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Teichwanne reparieren: Loch finden und abdichten (Anleitung)

Plitschnass » Teichwanne reparieren: Loch finden und abdichten (Anleitung)

Hochwertige Teichwannen halten bei guter Verarbeitung bis zu 30 Jahre. Günstigere Teichbecken oder Fertigteiche werden in der Regel aus wenigen Schichten GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) oder PE (Polyethylen) hergestellt, wodurch sie entsprechend dünnwandiger sind.

Die dünneren Wände können unter dem Einfluss von Hitze und Kälte bereits nach fünf Jahren Risse bekommen und können auch mechanisch leichter beschädigt werden. Aber mit dem entsprechenden Material und Wissen kann man eine Teichwanne wieder abdichten.

Warum ist das Teichbecken undicht?

Ein Teichbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ist sehr stabil, weshalb es im Vergleich zu einem Folienteich seltener vorkommt, dass es zu einer undichten Stelle kommt. Im Laufe der Jahre kann es dennoch passieren, dass der Teich kaputt wird und sich ein Riss oder ein Loch bildet.

Die betroffene Stelle befindet sich meistens am Teichrand, der das ganze Jahr über Hitze oder Kälte ausgesetzt ist. Vor allem Fertigteiche mit dünnen Wänden werden leichter beschädigt. Es ist aber auch möglich, dass man bei der Reinigung des Teichs das Becken mechanisch beschädigt.

Worauf es bei der Reparatur der Teichwanne ankommt

Auch eine Teichwanne aus Kunststoff kann man reparieren oder ausbessern. Die Reparatur eines GFK-Teichs erfolgt mittels Kunstharz und Glasfaser und ist weniger aufwendiger als das Ausbessern eines Teichbeckens aus Polyethylen (PE). 

Zunächst sucht man die beschädigte Stelle und lässt dazu das Wasser im Teich schrittweise jeweils um einige Zentimeter ab, bis der Wasserspiegel nicht mehr von allein sinkt und man somit den Bereich ermittelt hat, in dem sich die schadhafte Stelle befindet. In vielen Fällen befindet sich die Leckstelle am Teichrand oder im oberen Bereich des Beckens.

Im Handel gibt es für beide Teicharten Reparatursets zu kaufen. Bei der Anwendung ist darauf zu achten, dass die Mittel nicht mit dem Teichwasser in Berührung kommen.

GFK-Teichwanne reparieren

Im ersten Schritt senkt man den Wasserspiegel rund zehn Zentimeter unterhalb der beschädigten Stelle. Anschließend wird diese Stelle gründlich gereinigt und getrocknet. Die Fläche um das Loch oder den Riss raut man mit einem groben Schmirgelpapier circa zehn Zentimeter breit an.

Bei einer kleinen undichten Stelle wird flüssigem Kunstharz etwas Härter im vom Hersteller angegeben Mischverhältnis beigefügt, um die Abbindezeit zu verkürzen. Dann rührt man kleine Glasfaserschnipsel in die Mischung und überstreicht die Leckstelle.

Hat die Wanne eine größere Beschädigung, muss man diese zunächst verstärken. Hierzu trägt man eine Schicht aus Kunstharz und Härter auf und gibt darauf ein Stück Glasfasermatte, das entsprechend der Größe des Loches zugeschnitten wurde. Die Matte wird nun wieder mit der Mischung aus Kunstharz und Härter überstrichen. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Glasfasermatte ungefähr so dick wie die Teichwand ist.

Damit die reparierte Stelle später die gleiche Farbe wie die Teichwanne hat, kann man einen passenden Farbstoff der Mischung beigeben. Meistens sind die Härter aber bereits eingefärbt, weshalb man an einer unauffälligen Stelle der Teichwanne den Farbton testet.

PE-Teichbecken reparieren

Ein Teichbecken aus Polyethylen (PE) ist preiswerter und leichter als eine GFK-Teichwanne, dafür aber auch weniger stabil und sehr viel anfälliger für Beschädigungen, wobei besonders die Ecken und Kanten betroffen sind. Zudem ist eine Beschädigung an einem PE-Teichbecken schwieriger zu beheben, als bei einem GFK-Teich.

Man kann Flächen aus Polyethylen zwar kleben, aber nur in trockenem Zustand. Außerdem sind diese PE-Kleber nicht komplett feuchtigkeitsbeständig. Aus diesem Grund verschweißt man das Loch oder den Riss mit einem Flicken aus Kunststoff. Dies wird mit einem Lötkolben oder einem Heißluftfön gemacht und erfordert etwas Übung. Wer sich das nicht zutraut, überlässt das Verschweißen den Spezialisten von Teichbaufirmen.

Einfacher und haltbarer ist das Abdichten eines Loches oder Risses mit einer speziellen Dichtmasse auf MS-Polymerbasis, wie zum Beispiel Adhesal.

Hierbei wird die beschädigte Stelle zunächst gereinigt und getrocknet. Danach gibt man rund um das Leck die Dichtmasse auf und klebt ein Stück einer ausreichend dicken Teichfolie aus Polyethylen auf. Der Klebstoff trocknet rasch, bleibt aber ausreichend elastisch. Anstatt Teichfolie kann man auch ein Stück Kautschuk oder Gummimatte aufkleben, was oft eine stabilere Lösung ist.

Um Beschädigungen an einem PE-Becken zu beseitigen, gibt es auch spezielle Klebebänder oder Flüssigfolien, wobei beide Varianten keine dauerhafte Lösung darstellen.

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