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Teich entfernen und trockenlegen: Anleitung & Kosten

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Immer wieder einmal kann es vorkommen, dass Gartenbesitzer ihren Teich entfernen und trockenlegen müssen. Wer seinen Teich in Eigenregie entfernt, kann dies Schritt für Schritt umsetzen und dabei etliche Kosten einsparen. Allerdings gibt es vor und während der Teichentfernung einiges zu beachten.

Ist das Teichentfernen erlaubt beziehungsweise benötigt man eine Genehmigung?

Größere Gartenteiche mit einem Wasservolumen ab 100 Kubikmeter oder einer Grundfläche ab circa 100 Quadratmeter sind je nach Bundesland genehmigungspflichtig. Das heißt, dass bei der zuständigen Ortsbehörde ein Bauantrag gestellt werden muss, wenn man einen Gartenteich künstlich anlegt.

Je nach Bundesland kann eine Genehmigung zum Entfernen des Teichs notwendig sein. Am besten informiert man sich vor dem Rückbau über die entsprechenden Regeln beim zuständigen Bauamt. Haben sich im Teich Frösche angesiedelt, muss man sich unbedingt mit der Naturschutzbehörde, die oft dem Landratsamt angegliedert ist, in Verbindung setzen. Denn laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Amphibien zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihren Lebensraum zu zerstören. Das Entnehmen von Fröschen aus dem Teich darf nur von der Fachbehörde vorgenommen werden.

Gartenteich entfernen: in 8 Schritten

Wenn sich im Herbst die meisten Teichbewohner auf ihre Winterruhe vorbereiten, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, den Gartenteich zu entfernen. Dies gelingt in 8 einfachen Schritten.

Schritt 1: Tiere und Pflanzen entfernen

Zunächst müssen im Gartenteich lebende Teichbewohner sowie die Wasserpflanzen entfernt werden. Da man Amphibien wie Frösche oder Molche nicht umsiedeln darf, sollte man im Vorfeld die Naturschutzbehörde kontaktieren.

Damit man Fische leichter mit dem Kescher einfangen kann, lässt man den Teich am besten mit einer Schmutzwasserpumpe bis zur Hälfte ab. Die Fische und die Wasserpflanzen setzt man in andere Gefäße um, bevor man sie über Kleinanzeigenportale verschenkt oder verkauft. Eventuell kann man Pflanzen und Fische auch bei einem Fachhändler vor Ort zurückgeben.

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Schritt 2: Teichwasser abpumpen

Wurden alle Teichbewohner fachgerecht entnommen, wird das Wasser vollständig abgelassen. Hierzu verwendet man am besten eine Schmutzwasserpumpe, die man abhängig vom Modell entweder außerhalb oder innerhalb des Teichs einsetzen kann. Eine normale Gartenpumpe verwendet man nur, wenn sie ein Sieb hat.

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Schritt 3: Restwasser ablassen

Damit das restliche Wasser, das man nicht abpumpen konnte, abfließen kann, durchsticht man die Teichfolie an mehreren Stellen mit einem scharfen Messer. Bei betonierten Teichen schlägt man mit einem Vorschlaghammer Löcher in Boden, damit das Wasser absickern kann.

Schritt 4: Restliche Pflanzen entsorgen

Im Laufe von vielen Jahren kann man einen zugewachsenen Teich vor allem in der Rand- und Uferbepflanzung bekommen. Dabei kann es notwendig werden, dass man größere Pflanzen mit der Axt zerhacken muss. Die Pflanzenreste und nicht mehr verwertbaren Wasserpflanzen kommen auf den Kompost.  

Schritt 5: Teichschlamm entfernen

Nach 2 bis 3 Tagen entfernt man den Teichschlamm, der sich in getrocknetem Zustand leichter heraus schaufeln lässt. Da Teichschlamm organischer Abfall aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Resten von Fischfutter oder Fischausscheidungen ist, kann der Schlamm ebenfalls auf den Kompost.

Hat sich viel Schlamm angesammelt oder man hat eine größere Menge an Teichschlamm, weil das Gewässer groß ist, muss er zum Beispiel auf einem Recyclinghof entsorgt werden.

