Die Steinbach Filteranlage Comfort 50 ist der Punkt, an dem die Baureihe selbstansaugend wird. Die Pumpe hat einen Vorfilterkorb, zieht das Wasser eigenständig an und darf deshalb auch oberhalb des Wasserspiegels stehen.
Die Leistungsdaten: 450 Watt, 8.500 Liter pro Stunde reine Pumpenleistung, 6.600 Liter Umwälzleistung durch das gefüllte Filterbett. Der Hersteller gibt das Becken bis 33.000 Liter frei.
Wir haben geprüft, was der Vorfilter im Alltag wirklich bringt, wo die Grenze der 6.600 Liter liegt und warum das fehlende Zeitschaltwerk bei dieser Anlage stärker ins Gewicht fällt als bei der kleineren Classic.
Steinbach Filteranlage Comfort 50
Der Vorfilter ist der eigentliche Zugewinn gegenüber der Classic-Reihe: freie Aufstellung und weniger Grobschmutz im Kessel.
Spricht dafür
- Selbstansaugende Pumpe mit Vorfilterkorb
- 6.600 Liter Umwälzleistung
- Freier Aufstellort, auch über dem Wasserspiegel
- Manometer serienmäßig
- Sand oder Filter Balls möglich
- Salzwassergeeignet bis 5 Gramm je Liter
Spricht dagegen
- Kein integriertes Zeitschaltwerk
- 450 Watt Leistungsaufnahme
- Filtermedium nicht enthalten
- Der Vorfilterkorb muss regelmäßig geleert werden
- Deutlich hörbar im Betrieb
- Für welche Becken?
- Bis etwa 33.000 Liter.
- Wie viel wälzt sie um?
- 6.600 Liter pro Stunde.
- Ist sie selbstansaugend?
- Ja, mit integriertem Vorfilter.
- Hat sie eine Zeitschaltuhr?
- Nein, dieses Modell nicht.
Was die Comfort 50 technisch ausmacht
Selbstansaugend heißt: Im Pumpengehäuse sitzt ein Behälter, der beim ersten Start mit Wasser gefüllt wird. Die Pumpe kann daraus die Luft aus der Saugleitung ziehen und sich selbst in Gang setzen. Der Vergleich der Bauarten steht im Sandfilteranlage Test.
Praktisch bedeutet das zwei Dinge. Erstens darf die Anlage höher stehen als der Wasserspiegel, was bei teilversenkten Becken und bei Aufstellung auf einer Terrasse den Unterschied macht. Zweitens hängt im Vorfilterkorb ein Sieb, das Laub und Insekten abfängt, bevor sie in den Kessel gelangen.
Bei der Leistung ist die Rechnung schlicht. 6.600 Liter pro Stunde wälzen ein Becken von 25.000 Litern in knapp vier Stunden um. Zweimal täglich sind knapp acht Stunden Laufzeit. Bei 33.000 Litern werden daraus zehn Stunden, und die Anlage läuft praktisch den ganzen Tag.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Filterkessel mit Mehrwegeventil
- Selbstansaugende Pumpe mit 450 Watt
- Vorfilterkorb
- Manometer
- Anschlussstücke 32 und 38 Millimeter
- Bedienungsanleitung
Das ist nicht dabei
- Filtersand oder Filter Balls
- Schläuche
- Zeitschaltuhr
- Rückspülschlauch
- Untergestell
Das Filtermedium ist separat zu kaufen. Für diesen Kessel sind rund 20 Kilogramm Quarzsand der Körnung 0,4 bis 0,8 Millimeter vorgesehen, alternativ etwa 500 Gramm Filter Balls. Was welches Material leistet, steht im Ratgeber zum Pool Filtersand.
