesiumhärte entspricht. Aus dem Wert der Gesamtwasserhärte können Sie allerdings nicht die Calciumhärte schätzen.

Was passiert bei zu hartem Wasser?

Bei einem zu hohen Calciumgehalt wird das Poolwasser trüb. Das Problem ist, dass selbst Poolschocker die Trübungen nicht mehr aus dem Wasser bekommt – ganz egal, wie viel sie davon verwenden.
In zu hartem Wasser bilden sich außerdem unlösliche Kalkseifen und Kalkablagerungen an den Wänden und in den Leitungen des Filtrationssystems.

Was passiert bei zu weichem Wasser?

Bei einer Calciumhärte von unter 150 ppm kann das Wasser korrosiv werden. Das bedeutet, dass weiches Wasser greift das Poolbecken und Metall an. Mörtel, Beton und Fugen werden angefressen, Metall an Poolzubehör rostet und Metallverbindungen bei Vinyl-Pools werden zerstört. Flecken an den Wänden und auf dem Poolboden sind auch möglich.

In einem Pool kann dies zu allerhand Schäden führen, die teure Reparaturen nach sich ziehen. Weiterhin darf das Becken nicht benutzt werden, bis die Calciumhärte wieder auf ein normales Level abgesenkt wurde.

Die Calciumhärte ausgleichen

Eine falsch eingestellte Calciumhärte kann zu großen Problemen führen. Folglich ist es wichtig, die Konzentration richtig zu balancieren.

Bereiten Sie die Einstellung vor, indem Sie folgende Schritte durchführen:

  1. Reinigen Sie den Pool und entfernen Sie Verunreinigungen.
  2. Stellen Sie den pH-Wert und die Alkalität ein, bevor Sie die Calciumhärte in Angriff nehmen, weil die anderen Chemikalien die Calciumhärte beeinflussen.
  3. Testen Sie das Poolwasser auf die Konzentration der Calcium-Ionen.
  4. Bei einer Calciumhärte von über 400 ppm, müssen Sie den Grad senken. Wenn der Wert unter 150 ppm liegt, müssen Sie diesen erhöhen. Steuern Sie am besten eine Konzentration von 275 ppm an, um genau in der Mitte des optimalen Bereichs zu liegen.

Die Calciumhärte erhöhen

Die Erhöhung der Wasserhärte ist wesentlich einfacher als das Absenken des Wertes. Sie können den Härtegrad erhöhen, indem Sie Calciumhärte-Erhöher hinzufügen. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers bei der Hinzugabe des Mittels, um die Konzentration richtig einzustellen.

Die Calciumhärte senken

Das Absenken der Calciumhärte ist etwas kompliziert als die Erhöhung der Wasserhärte. Es gibt nicht die eine Lösung, sondern verschiedene Methoden, wie Sie sich behelfen können.

  • Ein teilweiser Austausch des Wassers ist die beste Möglichkeit. Achten Sie darauf, dass Ihr Füllwasser weicher ist.
  • Langfristig sollten Sie auf die richtige Wasserquelle achten. Sie können die Calcium-Konzentration des Wassers in Ihrer Umgebung von verschiedenen Karten von Wasserbetrieben ablesen. Bei einem zu hohen Calciumgehalt schauen Sie nach einer Quelle für Wasser mit einer Calciumhärte von höchstens 400 ppm.
  • Ein chemisches Mittel für die Senkung der Calciumhärte gibt es nicht, aber Wasserenthärter kann die Auswirkungen eines zu hohen Calciumgehalts reduzieren. Wasserenthärter ist eine Chemikalie, die sich mit dem Calcium verbindet und es auf diese Weise gewissermaßen unschädlich macht. Die Wahrscheinlichkeit und Intensität von Trübungen des Wassers und Problemen durch Korrosion nehmen ab.
  • Nutzen Sie das Regenwasser, denn dieses beinhaltet wenig Calcium. Wenn Sie die Poolabdeckung nicht auf den Pool ziehen, steigt der Wasserspiegel bei einem ordentlichen Regenguss um mehrere Zentimeter. Nutzen Sie das Regenwasser, um die Calcium-Konzentration zu senken. Verschmutzungen, die der Regen in den Pool schwemmt, werden Sie am besten mit einer Stoßchlorung wieder los.
  • Die Verwendung von Flockungsmittel ist eine andere Option. Wenn Sie ein solches Mittel hinzugeben, klumpt das überschüssige Calcium zusammen. Die (kleinen) Klumpen sammeln sich am Boden des Pool an. Von dort können Sie diese absaugen. Auch der Filter erfasst die Partikel. Reinigen Sie im Anschluss den Filter des Pools.

Fazit

Die Aufrechterhaltung einer normalen Wasserhärte kann ein schwieriges Unterfangen sein. Ohne Zweifel gehört es zu den lästigen Aufgaben eines Poolbesitzers. Besonders nervig wird es, wenn die Wasser aus der Hauptquelle zu weich oder zu hart ist. In diesem Falle ist Ihr Handeln ständig gefragt.

Leben Sie in einer Region mit zu hartem Wasser oder beziehen Sie Ihr Füllwasser aus Quellen mit hohem Calciumanteil sollten Sie den Einsatz von Wasserenthärter zum Teil Ihres regelmäßigen Wartungsplans machen.

Das alles ist nicht schwierig. Mit ein wenig Zeit und Geduld bringen Sie den Calciumgehalts Ihres Pools wieder auf ein akzeptables Niveau und können sorgenfrei baden, ohne mit den Problemen zu kämpfen.


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