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Teichwasser grün, trüb oder milchig: schnell klares Wasser

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Ein gesunder Teich hat klares Wasser. Wenn das Teichwasser aber grün, trüb oder milchig wird, ist das biologische Gleichgewicht gestört. Dies geschieht meisten dadurch, dass zu viele Nährstoffe ins Wasser gelangen. Die Ursachen für einen trüben Teich und wie man diese bekämpft beziehungsweise einer Eintrübung vorbeugt, wird nachfolgend erläutert.

Warum wird das Teichwasser grün, trüb oder milchig?

Nährstoffe reichern sich in Teichen zum Beispiel durch zu viel Fischfutter, das nicht gefressen wird und auf den Teichboden sinkt, oder durch Exkremente der Fische sowie durch Pflanzen, die im Wasser verrotten, an. Dies geschieht vor allem im Spätherbst, wenn Laub und andere Pflanzenteile ins Wasser fallen und der pH-Wert dadurch steigt. Auch Starkregen verändert den pH-Wert im Wasser.

Aufgrund einer nicht funktionierenden Kapillarsperre können Erde, Torf oder Dünger in den Gartenteich geschwemmt werden, wodurch das biologische Gleichgewicht gestört wird.

Teichwasser ist grün oder blau

Grünes oder blaues Wasser entsteht in der Regel durch Bakterien oder Algen im Teich. In kleinen Mengen tragen die Algen sogar zum ökologischen Gleichgewicht eines Gewässers bei und dienen zum Beispiel Wasserflöhen als Nahrung.

Eine erhöhte Wassertemperatur aufgrund starker Sonneneinstrahlung in Verbindung mit einer erhöhten Nährstoffkonzentration – vor allem mit einem zu hohen Phosphatgehalt von über 0,035 Milligramm pro Liter – kann zu einem explosionsartigen Algenwachstum in Gewässern führen. Die Algen überziehen die Wasseroberfläche mit einem schleimigen Film oder trüben das Wasser stark ein.

Nach der Algenblüte sterben die Pflanzen ab, sinken zu Boden und werden dort zersetzt. Beim Zersetzungsprozess wird dem Wasser Sauerstoff entzogen – manchmal so viel, dass Fische im Teich sterben und das Gewässer umkippt.

Teichwasser ist milchig-grau bis grau-gelb

Ist das Teichwasser trüb und milchig-grau, dann liegt die Ursache meist in Aufschwemmungen von Sedimenten wie Erde und Sand vom Teichboden. Abgestorbene Pflanzen, die auf den Teichboden sinken, bilden Schlamm. Wird dieser nicht ausreichend vom Teichfilter abtransportiert, trübt sich das Wasser ebenfalls ein. 

Lehmhaltige und sandhaltige Sedimente verursachen ebenfalls milchiges Wasser. Lehm besteht aus einem Gemisch aus feinem Sand, Ton und Schluff mit Partikelgrößen. Lösen sich die Bestandteile im Wasser, so färben diese das Teichwasser milchig-grau.

Vor allem der sogenannte Magersand enthält häufig Anteile. Magersand oder Quarzsand wird aufgrund seiner Eigenschaft, dass er kalkfrei ist, häufig als Pflanzsubstrat verwendet.

Auch Abbauprodukte abgestorbener Algen können das Wasser milchig machen.

Teichwasser ist braun

Laub und Pflanzenreste, die sich im Teich zersetzen und auf dem Teichboden eine Schlammschicht bilden, sind die Ursache für braunes Teichwasser. Auch Torf im Teich verfärbt das Wasser braun. Diese Färbung ist jedoch vollkommen unschädlich.

Eine Braunfärbung kann zudem durch gelöstes Eisen und Mangan im Wasser entstehen. Die Stoffe reagieren mit dem Sauerstoff der Luft und leiten Oxidationsprozesse ein.

Klares Teichwasser: 8 Maßnahmen gegen das grüne, trübe oder milchige Wasser im Teich

Klares Teichwasser hat man normalerweise, wenn man seinen Teich regelmäßig pflegt. Trotzdem kann es passieren, dass sich der Nährstoffgehalt im Wasser anreichert und es grün, trüb oder milchig wird. Mit 8 einfachen Maßnahmen wird der Gartenteich wieder klar und das Wasser wird und bleibt sauber.

Maßnahme 1: UV-C Wasserklärer

UV-C Klärer sind mit ihrem Licht ein wirkungsvolles Mittel gegen Schwebealgen. Auch eine Algenblüte wird in kurzer Zeit durch die Verwendung eines UV-C Klärers verschwinden.

