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Teichtechnik: Die richtige Technik für den Gartenteich

Plitschnass » Teichtechnik: Die richtige Technik für den Gartenteich

Mit einem eigenen Teich erfüllt sich so mancher Gartenbesitzer einen Traum. Ob kleiner oder großer Teich, ein Gartenteich, mit oder ohne Fische, oder ob richtiger Schwimmteich: Damit ein ökologisches Gleichgewicht im Teich herrscht und man und sauberes und klares Wasser hat, muss das Gewässer je nach Funktion mit der passenden Teichtechnik versehen werden.

Für einen funktionierenden Teich muss die Technik der Größe und den Anforderungen angepasst sein, weshalb vor dem Kauf hochwertiger Teichtechnik einige Punkte beachtet werden sollten. 

Welche Technik für den Gartenteich wichtig ist

Je nach Nutzung und Größe des Teichs ist ein bestimmtes Zubehör oder ein komplettes Technikset notwendig. Sobald man Fische hält, muss man auf jeden Fall einen Filter oder eine Filteranlage zur Reinigung von Gartenteichen einsetzen. Folgende hochwertige Teichtechnik ist für den Gartenteich aber auf jeden Fall wichtig:

Teichpumpe

Teichpumpen befördern das Wasser in der Filteranlage, wo dieses biologisch und mechanisch gereinigt werden kann. Mit manchen Pumpen kann man einen Bachlauf betreiben, andere versorgen stimmungsvolle Wasserspiele mit Wasserfontäne und LED-Beleuchtung. Die Auswahl der richtigen Pumpe sowie die passende Kombination aus Pumpe sowie Filter entscheiden über die Wasserqualität und somit für einen klaren Teich. 

Die Pumpe muss so gewählt werden, dass die maximale mögliche Pumpleistung beziehungsweise die maximale Durchflussmenge des Teichfilters nicht überschritten wird. Andernfalls kann der Teichfilter überlaufen und beschädigt werden. Deshalb wählt man zuerst den Teichfilter passend zur Teichgröße aus und passt daran die Leistung der Pumpe an.

Der entscheidende Faktor beim Kauf einer Teichpumpe ist die Umwälzrate, also wie häufig das Wasser in einer Stunde aufgefrischt werden muss. Für Fischteiche empfiehlt sich in der Regel eine Rate von einmal stündlich oder einmal alle zwei Stunden. Bei einem Teich mit einer Wassermenge von 10.000 Litern, der jede Stunde umgewälzt werden muss, ist also eine Pumpe mit einer Förderleistung von 10.000 Liter pro Stunde nötig.

Bei der Auswahl der Teichpumpe sollte man neben dem Leistungswert auch auf den Energieverbrauch und die Langlebigkeit der Pumpe achten. Da eine Teichpumpe in den meisten Fällen 24 Stunden lang und jeden Tag läuft und somit teilweise hohe Kosten verursachen kann, sollten am besten energiesparende Modelle zum Einsatz kommen.

UV-C-Lampe

Bei einer UV-C-Lampe, auch UV-C-Klärer genannt, passiert das verschmutzte Wasser diesen Filter, durch dessen UV-C-Strahlung schädliche Bakterien absterben. Die Lampe leistet somit einen wertvollen Beitrag für die Wasserqualität und einen sauberen Teich. Außerdem sorgt die Strahlung dafür, dass feinste Grünalgen im Wasser verklumpen und vom Teichfilter besser aus dem Wasser herausgefiltert werden. 

Ratsam ist der regelmäßige Einbau einer neuen UV-C-Röhre, da diese mit rund 3.500 Betriebsstunden nur eine begrenzte Lebensdauer hat. Es ist deshalb empfehlenswert, die UV-C-Lampe jedes Jahr zu erneuern.

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Teichschlammsauger

Ein Schlammsauger gehört zur notwendigen Ausstattung bei der regelmäßigen Reinigung des Gartenteichs. Ein Teichschlammsauger arbeitet wie ein Nass-Trocken-Sauger, mit dem man auch große Blätter und Algenklumpen aus dem Wasser entfernen kann.

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Mit dem Teichsauger kann man zudem die Schlammschicht am Grund des Teiches abschöpfen. Im Fischteich sollte der Teichsauger nur einmal zur gründlichen Herbst-Reinigung eingesetzt werden, um unnötigen Stress für die Fische durch die Umsiedlung zu vermeiden. Blätter und Algen entfernt man deshalb besser regelmäßig mit einem Kescher ab.

Beim Kauf von Teichschlammsaugern sind mehrere Aspekte wichtig:

Größe des Teichs

Für kleinere Teiche mit einer Menge von bis zu rund 1.000 Liter Wasser (ein Kubikmeter) kann man einen einfachen Schlammsauger mit oder ohne Auffangbehälter verwenden. Nutzt man einen Teichsauger mit Aufnahmebehälter, so sollte dieser groß genug sein, dass man ihn nicht ständig entleeren muss. Eine Aufnahmemenge von 25 bis 35 Litern ist bei kleinen Teichen meist ausreichend.

Bei größeren Teichen mit zwei Metern Tiefe und mehr greift man besser zu einem Gerät mit Zwei-Kammer-System. Die beste Wahl bei großen Teichen ist aber ein Teichschlammsauger mit sogenannter Impeller-Pumpe.

Leistung

Teichschlammsauger laufen über eine motorbetriebene Pumpe. Je höher die Motorleistung, desto besser ist die Saugleistung und die Ansaugtiefe. Bei der Leistung berücksichtigt man die Größe und Tiefe des Teichs. Ein leistungsfähiges Gerät lohnt sich aber auch bei kleineren Teichen, da man effizienter arbeiten kann.

