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Koiteich im Winter: 6 wichtige Vorkehrungen (mit Tipps)

Plitschnass » Koiteich im Winter: 6 wichtige Vorkehrungen (mit Tipps)

Besitzer von Koiteichen müssen im Winter ihre Koi schützen, damit die empfindlichen Fische auch bei niedrigen Temperaturen überleben. Mit ein paar wenigen und einfachen Vorkehrungen macht man den Koiteich winterfest.

Wann muss man einen Koiteich winterfest machen?

Bei sinkenden Temperaturen im Herbst sollte man seinen Koiteich für den Winter vorbereiten. Da die empfindlichen Fische im kalten Winter und bei tiefen Temperaturen sehr viel Ruhe benötigen, sollte der Koiteich frühzeitig winterfest gemacht werden.

Koi reagieren im Winter extrem empfindlich auf Erschütterungen und Bewegung im Teichumfeld. Daher sollte man im Winter auch keine Arbeiten rund um den Koiteich vornehmen und die Eisdecke nicht aufhacken oder betreten.

Koiteich im Winter: sechs wichtige Vorkehrungen

In der kalten Jahreszeit benötigen die empfindlichen Fische vor allem Ruhe und konstante Bedingungen im Teich. Denn Temperaturschwankungen im Winter mit wärmeren Phasen führen zu einem erhöhten Energieverbrauch bei den Koi und damit zu einem vorzeitigen Aufzehren ihrer Energiereserven.

Vorkehrung 1: Teich eisfrei halten

Eine komplett geschlossene Eisdecke ist unbedingt zu verhindern, denn dadurch wird der Austausch von Gasen verhindert. Einerseits können die vom Teichschlamm produzierten Faulgase nicht entweichen, andererseits kann das Wasser nicht mit frischem Sauerstoff versorgt werden.

Um den Teich eisfrei zu halten, gibt es mehrere Möglichkeiten. So hält ein Eisfreihalter mit integrierter Heizung den gesamten Teich konstant bei fünf bis sechs Grad Celsius. Während nur kleine und flachere Koiteiche eine zusätzliche Heizung benötigen, reichen für die meisten Koiteiche Eisfreihalter aus Styropor völlig aus. Diese arbeiten ohne Kabel und Pumpe und halten einen Bereich des Teiches trotzdem effektiv eisfrei. Eisfreihalter aus Styropor gibt es bereits für unter 20 Euro in unterschiedlichen Größen.

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Eine Stelle im Teich sollte auch deshalb immer eisfrei sein, damit man die Koi auch im Winter beobachten und bei eventuell auftretenden Krankheiten behandeln kann. 

Vorkehrung 2: Koiteich abdecken

Um zu verhindern, dass der Koiteich zu sehr auskühlt, kann man ihn zusätzlich abdecken. Hierzu gibt es eine spezielle Noppenfolie. Auch Styropor oder Kunststoffbälle, die auf der Wasseroberfläche schwimmen, sind eine gut funktionierende und isolierende Abdeckung. Letztere Variante hat den Vorteil, dass sie Niederschläge in den Teich durchlässt, nicht wegfliegt und den Gasaustausch nicht behindert.

Es ist auch möglich, die verschiedenen Möglichkeiten miteinander zu kombinieren.

Vorkehrung 3: Wasser mit Sauerstoff anreichern

Vor allem im Winter, wenn ein großer Teil der Wasseroberfläche von einer manchmal dicken Eisschicht bedeckt ist, sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser teilweise gefährlich weit ab. Hier hilft ein sogenannter Oxidator, der das Wasser im Koiteich mit zusätzlichem Sauerstoff anreichert.

Vorkehrung 4: Teichfilter und Teichbelüftung ausschalten

Im Winter müssen der Teichfilter und die Teichbelüftung unbedingt ausgeschaltet werden, damit sich die unterschiedlich temperierten Wasserschichten nicht vermischen, wodurch der Koiteich auskühlen und zufrieren kann.

Wenn sich das Wasser in den kalten Monaten auf natürliche Weise abkühlt, bildet sich am Teichgrund eine etwa vier Grad warme Schicht. Hat man beispielsweise eine Belüftung an der tiefsten Stelle im Teich platziert, würde dieses warme Wasser an die Oberfläche befördert werden, dort abkühlen und schließlich bald eine Eisdecke bilden.

Durch die Zerstörung der Wasserschichtung und der immer weiteren Abkühlung des Wassers würden die Koi erfrieren. Deshalb sollte man den Teichfilter ausschalten und herausnehmen. Ist dies nicht möglich, so sollte das Wasser in einer Tiefe von 30 bis 50 Zentimetern angesaugt und auf selber Tiefe wieder eingeblasen werden.

Auch eine am Teichboden installierte Durchlüfterpumpe sollte abgeschaltet werden, da auch sie durch die nach oben strömenden Luftperlen eine Wasserverwirbelung erzeugt. Zudem ist es ratsam, auch den UV-C-Klärer abzuschalten oder sogar ganz aus dem Teich entfernen, da bei Wassertemperaturen von unter zehn Grad kein Algenwachstum mehr vorhanden ist.