Bei der Umwandlung der Algen durch das UV-Licht können Nitrite entstehen, die für Wasserlebewesen gefährlich werden können, weshalb man nach der Behandlung mit dem Klärer eventuell einen Teil des Teichwassers austauschen sollte.

Der Nitritwert sollte nicht höher als 0,3 Milligramm pro Liter Wasser sein.

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Maßnahme 2: Pflanzenteile aus dem Wasser nehmen

Blätter, Äste oder andere Pflanzenteile, die ins Wasser fallen, müssen regelmäßig herausgenommen werden. Ansonsten verrotten sie und sinken auf den Teichboden ab, wo sich dann Faulschlamm bildet.

Maßnahme 3: Algen und Schlamm absaugen

Mit einem Teich- oder Schlammsauger kann man nicht nur Schlamm, sondern mühelos auch frei im Wasser treibende Fadenalgen entfernen. Selbst fest an Steinen oder am Boden haftende Algen lassen sich gut absaugen. Beim Absaugen sollte man jedoch darauf achten, keine Fische oder andere Lebewesen einzusaugen.

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Maßnahme 4: Teich beschatten

Ist der Gartenteich 8 Stunden oder länger einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, sollte man ihn zusätzlich beschatten, da Algen keinen Schatten mögen. Dazu kann man einen einfachen Sonnenschirm oder ein Sonnensegel verwenden.

Maßnahme 5: Sauerstoffversorgung sicherstellen

Sauerstoffmangel begünstigt das Algenwachstum. Filtersysteme oder Wasserspiele reichern das Wasser mit Sauerstoff an, da sie es in Bewegung bringen. Auch Bachläufe eignen sich hervorragend dazu, zusätzlichen Sauerstoff einzubringen.

Maßnahme 6: die richtigen Wasserpflanzen

Geeignete Pflanzen wie Seerosen, Hornblatt oder Wasserfeder reduzieren den Nährstoffgehalt des Wassers und minimieren das Wachstum vor allem von Schwebealgen. Großblättrige Schwimmpflanzen beschatten zudem den Teich.

Maßnahme 7: Anzahl der Fische

Befinden sich im Gartenteich zu viele Fische, entstehen durch deren Exkremente ebenfalls Nährstoffe. Für 1.000 Liter Wasser rechnet man übrigens mit 0,5 Kilogramm Fischbesatz.

Für alle Teichfische gilt, dass sie täglich rund 1 bis 2 Prozent ihres eigenen Körpergewichts an Futter benötigen. Im Sommer füttert man die Fische zweimal am Tag. Futter, das nicht gefressen wird, sinkt auf den Teichboden und zersetzt sich.

Manche Fischarten wie Goldfisch, Shubunkin und Guppy vermehren sich schnell. Deshalb setzt man zunächst nur ein paar Fische in den Teich ein und beobachtet, wie sich der Teich und die Fische entwickeln.

Maßnahme 8: pH-Wert regulieren

Mit speziellen Test-Kits sollte man regelmäßig, also alle 2 bis 4 Wochen, den pH-Wert des Gartenteichs messen, um den Nährstoffgehalt im Blick zu behalten. Der pH-Wert liegt idealerweise zwischen 6,8 und 8,2. Ein hoher Gehalt an Nährstoffen wie Phosphat im Wasser erhöht den pH-Wert. Fällt der pH-Wert zu hoch aus, bleibt die Trübung im Teich bestehen.

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Huminsäurearme Substrate wie Torf oder Rindenmulch tragen dazu bei, den pH-Wert des Teichwassers zu senken. Die Substrate setzt man in einem Netz ein, um diese später wieder aus dem Teich zu entnehmen. Alternativen sind die kontrollierte Zufuhr von Grundwasser aus einer Zisterne oder die Zugabe von umweltverträglichen pH-Minus-Präparaten, die es im Fachhandel gibt.

Den pH-Wert kann man auch dadurch absenken, indem man in einem Zeitraum von 48 Stunden zwischen 10 und 20 Prozent des Wasservolumens austauscht. Hierzu nimmt man Leitungswasser oder Wasser aus einer Regentonne, das allerdings vorher gefiltert werden muss, um einen übermäßigen Eintrag von Schmutzpartikeln und Nährstoffen zu verhindern.

Hausmittel gegen grünes Teichwasser

Schwebealgen sind die Ursache für grünes Teichwasser. Ein einfaches und günstiges Hausmittel sind bestimmte Schnecken oder Fischarten, die Algen lieben und damit den Nährstoffgehalt des Wassers reduzieren.