Die Leistung des Saugers sollte auch bei kleinen Gartenteichen nicht unter 1.500 Watt liegen, für mittelgroße Teiche und größere Gewässer sind mindestens 2.000 Watt empfehlenswert.

Saugkraft und Förderleistung

Wie effizient ein Gerät arbeitet und wie viel Zeit man zur Reinigung investieren muss, hängt von der tatsächlichen Saugkraft und Förderleistung ab. Für einen mittelgroßen bis großen Gartenteich ab fünf Quadratmeter und mehr liegt die ideale Förderleistung bei 5.000 Liter pro Stunde.

Reichweite der Schläuche

Damit man den Teichboden erreichen und reinigen kann, müssen der Ansaugschlauch und das Ansaugrohr ausreichend lang sein. Die Ansaughöhe gibt die Differenz zwischen Wasserspiegel und Höhe der Pumpe an und darf nicht mit der maximalen Saugtiefe verwechselt werden.

Die Schläuche müssen auch so lang sein, dass man vom Ufer aus alle Stellen im Teich erreichen kann. Für kleine Teiche benötigt man mindestens drei Meter, für größere Teiche mindestens fünf Meter.

Ansaugdauer

Die Zeit, die der Sauger benötigt, die Luft aus dem Ansaugschlauch zu verdrängen, nennt man Ansaugzeit oder Ansaugdauer. Je schneller das geschieht, desto schneller wird der Schlamm eingesaugt. Eine kurze Ansaugdauer spart also Zeit beim Reinigen des Teichs.

Kabellänge

Die Länge des Stromkabels spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und ist davon abhängig, wie weit der Teich von der nächsten Steckdose entfernt ist. Bei einem großen Abstand zwischen Teich und Steckdose sollte man eine Kabeltrommel oder ein Verlängerungskabel verwenden.

Zubehör

Je nach Modell sind diverse Rohrverlängerungen, Düsen oder Saugköpfe sowie ein separater Auffangsack für größere Partikel und Blätter bereits im Lieferumfang enthalten.

Qualität

Teichschlammsauger werden zur regelmäßigen Reinigung des Gartenteichs eingesetzt und sollten deshalb robust und langlebig sein. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Kunststoff dick und stabil ist und nur rostfreie Materialien verbaut sind. Ein gutes Gerät muss gut verarbeitet sein, alle Einzelteile müssen fest sitzen und der Teichschlammsauger muss eine hohe Standfestigkeit haben.

Wartung

Viele Schlammsauger sind mit mehreren Filtern ausgestattet, mindestens aber mit einem Vorfilter. Dieser schützt die Pumpe vor dem Ansaugen von Gegenständen und großen Schmutzpartikeln. Die im Teichsauger eingebauten Filter müssen regelmäßig gereinigt werden, weshalb eine gute Zugänglichkeit zum Inneren des Saugers vorteilhaft ist.

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Belüfterpumpe

Bei einem naturnahen Teich ohne Fischbesatz benötigt man im Grund keinen Filter. Durch eine gute und die richtige Bepflanzung bleibt das Wasser klar. Die Pflanzen entziehen dem Wasser Nährstoffe, um eigene Biomasse aufzubauen. Damit übernehmen sie eine Filterfunktion. Auch die Bakteriengemeinschaft an den Wurzeln sorgt für eine Filterung der im Wasser befindlichen Stoffe. 

Probleme kann es jedoch an heißen Sommertagen geben. Wenn sich das Wasser erwärmt, sinkt dessen Sauerstoffgehalt. Durch eine Belüfterpumpe kann zusätzlicher Sauerstoff zugeführt werden.
Auch im Frühjahr, wenn es wärmer wird, kann eine Pumpe hilfreich sein, um eine Algenexplosion zu vermindern. 

Die Literleistung pro Stunde der Pumpe sollte ein Fünftel des Teichvolumens entsprechen. Wenn man von einer Teichgröße von 5,000 Liter ausgeht, dann sollte der Teichbelüfter circa 1.000 Liter Luft pro Stunde in den Teich pumpen.

Benötigen Koiteiche spezielle Teichtechnik?

Für Koiteiche setzt man am besten ein Filtersystem mit mehreren Kammern ein, die unabhängig voneinander geöffnet und gereinigt werden können. Eine nachgeschaltete Pumpe sichert einen störungsfreien Betrieb, da Verunreinigungen schon im vorgeschalteten Filter hängen bleiben. Dieses Filtersystem, bei dem das Wasser passiv aus dem Koiteich in den Filter nachströmt, muss immer auf gleicher Höhe mit dem Wasserspiegel des Teichs abschließen. 

Auch eine UV-C-Lampe sollte im Koiteich laufen, um die Keimzahl im Wasser möglichst gering zu halten. Zudem kann man mit einer Membranpumpe über einen Verbindungsschlauch und Ausströmerstein zusätzlichen Sauerstoff ins Wasser pumpen, was vor allem im Sommer empfehlenswert ist, da warmes Wasser weniger Sauerstoff enthält.

Es ist aber auch möglich, einen Koiteich fast ohne Technik zu betreiben, wenn der Teich gut geplant und bepflanzt ist, wie es in der Regel bei asiatischen Wassergärten der Fall ist. Diese Teiche benötigen allerdings eine große Wasseroberfläche und sind nicht für die Massenhaltung von Koi geeignet.

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