Bei den Schläuchen führt bei dieser Leistungsklasse kaum ein Weg an 38 Millimetern vorbei. Mit 32 Millimetern verschenkt man Durchsatz, gerade auf längeren Wegen.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Selbstansaugend, damit freier Aufstellort
- Vorfilterkorb hält Grobschmutz zurück
- 6.600 Liter Umwälzleistung
- Manometer serienmäßig
- Sand und Filter Balls möglich
- Salzwassergeeignet
- Beide Anschlussgrößen
- Ersatzteile langfristig verfügbar
Spricht dagegen
- Kein Zeitschaltwerk
- 450 Watt im Dauerbetrieb
- Filtermedium fehlt
- Vorfilterkorb braucht regelmäßige Kontrolle
- Ab 30.000 Litern sehr lange Laufzeiten
- Hörbar im Betrieb
Alternativen zur Comfort 50
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Umwälzleistung gegen Beckenvolumen rechnen. Zwei Umwälzungen am Tag sind die Faustregel. Teilen Sie das Beckenvolumen durch 6.600, dann verdoppeln Sie das Ergebnis, und Sie haben die tägliche Laufzeit.
Zeitschaltuhr separat einplanen. Dieses Modell hat keine. Eine Außensteckdose mit Zeitschaltung kostet wenig und verhindert, dass die Anlage rund um die Uhr läuft.
38-Millimeter-Schläuche nehmen. Der geringere Widerstand macht bei dieser Leistungsklasse mehrere hundert Liter pro Stunde aus, siehe Poolschlauch Test.
Auf den Stellplatz achten. Selbstansaugend heißt nicht beliebig. Mehr als ein Meter über dem Wasserspiegel sollte es nicht sein, sonst dauert das Ansaugen unnötig lang.
Häufige Fragen
Für welche Beckengröße reicht die Comfort 50?
Bis etwa 33.000 Liter laut Hersteller. Angenehme Laufzeiten ergeben sich bis rund 25.000 Litern.Was bedeutet selbstansaugend genau?
Die Pumpe zieht das Wasser eigenständig an und darf über dem Wasserspiegel stehen. Beim ersten Start muss der Vorfilterbehälter einmal mit Wasser gefüllt werden.Wie viel Sand wird gebraucht?
Etwa 20 Kilogramm Quarzsand mit einer Körnung von 0,4 bis 0,8 Millimetern.Kann man Filter Balls verwenden?
Ja, dafür genügen rund 500 Gramm. Sie wiegen weniger und lassen sich waschen.Hat die Anlage eine Zeitschaltuhr?
Nein, dieses Modell hat keinen integrierten Timer. Eine externe Zeitschaltuhr übernimmt die Aufgabe.Wie oft muss zurückgespült werden?
Wenn der Druck am Manometer etwa 0,3 bar über den Ausgangswert steigt, in der Praxis meist wöchentlich. Der Ablauf steht unter Sandfilteranlage rückspülen.Wie oft muss der Vorfilterkorb geleert werden?
Alle zwei bis drei Tage, bei Laubfall häufiger. Ein voller Korb kostet Durchsatz.Wie wird die Anlage überwintert?
Kessel, Pumpengehäuse und Vorfilter vollständig entleeren, Ventil auf Wintereinstellung und frostfrei lagern.Lohnt sich die Steinbach Comfort 50?
Steinbach Filteranlage Comfort 50
Für ein Becken zwischen 15.000 und 25.000 Litern ist die Comfort 50 die naheliegende Wahl. Die Selbstansaugung nimmt dem Aufbau die größte Unsicherheit, der Vorfilterkorb hält den Kessel sauber, und die Umwälzleistung passt zur angegebenen Beckenklasse.
Das fehlende Zeitschaltwerk ist der einzige echte Kritikpunkt, und der lässt sich für wenig Geld mit einer Außensteckdose beheben. Wer über 30.000 Liter kommt, greift besser zur Comfort 75, siehe Gartenpool Test für die Volumenberechnung.
Weiterlesen zur Poolfilterung
- Sandfilteranlage im Test
- Poolpumpe im Test
- Sandfilteranlage rückspülen
- Pool Filtersand
- Comfort 50 oder 75






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