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Den Teich vergrößern: In 19 einfachen Schritten

Plitschnass » Den Teich vergrößern: In 19 einfachen Schritten

Einen bestehenden Teich kann man nachträglich jederzeit umbauen oder erweitern. Dabei kann man die Erweiterung in den alten Teich integrieren, oder aber den Teich komplett neu anlegen. Eine Vergrößerung des Teichs gelingt in 19 einfachen Schritten:

Schritt 1: Fische entnehmen

Im ersten Schritt werden Fische und andere Teichbewohner mit einem Kescher aus dem Teich entnommen. Die Fische kommen dann in ein ausreichend großes Gefäß, das mit dem Teichwasser gefüllt ist, und bekommen einen schattigen Platz.

Dieses Wasser wird später wieder benötigt. Würde beim Befüllen des neuen Teichs nur Leitungswasser verwendet, wäre dies für die Fische ein Schock und damit schädlich. Das alte Teichwasser beschleunigt zudem, dass sich im neuen Teich ein biologisches Gleichgewicht einstellt.

Schritt 2: Pflanzen entnehmen

Mit dem Kescher entfernt man zunächst von der Wasseroberfläche Blätter, Blüten, Algen, abgestorbene Pflanzenteile und andere Verschmutzungen. Die gelben Blätter von Seerosen und anderen Schwimmpflanzen schneidet man mit der Teichschere zurück.

Die Wasserpflanzen werden wie die Fische entnommen und in ausreichend große Gefäße mit Teichwasser gesetzt. 

Schritt 3: Teichtechnik entnehmen

Hat man in seinem Gartenteich eine Filteranlage mit Pumpe sowie zusätzliche Technik im Einsatz, so wird auch diese entnommen. Die Technik reinigt man idealerweise mit dem Wasser aus dem Teich und setzt sie ebenfalls in mit Teichwasser gefüllte Eimer.

Schritt 4: Teich abpumpen

Der alte Teich wird nun leergepumpt. Dies funktioniert am schnellsten mit einer Saugpumpe oder einer Schmutzwasserpumpe.

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Schritt 5: Reinigung mit dem Schlammsauger

Möchte man einen Folienteich vergrößern, entfernt man am besten die komplette alte Folie, da das Ankleben oder Anschweißen von Folie für die Erweiterung schwieriger ist, als eine neue Folie einzusetzen, die man bei einer Fachfirma mit den Maßen des neuen Teichs in der richtigen Größe bekommt. Oft ist ein alter Teich schon so in die Jahre gekommen, dass die Folio porös ist. Außerdem müsste die neue Folie dieselbe Stärke und Qualität der bereits verlegten Folie haben.

Die alte Folie wird auf dem Recyclinghof entsorgt.

Mithilfe eines Schlammsaugers werden Verschmutzungen problemlos gelockert und gleichzeitig entfernt. Damit beseitigt man hartnäckige Ablagerungen, Fadenalgen oder abgestorbene Pflanzenreste sowie den Schlamm vom Teichboden.

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Schritt 6: Teich komplett entleeren

Neben dem Schlamm, den man zwischenlagern oder als Dünger verwenden kann, werden auch Steine, Platten oder Kiesel aus dem Teich entnommen, gereinigt und zur Seite gestellt, um sie später wieder einbauen.

Schritt 7: neue Grundfläche festlegen

Auf der ausgewählten Fläche an einem halbschattigen Platz steckt man die Erweiterung des Teichs mit Holzpflöcken ab oder markiert den Umriss mit Sand oder einem Gartenschlauch. 

Schritt 8: Kapillarsperre einplanen

Damit kein Saugeffekt durch Erde am Teichrand entsteht, muss auch bei der Vergrößerung die Saugsperre, die sogenannte Kapillarsperre einkalkuliert werden. Diese besteht aus einem 20 mal 20 Zentimeter tiefen Graben um den Teich herum, der später mit Kies aufgefüllt wird. 

Schritt 9: Verschiedene Tiefenzonen markieren

Nachdem die Vergrößerung markiert ist, werden die verschiedenen Zonen mit ihren unterschiedlichen Wassertiefen festgelegt und markiert. Dies ist wichtig, da Wasserpflanzen nur in bestimmten Tiefen gut gedeihen.

Die flache Sumpfzone am Teichrand ist zwischen 10 und 20 Zentimeter tief. Anschließend kommt die 40 bis 50 Zentimeter tiefe Flachwasserzone. Die Tiefwasserzone sollte zwischen 90 und 120 Zentimeter betragen.

Schritt 10: Vergrößerung des Gartenteichs ausheben

Zunächst hebt man nun die Erde der äußeren Zone, der Sumpfzone, aus. Danach entnimmt man den Boden der nächsttieferen Teichzonen bis hin zur tiefsten Stelle mit dem Teichmittelpunkt. Die Übergänge gestaltet man stufenartig, aber nicht zu steil, sondern eher sanft. 

