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Blutegel im Teich vernichten (Fischegel und Schneckenegel)

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Spricht man vom Blutegel, ist in der Regel der medizinische Blutegel gemeint, der schon seit Jahrhunderten zur Bekämpfung von Krankheiten verwendet wird. Immer wieder gelangen Egel in den Gartenteich. Sollte man Blutegel im Wasser finden, so handelt es sich dabei um einen Fischegel oder einen Schneckenegel. Diese Teichegel kann man gut erkennen und mit geeigneten Maßnahmen loswerden beziehungsweise vernichten.

Wie kommen Blutegel in den Teich?

Kein Gartenbesitzer möchte Egel im Teich haben und wundert sich, wie diese Tiere überhaupt in den Teich gekommen sind.

Der Schneckenegel gelangt meist als Laich mit Pflanzen und Steinen aus natürlichen Gewässern in den Gartenteich. Dort hält er sich tagsüber unter Steinen auf. Da er nicht schwimmen kann, bewegt er sich kriechend fort und befällt neben Wasserschnecken, die er gezielt sucht, auch Würmer und Insektenlarven. 

Der Fischegel kommt meist durch den Kauf von neuen Wasserpflanzen, an denen er sich angeheftet hat, in den Teich. Daher sollte man die neuen Pflanzen für 24 bis 48 Stunden in einem kleinen Gefäß wässern und die Pflanzen danach auf Fischegel und deren Eikokons absuchen. Erst dann sollten die Pflanzen in den Teich gesetzt werden.

Sind Blutegel im Teich gefährlich?

Schneckenegel und Fischegel saugen zwar Blut, aber befallen keine Menschen. Der Schneckenegel ernährt sich von Wasserschnecken und ist völlig harmlos. Dagegen befällt der bis zu 5 Zentimeter große Fischegel vor allem Teichfische mit geschwächtem Immunsystem.

In Gartenteichen kommt der Fischegel häufig vor, wogegen man ihn in fließenden Gewässern eher selten findet.

Blutegel vernichten: effektiv Fischegel im Teich bekämpfen

Mit seinem scheibenförmigen Saugnapf kann sich der Fischegel vor allem in den Wintermonaten an die sich im Teich befindenden Fische anheften, die sich aufgrund der kühleren Wassertemperatur wenig bewegen und sich überwiegend in der Nähe des Teichbodens aufhalten.

Sobald der Fischegel seinen Wirt ausgesaugt hat, fällt er ab und wartet auf den nächsten Fisch. Vor allem in Gartenteich mit einer erhöhten Nährstoffkonzentration fühlt sich diese Art wohl und vermehrt sich rasch. Fischegel können sich ab einer Wassertemperatur von 5 Grad fortpflanzen.

Eine Massenvermehrung von Fischegeln im Teich geschieht jedoch nur, wenn das biologische Gleichgewicht gestört ist.

Tipp: Um sicherzugehen, dass das Wasser in gutem Zustand ist, sollten Sie regelmäßig das Teichwasser testen.

Fischegel kann man effektiv bekämpfen, indem man ihnen die Nahrung entzieht und die Teichfische deshalb für einige Wochen in ein anderes Gewässer umsetzt, sofern das möglich ist.

Ein vorübergehendes Bad der Fische in Salz- oder Kalkwasser eignet sich perfekt zur Bekämpfung des Fischegels. Damit dem Fisch dabei kein zusätzlicher Schaden zugefügt wird, sollte bei der Durchführung ein Fachmann hinzugezogen werden. 

Ist das biologische Gleichgewicht im Gartenteich gestört, kann man dies mit ein paar einfachen Maßnahmen wieder herstellen:

  • abgestorbene Pflanzenteile und Totholz im Teich regelmäßig entfernen
  • stark wuchernde Pflanzen zurückschneiden
  • Schlamm vom Teichboden absaugen
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  • Fische hochwertig und abwechslungsreich füttern, um deren Abwehrkräfte stärken
  • Teiche an zu sonnigen Standorten beschatten
  • kalkhaltige Steine und Erden entfernen

Fischegel fangen

Leben im Teich bereits zu viele Fischegel, kann man sie mit einer einfachen, selbst gebauten Falle fangen und aus dem Teich entfernen. Die Fischegelfalle ist schnell gebaut und funktioniert ganz einfach:

  1. In eine saubere Blechdose bohrt man Löcher mit einem Durchmesser von 4 bis 6 Millimetern
  2. Nun gibt man ein Stück rohe Leber in die Dose
  3. Die Dose kommt nun für 24 Stunden in den Teich
  4. Der Duft der Leber lockt die Fischegel an und sie kriechen in die Dose. Haben sie sich satt gefressen, passen sie nicht mehr durch die Löcher und kommen nicht mehr heraus
  5. Jetzt entnimmt man die Dose wieder aus dem Teich und entsorgt diese mit den Egeln

Trivia: wissenswertes zu Blutegeln

Der Medizinische Blutegel ist für Menschen in der Regel nicht nur ungefährlich, sondern wird sogar als tierischer Helfer eingesetzt. Wenn er Blut saugt, gibt er gleichzeitig seinen Speichel ab, der mehr als 20 verschiedene Stoffe enthält. In der Medizin werden Blutegel zum Beispiel gegen Gürtelrose, Rheuma, Thrombosen, Tinnitus oder bei Transplantationen eingesetzt.

Die Therapie mit Blutegeln gehört zu den ältesten Heilmethoden in der überlieferten Medizingeschichte, wobei die ersten Überlieferungen aus der Zeit um 3.300 v. Chr. aus Mesopotamien stammen.

Erste eindeutige Schilderungen stammen aus der Zeit zwischen 100 und 600 v. Chr. und sind in der indischen Medizin zu finden. Auch die traditionelle chinesische Medizin (TCM) kennt die Blutegeltherapie, doch spielt sie dort immer schon eine eher untergeordnete Rolle.

In Europa war die Blutegeltherapie seit der Antike, ab etwa 200 v. Chr. bis ins 19. Jahrhundert ein unverzichtbarer Bestandteil der ärztlichen Therapie und der Volksmedizin. 

Zu welchen Behandlungen werden Blutegel eingesetzt

Bei der Blutegeltherapie werden die Tiere an geeigneter Stelle so angelegt, dass sie einen kleinen Aderlass von circa 8 bis 10 Milliliter Blut herbeiführen. Durch die im Speichel der Egel enthaltenen gerinnungshemmenden Substanzen kommt es zu Nachblutungen, die in seltenen Fällen bis zu 24 Stunden anhalten können.

Aufgrund der Gerinnungshemmung sowie der entkrampfenden und gefäßerweiternden Wirkung wird die Blutegeltherapie heute fast ausschließlich in der plastischen Chirurgie angewandt. Die Blutegel kommen vor allem bei Transplantationen von Ohren, Fingern, Zehen oder bei Hautverpflanzungen zum Einsatz. Durch die gerinnungshemmende Wirkung wird der venöse Abfluss des angestauten Blutes angeregt oder überhaupt erst ermöglicht, sodass die Reimplantate nicht abgestoßen werden oder absterben. 

In der Regel kommt es nach der rund einstündigen Behandlung zu einer leichten Schwellung der Bissstellen sowie oft zu starkem Juckreiz. Es kann zudem vorkommen, dass der Blutdruck sinkt und es zu einer Kreislaufschwäche kommt. Die Bissstellen verheilen im Normalfall innerhalb einiger Wochen, in seltenen Fällen bleiben jedoch kleine Narben zurück.

Es kann allerdings auf der anderen Seite die Gefahr bestehen, dass der Blutegel über seinen Speichel unter anderem Bakterien überträgt, wobei in diesem Punkt keine einheitliche Meinung besteht, ob eine Übertragung auf den Menschen tatsächlich stattfinden kann.

Um das Risiko einer Übertragung von Patient auf Patient zu vermeiden, werden die Blutegel unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet und jeder Blutegel wird nur einmal zur Behandlung eingesetzt.

Wie erkenne ich Blutegel?

Blutegel sind leicht an ihrem ovalen und nicht runden Körperquerschnitt zu erkennen. Ausgewachsene Tiere werden bis zu 15 Zentimeter lang. Bei hellem Licht oder bei Vorhandensein von Blut im Egel ist eine Rückenzeichnung zu erkennen.

Der in unseren Breiten vorkommende Blutegel ist bräunlich bis olivgrün gefärbt, hat sechs meist rötliche Längsstreifen auf dem Rücken sowie schwarze Flecken auf dem Bauch. Dagegen ist die Bauchseite des Ungarischen Blutegels einfarbig grün.

Blutegel werden erst mit 3 Jahren geschlechtsreif und können mehr als 30 Jahre alt werden.

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