Die Schnecken raspeln mit ihren Mundwerkzeugen meistens am Boden im Teich die Algen ab und fressen nur selten an den eingebrachten Wasserpflanzen. Besonders zu empfehlen ist die Sumpfdeckelschnecke (Viviparidae).

In großen Teichen eignen sich Graskarpfen ausgezeichnet zur Algenbekämpfung, denn sie ernähren sich ausschließlich von Algen und anderen Unterwasserpflanzen. Auch das heimische Moderlieschen ist eine Algen fressende Fischart mit großem Appetit.

Der Fachhandel bietet auch einen sogenannten Algenkiller an. Die Mischung aus Mineralstoffen lässt Algen in wenigen Wochen verschwinden. Andere Pflanzen oder Fische werden dadurch nicht gefährdet.

Schneller als der Algenkiller funktionieren Anti-Algensprays. Innerhalb von 24 Stunden ist aus grünem Wasser wieder klares Wasser geworden.

FAQ

Wie lange dauert es bis das Teichwasser wieder klar ist?

Ein grüner Teich sollte nach ungefähr zwei Wochen wieder Teich klar sein, wenn man einen UV-C Klarer einsetzt. Ist dies nicht der Fall, ist die Leistung des Klärers nicht ausreichend oder ein Defekt liegt vor. Auch kann eine zu große Förderleistung der Pumpe dafür sorgen, dass das Wasser zu schnell durch den Klärer fließt, um effektiv bestrahlt zu werden.

Kann man grünes Wasser im Teich mit Milch bekämpfen?

Bei grünem Wasser sollte man keine Milch verwenden, um Algen zu beseitigen. Denn in Milch sind nicht nur Milchsäurebakterien enthalten, die tatsächlich zur Algenbekämpfung beitragen und somit zu klarem Teichwasser führen, sondern auch Milchzucker, Milchproteine und Fette. Der Zucker kann Nährstoffe bieten, die der Wasserqualität schaden. Die Proteine und Fette können das biologische Gleichgewicht im Teich ebenfalls durcheinander bringen.

Wenn das Wasser trüb ist, kann man aber dem Teich Mikroorganismen in Form von Milchsäurebakterien zuführen. 

Das Teichwasser ist grün trotz UV-C Filter – was nun?

Trotz eines leistungsstarken Filters kann es gelegentlich vorkommen, dass das Wasser grün bleibt, wenn die Algen sehr stark wachsen und die gefilterte Algenmenge mühelos ersetzt.

Da nach rund 3.500 Betriebsstunden die Leistung der UV-C Lampe deutlich nachlässt, sollte man die Lampe jedes Jahr auswechseln.

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Was ist zu tun, wenn das Teichwasser nach Regen trüb ist?

Bei starkem Regen können sich Nährstoffe im Wasser anreichern, wenn Regenwasser in den Teich gespült wird. Der Regen kann den pH-Wert des Wassers verändern und die Bildung von Algen auslösen. Auch ionisierte Luft von Sommergewittern fördert das Algenwachstum.

Damit man klares Teichwasser bekommt, muss der pH-Wert Voraussetzung zwischen 6,8 und 8,2 liegen. Durch das Erhöhen der Wasserhärte und das Fördern eines Mineralgleichgewichts hat der Teich wieder die Voraussetzungen für klares Wasser.

Wie kann es sein, dass der Teich über Nacht trüb wurde?

In den ersten Tagen nach der Neuanlage des Teiches und nach der Befüllung mit Wasser ist eine grüne Färbung ganz normal. Das trübe Wasser wird meistens von allein genauso schnell wieder klar.

Auch Starkregen oder das Einsetzen der Algenblüte kann die grüne Farbe auslösen. Ebenso kann ein defekter Teichfilter für einen hohen Nährstoffgehalt verantwortlich sein. Der Filter hat die Aufgabe, Bildung von Nitrat reduzieren.

Klares Teichwasser durch Salz: Geht das?

Im Grunde ist der Einsatz von Salz im Teich nicht falsch, aber es ist nicht nachgewiesen, dass Salz gegen Algen im Teich wirkt. Kurzzeitige Salzbäder können zwar eine medizinische Maßnahme bei Krankheiten der Fische sein, das Salzen des ganzen Teiches gegen Algen ist aber nicht zu empfehlen. Eine Dosierung von 3 Kilogramm pro 1000 Liter Wasser sollte man auf keinen Fall überschreiten.

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