Vorkehrung 5: Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Überwinternde Koi fahren ihren Kreislauf auf ein Mindestmaß herunter und werden träge. Da sie sich dabei angreifbar für Räuber fühlen, suchen sie automatisch den größtmöglichen Schutz. Das kann zum Beispiel unter einer Teichbrücke sein.

Hat der Koiteich keine Brücke, kann man ein undurchsichtiges Vlies unterhalb der Wasserlinie platzieren. Die Koi nehmen diese Rückzugsmöglichkeit sehr schnell und gern an und werden auch nicht mehr durch Schatten von herannahenden Personen oder Tieren erschreckt.

Vorkehrung 6: Koi nicht stören

Das wichtigste Gebot beim Umgang mit Koi lautet, dass man sie in der Winterruhe niemals stören sollte, um eine Kettenreaktion zu vermeiden. Laute Geräusche oder sich bewegende Schatten würden dafür sorgen, dass die Fische aufschrecken, sich hektisch durch den Teich bewegen, dabei viel Energie verbrauchen und den Winter dadurch nicht überleben.

FAQ

Welche Temperaturen halten Koi aus?

Kaltes Wasser oder auch warmes Wasser sind für Koi an sich kein Problem, da sie recht robust sind. Sie vertragen Wassertemperaturen zwischen vier und 30 Grad. Da Wasser bei vier Grad sein größte Dichte hat, befindet es sich im Winter als wärmste Wasserschicht im Teich am Boden. Diese Wasserschicht darf nicht mit kälteren Schichten durchmischt werden, damit der Koiteich nicht komplett auskühlt.

Kann man Koi im Keller überwintern?

Die Koi bereiten sich über mehrere Monate hinweg auf ihre Winterruhe vor und legen sich im Herbst mit seinen kürzer werdenden Tagen Fettreserven zu. Im Keller oder in der Garage kann man Koi zwar vor Frost schützen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Fische nicht in Winterstarre fallen und daher den ganzen Winter gefüttert werden müssen.

Ist es sinnvoll den Teich im Winter aufzusalzen?

Vor allem geschwächte, junge Koi profitieren nach einer langen Reise vom Züchter bis zum Käufer von einem Salzbad. Es trägt zum Abschleimen und Freispülen der Kiemen bei und hilft, Stress zu reduzieren. 

Durch die Erhöhung des Salzgehaltes im Wasser entsteht ein osmotischer Druckunterschied. Wenn der Gehalt im Wasser höher ist als im Fischkörper, wird diesem durch den osmotischen Ausgleich Wasser entzogen. Dieser Effekt wirkt positiv auf den Energieverbrauch der Fische. Sie kommen nach längeren Transporten oder nach Erkrankungen durch die Salzbehandlung schneller zu Kräften.

Im Winter macht es jedoch keinen Sinn, den Teich aufzusalzen, da sich die Fische in der Winterruhe kaum bewegen und Ruhe benötigen.

Sollte man Koiteiche im Winter generell abdecken?

Im Winter spricht nichts gegen eine generelle Abdeckung des Koiteichs, auch wenn er zwei Meter Tiefe hat. Mit einer Abdeckung reduziert man Wärmeverluste des Wassers sowie mögliche starke Temperaturschwankungen.

Im Winter entsteht der größte Wärmeverlust durch den Wind, daher macht eine Teichabdeckung auch bei unbeheizten Teichen Sinn. Die bekanntesten Möglichkeiten sind Styroporplatten, Kunststoffbälle (PE) oder Noppenfolien.

Sind Teichheizungen für Koiteiche erforderlich?

Mit einer Teichheizung kann man den Übergang in die Winterruhe für die Koi verträglicher gestalten. So können frühzeitige Kälteeinbrüche abgefangen, Temperaturschwankungen abgefedert werden und die Dauer des Winters auf die Kernmonate Dezember bis Februar reduziert werden, die sich normalerweise durch relativ konstante Temperaturen auszeichnen.

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In den Wintermonaten sollte die Wassertemperatur zwischen vier und maximal acht Grad liegen. Tiefere Temperaturen sind dringend zu vermeiden, da diese für die Koi lebensgefährlich werden können. Höhere Temperaturen führen zu einer übermäßigen Mobilisierung von Energiereserven. Ende März darf und kann das Teichwasser dann wieder zwölf Grad und mehr erreichen. 

Wie sind Koi im Winter zu füttern?

Fische verringern in den Wintermonaten ihre Stoffwechselaktivität, um während dieser Winterruhe Energie zu sparen. Dementsprechend muss man die Tiere im Winter nur wenig füttern.

Falls man die Koi füttert, ist dies mit speziellem Winterfutter vorzunehmen, das den Temperaturverhältnissen angepasst ist. Dieses spezielle Winterfutter sinkt auf den Teichboden, und so müssen sich die Koi zum Fressen nur wenig bewegen und nicht extra an die kalte Wasseroberfläche kommen.

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