Schritt 11: Untergrund säubern

Den Teichboden, die Tiefenzonen und die Seitenwände befreit man sorgfältig von Wurzeln. Auch spitze Steine müssen entfernt werden, da diese nach dem Befüllen mit Wasser durch den entstehenden hohen Druck die Folie beschädigen können.

Ist der Untergrund recht steinig, hebt man alle Schichten ungefähr zehn Zentimeter tiefer aus und bringt eine entsprechende starke Schicht aus gewöhnlichem Bausand ein.

Schritt 12: Bedarf an Folie und Wurzelschutzvlies ermitteln

Nachdem der neue Teichbereich ausgehoben wurde und die einzelnen Pflanzzonen modelliert wurden, wird die Menge der benötigten Teichfolie und des Wurzelschutzvlies ermittelt. Hierzu legt man an der jeweils breitesten und längsten Stelle ein Maßband durch den Teich (inklusive Teichrand mit der Saugsperre) und addiert zur Länge und Breite zusätzlich weitere 60 Zentimeter.

Die Folie für den Beispielteich benötigt eine Stärke von 1,5 Millimeter und besteht aus PVC oder Polyethylen.

Da das Vlies am besten doppelt verlegt wird, braucht man davon die doppelte Menge.

Schritt 13: Schutzvlies einbringen

Das Wurzelschutzvlies legt man direkt auf die Erde. Die Bahnen der zwei Meter breiten Rollen überlappt man rund 20 Zentimeter. Ideal ist es, wenn die Vliesbahnen über Kreuz doppelt verlegt werden, wodurch die Teichfolie optimal geschützt wird.

Schritt 14: Sand einbringen

Im nächsten Schritt wird auf den verschiedenen Tiefenzonen eine etwa fünf Zentimeter starke Sandschicht aus gewöhnlichem Bausand eingebracht. Den Sand gibt es zum Beispiel in Säcken beim Baumarkt.

Schritt 15: Teichfolie verlegen

Zuerst wird die neue Folie ausgebreitet und über die Teichmulde gezogen. Da Teichfolie über ein entsprechendes Gewicht verfügt, sollte man mindestens zu zweit, besser zu dritt sein.

Die Folie zieht man danach glatt und beseitigt so gut es geht Falten. Dies geht leichter, wenn die Außentemperatur mindestens 15 Grad beträgt, da das Material dann sehr flexibel ist.

Nach Glattziehen der Folie schneidet man die Ränder so ab, dass noch ein großes Stück übersteht. Die überstehenden Bereiche beschwert man mit Steinen und Erde. Dies ist ein zusätzlicher Schutz vor Wurzeln stark wuchernder Pflanzen und schützt die Folie vor schädlichem UV-Licht.

Schritt 16: Wasser in den Gartenteich einlassen

Nun wird Wasser in den Teich geleitet, wobei sich Leitungswasser ausgezeichnet eignet. Durch das Gewicht des Wassers glättet sich die Folie noch und passt sich dem Untergrund an.

Es ist völlig normal, dass das Teichwasser nach dem ersten Befüllen eingetrübt ist. Das Wasser klart aber nach ein bis zwei Tagen von selbst auf.

Schritt 17: Pflanzen einsetzen

Ab einer konstanten Außentemperatur von mindestens 10 Grad, was meist schon Ende April der Fall ist, können unempfindliche Pflanzen wieder eingesetzt werden. Der bessere Zeitpunkt ist aber für die meisten Pflanzen ab Mitte Mai.

Schritt 18: Teichpumpe beziehungsweise Filteranlage einbauen

Die Pumpe wird knapp über dem Teichboden aufgestellt und mit einem Schlauch mit dem Filter verbunden, der oberhalb der Wasserlinie am Teichufer steht.

Schritt 19: Fische einsetzen

Bis sich im neuen Teich das biologische Gleichgewicht eingestellt hat, können mehrere Wochen vergehen. Erst dann kann man seine Fische wieder umsetzen. Dabei sollte das neue Teichwasser nicht kälter oder wärmer als drei Grad sein, als das Wasser, in dem die Fische während der Teichvergrößerung gelebt haben. 

Idealerweise legt man das Gefäß mit den Fischen vorsichtig in den Teich. Nach einer Weile kann sich die Temperatur des Wassers im Gefäß der Temperatur des Teichwassers anpassen. Dann kippt man das Gefäß leicht, damit ein wenig Teichwasser hineinläuft. Dann wartet man ein paar Minuten ab und wiederholt den Vorgang so lange, bis das Gefäß fast voll ist und die Fische von allein in den Teich schwimmen können.

Auf jeden Fall sollte die Temperatur des Teichwassers und des Wassers im Gefäß nachmessen. Die beste Zeit ist vormittags oder am späten Nachmittag. In der Mittagshitze sollte man keine Fische einsetzen.

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