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Teichwasser testen: 6 Möglichkeiten & einfache Anleitung

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Jeder Gartenteich enthält eine Vielzahl an aufgelösten Stoffen. Sobald jedoch ein biologisches Ungleichgewicht entsteht, kann dies für Teichbewohner und Wasserpflanzen ernsthafte Probleme bedeuten. Deshalb sollte man regelmäßig das Teichwasser testen. Die verschiedenen Möglichkeiten werden hier vorgestellt.

Warum und wie oft sollte man das Teichwasser testen

Ob großer Naturteich oder Miniteich – stehende Gewässer sind komplexe Biotope, die einer gewissen Pflege bedürfen und deren Qualität man regelmäßig überprüfen sollte. Denn oft ist unklar, warum der Teich ideal ist und warum man auf der anderen Seite grünes Wasser hat.

Wenn das Wasser durch beispielsweise Algen im Teich ständig trüb, grün oder milchig ist, wenn Schaum auf dem Wasser treibt oder Fische absterben, sind dies klare Zeichen dafür, dass das ökologische Gleichgewicht stark gestört ist.

Zu einem Ungleichgewicht kommt es durch einen erhöhten Nährstoffeintrag durch abgestorbene Pflanzenteile, eingeschwemmten Dünger, durch zu viel Fischfutter oder durch die Ausscheidungen der Fische.

Aber auch bei einem klaren Teich kann das Wasser giftige Substanzen enthalten. Ob der Gartenteich zum Beispiel mit Ammonium oder Nitrat belastet ist, kann man nicht sehen, sondern nur per Wassertest ermitteln. Auch deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle für jeden Teichbesitzer unerlässlich.

Mit der Reinigung des Teichs im Frühjahr ist auch die gründliche Kontrolle der Wasserqualität empfehlenswert. Ist der Teich neu angelegt, sollte man am Anfang alle 2 bis 3 Tage die im Wasser aufgelösten Stoffe überprüfen. Hierbei vor allem Karbonathärte, pH-Wert sowie Nitrat und Nitrit. Bleiben die Wasserwerte im Teich über einen Monat hinweg gut und stabil, wird in der Folge nur noch monatlich gemessen.

Teichwasser selber testen oder testen lassen?

Ab einer Wassertemperatur von 12 Grad beginnt die Arbeit im und am Gartenteich. Jetzt bietet sich auch die Gelegenheit, die Wasserwerte zu überprüfen. Man kann das sehr einfach und rasch selbst machen oder die entnommene Probe im Fachhandel untersuchen lassen.

Viele Teich- und Tierbedarfshandlungen oder Gartencenter bieten in der Regel gegen eine Gebühr eine genaue Analyse beziehungsweise Untersuchung an. Einige Dienstleister bieten gar einen Vor-Ort-Service bei der Wasseranalyse mit elektronischem Gerät an. 

Möchte man seine Wasserprobe extern überprüfen lassen, muss man einiges beachten. So sollte die Probe in einem fest verschließbaren Röhrchen sein und innerhalb von 24 Stunden untersucht werden. Da Werte wie Säure- oder Sauerstoffgehalt tagsüber Schwankungen unterliegen, kann es notwendig und ratsam sein, mehrere Proben zu unterschiedlichen Tageszeiten zu nehmen.

Unkomplizierter ist es aber, das Teichwasser selber zu testen. Der Handel bietet unter anderem spezielle Test-Sets an, die einfach anzuwenden sind und schnell ein Ergebnis liefern und zum Teil bereits Handlungsempfehlungen geben.

Auf welche Werte kann das Teichwasser getestet werden

Die Wassertest-Sets haben den Vorteil, dass man viele der im Teichwasser aufgelösten Stoffe bestimmen und unmittelbar handeln kann, sollte sich einer oder mehrere Werte nicht im erforderlichen Rahmen bewegen.