Leseempfehlung: Teichschlamm entsorgen

Schritt 6: Kies und Steine entfernen

Aus dem trockengelegten Teich entnimmt man nun den Kies, den man in die Saugsperre oder in die Flachwasserzone eingebaut hat und lagert das Material zum späteren Verfüllen der Teichgrube an der Seite. Auch größere Steine dienen wieder als Auffüllmaterial.

Schritt 7: Folie und Vlies entfernen

Wenn der Teich komplett leer geräumt ist, zieht man die Folie heraus. Bei größeren Teichen kann das Herausziehen am Stück allein schon durch das Gewicht der Folie schwierig bis unmöglich werden. Mit einem Spaten oder einem scharfen Messer zerhackt oder zerschneidet man deshalb die Folie in handliche Stücke.

Folien aus Polyethylen (PE) oder Kautschuk (EPDM) können wie Fertigteichschalen aus Kunststoff samt Teichvlies auf dem Recyclinghof entsorgt werden. PVC-Folien dagegen zählen zum Sondermüll. Beton oder Mauerwerk gelten als Bauschutt und muss in der Regel kostenpflichtig abgegeben werden.

Schritt 8: Teichgrube verfüllen

Abschließend wird die Grube mit geeignetem Material aufgefüllt. Auf den ehemaligen Tiefwasserbereich gibt man eine circa 30 Zentimeter dicke Kiesschicht, die als Drainage dient. Danach wird mit Gartenerde aufgefüllt, wobei eine dicke Schicht Mutterboden auf die letzten 30 Zentimeter kommt. Um den Mutterboden wasserdurchlässiger zu machen, kann man etwas Sand untermischen.

Beim Auffüllen des Teichs ist darauf zu achten, dass das Füllmaterial alle 30 Zentimeter mit der Rüttelplatte verdichtet wird.

Gartenteich selber entfernen: Kosten

Die Kosten hängen immer davon ab, wie groß der Teich ist und was man mit dem zugeschütteten Bereich plant. Bei einem Teich mit einer Größe von 10 Quadratmetern mit einer maximalen Tiefe von 120 Zentimeter kalkuliert man mit Gesamtkosten von knapp 500 Euro.

Für den Rückbau des Gartenteichs werden 10 Tonnen Kies benötigt, die inklusive Anlieferung circa 250 Euro kosten. Für 3,5 Tonnen Mutterboden rechnet man mit 70 Euro, und die Mietkosten für eine Rüttelplatte liegen für eine Woche bei geschätzt 180 Euro.

Die Kosten können natürlich variieren, wenn man andere Materialien verwendet oder die Anlieferung günstiger oder teurer ist. Hat man einen Gartenteich mit Bachlauf, so wird es natürlich etwas teurer.

Beim Kies kann man auch sparen, indem man beim Rückbau des Teichs den Kies aus der Kapillarsperre oder der Flachwasserzonen zum späteren Auffüllen zwischenlagert. 

Bei kleineren Teichen kann man das Material eventuell selbst besorgen und transportieren. Hierbei fährt man beim Baustoffhändler meistens günstiger, als wenn man das Material im Baumarkt kauft.

Hat man eine größere Menge an Teichschlamm zu entsorgen, können hierfür Gebühren anfallen, da je nach Wohnort Teichschlamm nur als Rest- oder Sondermüll angenommen wird. Oftmals kann der Teichschlamm aber in Kompostieranlagen kostenlos abgegeben werden. In einigen Städten und Orten ist es erlaubt, den Schlamm unter Spülung mit Wasser direkt in die Kanalisation zu entsorgen.

Auch Bauschutt und Kunststoffe wie die Teichfolie müssen fachgerecht entsorgt werden, was je nach Region kostenpflichtig ist.

Gartenteich entfernen lassen: Kosten

Möchte man seinen Gartenteich von einer externen Firma entfernen lassen, so kommen zu den Materialkosten noch Lohnkosten und die Miete für Geräte wie Rüttelplatte oder Minibagger hinzu.

Die Kosten kann man deutlich senken, wenn man so viel wie möglich in Eigenregie macht. So kann man viele Arbeiten wie das Entfernen von Teichbewohnern, Wasserpflanzen und Teichfolien übernehmen und den Teich auch selbst abpumpen.

Es ist üblich, dass die Fachfirmen einen Kostenvoranschlag erstellen, weshalb man sich von mehreren Fachbetrieben eine Kostenübersicht besorgen sollte und eine Auswahl hat.

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