Für einen gesunden und klaren Teich sollte man 10 Parameter auf den jeweiligen Wert überprüfen:

  • Säuregrad des Wassers (pH-Wert): 6,5 bis 8,5
  • Gesamthärte, Grad deutsche Härte (GH, dH): 8 bis 10 Grad
  • Karbonathärte (KH): 6 bis 10 Grad
  • Sauerstoff: 5 bis 10 Milligramm pro Liter
  • Kupfer: weniger als 0,3 Milligramm pro Liter
  • Eisen: ideal 0,05 bis 0,1 Milligramm pro Liter
  • Ammonium/Ammoniak: 0 Milligramm pro Liter
  • Nitrit: 0 Milligramm pro Liter
  • Nitrat: maximal 25 Milligramm pro Liter
  • Phosphat: mehr als 0,05 Milligramm pro Liter

ph-Wert: Für Fische und Wasserpflanzen ist ein pH-Wert um 8 ideal. Diesen Wert kann man leicht konstant halten, da hier die Selbstreinigungskraft des Gartenteiches am größten ist.

Am besten misst man einmal morgens bei Sonnenaufgang und einmal abends nach Sonnenuntergang. Sollten die beiden Werte außerhalb der empfohlenen Werte liegen, kann dies an der Wasserstabilität, der Karbonathärte liegen.

Gesamthärte: Die Gesamthärte (GH) ist die Gesamtsumme der im Wasser gelösten Mineralien. Ob es sich um hartes oder weiches Wasser handelt, hängt von der Menge an Kalzium und Magnesium im Wasser ab. Hartes Wasser schadet dauerhaft technischen Geräte wie Pumpen oder Wasserspielen.

Da Fische und Pflanzen die im Wasser befindlichen Mineralien verbrauchen sinkt die Wasserhärte automatisch, weshalb man diesen Wasserwert kontrollieren muss. Der Mindestwert für ein gesundes Teichwasser für die Fische sollte eine Gesamthärte von 8 Grad haben, damit diese Prozesse nicht zum Stillstand kommen.

Karbonathärte: Karbonat stabilisiert den pH-Wert im Teichwasser, das verschiedene Mineralien aus dem Leitungs- oder Brunnenwasser enthält. Pflanzen, Algen und Mikroorganismen verbrauchen diese Mineralien im Laufe der Zeit und auch das Regenwasser verändert den Mineraliengehalt des Gewässers.

Sauerstoffgehalt: Bei gesunden Teichen liegt der Sauerstoffgehalt über 5 Milligramm pro Liter Wasser. Zu viel an Sauerstoff gibt es nicht und hohe Sauerstoffwerte wirken sich immer positiv den Gartenteich aus.

Da aber am Teichboden oft Sauerstoff fehlt, muss man auch die tieferen Wasserschichten prüfen. Der Sauerstoffgehalt sollte immer morgens gemessen werden, da er dann am niedrigsten ist.

Kupfer: Ein erhöhter Kupfergehalt ab 0,3 Milligramm pro Liter ist für Fische und andere Teichbewohner tödlich. Das tödliche Metall gelangt über das Einleiten von Regenwasser aus Dachrinnen aus Kupfer in den Teich. Auch nach dem Einsatz einiger Algenmittel tritt ein erhöhter Kupfergehalt auf.

Eisen: Bei Eisenwerten zwischen 0,05 und 0,1 Milligramm pro Liter gedeihen die Wasserpflanzen optimal. Ein erhöhter Eisengehalt ist aber wiederum für alle Teichbewohner eher negativ. Er entsteht oft durch die Verwendung von Brunnenwasser, das schädliche Schwermetalle enthalten kann.

Ammonium/Ammoniak: Nützliche Bakterien bauen im Teich und im Teichboden anfallenden Schmutz ab. Aus Eiweiß entsteht Ammonium (NH4) und Ammoniak (NH3). Dies wird weiterverarbeitet zu Nitrit (NO2) und dann weiter zu Nitrat (NO3).

In gesunden Teichen wird man nie bis sehr selten erhöhte Ammoniumwerte über 0,1 Milligramm pro Liter messen können. Ammonium selbst ist zwar ungiftig, wird aber über eine chemische Gleichgewichtsreaktion bei steigenden pH-Werten ab 7,0 zu einem immer größeren Prozentsatz zu giftigem Ammoniak umgewandelt. Dann muss ein Wasseraustausch erfolgen, bevor die Lebewesen im Teich absterben.

Bei neuen Teichen, nach großen Reinigungsaktionen oder auch nach dem Einsatz antibakterieller Heilmittel können die abbauenden Bakterien geschädigt sein und der Ammoniumgehalt im Wasser ansteigen.

Nitrit: Sobald man Nitrit nachweisen kann, ist dies ein extremes Alarmzeichen. Dann sollte man rasch herausfinden, warum Bakterien im Wasser das Nitrit nicht zu harmlosem Nitrat weiterverarbeitet haben. Ein Grund dafür kann Sauerstoffmangel sein.

Nitrit ist für Fische ab 0,3 Milligramm pro Liter giftig und ab etwa 0,5 Milligramm pro Liter meistens tödlich.

Nitrat: Im normalen biologischen Abbauprozess von Eiweiß entsteht Nitrit aus Ammonium und wird zu Nitrat weiterverarbeitet. Nitrat ist ungiftig, dient aber den Pflanzen und Algen als Nahrung. Je mehr Pflanzen im Teich sind, desto mehr Nitrat wird dem Teichwasser entzogen und steht den Algen nicht mehr als Nahrung zur Verfügung. Nitratwerte über 10 bis 20 Milligramm pro Liter fördern bereits das Algenwachstum. Auch in diesem Fall ist ein Austausch des Teichwassers ratsam.

Phosphat: Phosphat entsteht in der Regel aus organischen Substanzen wie absterbenden Blättern, zersetzendem Laub, absterbenden Pflanzenresten und überschüssigem Fischfutter. Aber auch minderwertiges Futter führt zu erhöhten Phosphatwerten, da es nicht optimal verdaut wird.

Phosphat wird nur von Pflanzen im Teich als Nährstoff aufgenommen und ist völlig harmlos für die Gartenteichbewohner, fördert jedoch als Hauptnährstoff den Algenwuchs.

Teichwasser testen: 6 Möglichkeiten & Anleitung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Teichwasser zu testen. Die Spanne reicht dabei von einfachen Stäbchentests und Tropfentests, über praktische Wasseranalyse-Koffer, bis hin zu aufwendigem technischem Equipment zur Untersuchung der Wasserwerte. Je nach Testart werden die einzelnen Parameter angezeigt.

  • Stäbchentest
  • Tropfentest
  • Test-Sets
  • elektronische Messung
  • digitale Messung
  • externer Anbieter

Möglichkeit 1: Stäbchentest

Das Stäbchen wird nur für eine Sekunde in das Teichwasser getaucht. Nach rund einer Minute vergleicht man die Farbfelder des sogenannten Quicksticks mit den Farbfeldern der beiliegenden Testkarte. Mit den Stäbchen kann man den pH-Wert, Gesamthärte, Karbonathärte, Nitrit, Nitrat und Chlor messen.

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Möglichkeit 2: Tropfentest

Der Tröpfchentest bestimmt sehr genau pH-Wert, Gesamthärte, Karbonathärte des Wassers. Er funktioniert ähnlich wie der Stäbchentest, indem man die Farbe der Probe mit der des Testfelds vergleicht.

Möglichkeit 3: Test-Sets

Die Wassertest-Sets, die man im praktischen Koffer kaufen kann, enthalten alle Tests, die man fürs Teichwasser benötigt. Diese Sets ermöglichen eine schnelle, einfache und präzise Analyse.

Das beiliegende Diagnoseprotokoll, in das die Wasserwerte eingetragen werden, gibt entsprechende Empfehlungen zur Behandlung des Teichwassers. Beim Phosphattest ist eine Haltbarkeits-Kontroll-Lösung inbegriffen.

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Möglichkeit 4: elektronische Messung

Ein elektronisches Handmessgerät ermöglicht die gleichzeitige Messung von Temperatur und pH-Wert und befindet sich in einem wasserdichten, robusten Gehäuse.

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Möglichkeit 5: externer Anbieter

In Teich- und Tierbedarfshandlungen oder Gartencentern kann man sein Teichwasser untersuchen lassen. Es gibt sogar Dienstleister, die vor Ort eine Wasseranalyse mit einem elektronischen Gerät anbieten. 

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