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Welche Pflanzen klären den Teich und halten das Wasser sauber?

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Vor allem an heißen Sommertagen oder durch eine zu hohe Nährstoffkonzentration im Wasser kann es dazu kommen, dass aus klarem Wasser trübes Wasser im Gartenteich wird. Aber mit den geeigneten Pflanzen kann das ökologische Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Diese Pflanzen klären den Teich und halten das Wasser sauber.

Wie Pflanzen bei der Reinigung des Teiches helfen

Die richtigen Pflanzen im Gartenteich tragen zur Reinigung des Teichs und zu sauberem Wasser bei, weshalb die Auswahl der Pflanzen entscheidend ist.

Unterwasserpflanzen sind hervorragende Sauerstoffproduzenten und halten das Teichwasser durch ihren Nährstoffverbrauch klar und frei von Algen. Bei der Zusammenstellung der Auswahl ist darauf zu achten, dass die Pflanzen das ganz Jahr über Sauerstoff produzieren.

Im Frühjahr und Winter ist der Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus aquatilis) ein guter Sauerstofflieferant. Hornblatt (Ceratophyllum demersum), Laichkraut oder Wasserpest mögen den Sommer und Herbst. Andere bekannte Sauerstoffpflanzen sind Tannenwedel (Hippuris vulgaris) und Wasserfeder (Hottonia palustris).

Großblättrige Schwimmpflanzen wie Seerosen oder Muschelblume können Schadstoffe hervorragend absorbieren. Sie beschatten zudem den Teich und verhindern übermäßiges Algenwachstum.

Für einen sauberen Teich sind folgende Wasserpflanzen hervorragend geeignet: 

Kleine Wasserlinse (Lemna minor)

  • maximale Wuchshöhe: bis zu 1 cm (frei auf dem Wasser schwimmend)
  • Standort: sonnig bis halbschattig

Die Kleine Wasserlinse gehört zu den Pflanzen im Teich, die das Wasser hervorragend reinigt und für ein biologisches Gleichgewicht sorgt. Da sie den Nährstoffgehalt im Wasser reduzieren kann, kann sie das Wachstum der Algen im Gartenteich eindämmen. 

Die kleine Schwimmpflanze bindet Stickstoff und Mineralien und dient zudem Fischen oder Schnecken als Nahrungsmittel. Aufpassen muss man nur, dass sie sich nicht zu stark auf der Wasseroberfläche ausbreitet.

Gewöhnliches Quellmoos (Fontinalis antipyretica)

  • maximale Wuchshöhe: bis zu 5 cm
  • Standort: sonnig bis halbschattig

In freier Natur wächst das Quellmoos sogar in Wassertiefen von bis zu zehn Metern. Aber auch ein Gartenteich bietet den Sauerstoffpflanzen gute Bedingungen zur Algenbekämpfung. Voraussetzung ist jedoch, dass nur eine leichte Wasserbewegung vorhanden ist. Stehende Gewässer sind eher untypisch für die Teichpflanzen.

Wegen seiner ganzjährig Wasser reinigenden und Sauerstoff produzierenden Wirkung wurde das Quellmoos im Jahr 2006 als Moos des Jahres ausgezeichnet.

Dichtblättrige Wasserpest/Argentinische Wasserpest (Elodea egeria densa)

  • maximale Wuchshöhe: 40 bis 100 cm
  • Anspruch an die Lichtverhältnisse: mittel bis hoch
  • Wassertemperatur: 10 bis 26 Grad Celsius

Die Bezeichnung der Wasserpest ist irreführend, denn die Pflanze eignet sich wunderbar zur Algenbekämpfung. Vor allem der Blaualge macht sie den Garaus. Elodea egeria densa wächst entweder im Boden oder freischwimmend. Dabei nimmt sie wöchentlich um rund zehn Zentimeter zu.

Da die Wasserpest sehr viel Fotosynthese betreibt, ist sie eine ideale Pflanze gegen Algen im Teich und für sauberes Wasser.

Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)

  • maximale Wuchshöhe: 40 bis 70 cm
  • Anspruch an die Lichtverhältnisse: mittel bis hoch
  • Wassertemperatur: 10 bis 26 Grad Celsius

Wer sich bei der Kultivierung von Sauerstoffpflanzen zur Algenbekämpfung auf Neuland wagt, ist mit der Kanadischen Wasserpest gut beraten. Die Pflanze weist mit einem wöchentlichen Zuwachs um zehn Zentimeter zwar eine starke Ausbreitung auf, ist jedoch sehr pflegeleicht und anspruchslos in der weiteren Pflege.

Igelkolben (Sparganium erectum)

  • maximale Wuchshöhe: 40 bis 100 cm
  • Anspruch an die Lichtverhältnisse: mittel bis hoch
  • frosthart

Der Ästige Igelkolben ist relativ pflegeleicht und ist besonders für unerfahrene Pflanzenliebhaber zu empfehlen. Damit er sich nicht zu stark ausbreitet, setzt man den Igelkolben in spezielle Pflanzkörbe.

Die Igelkolben sind mit mehreren Arten in deutschen Gewässern vertreten. Der Ästige Igelkolben eignet sich für die Flachwasserzone großer Teiche.

Wasserschwertlilien (Iris pseudacorus)

  • maximale Wuchshöhe: 60 bis 200 cm
  • Anspruch an die Lichtverhältnisse: hoch
  • winterfest

Die Wasserschwertlilie eignet sich gut dazu, freie Flächen rund um den Teich schnell und ohne großen Aufwand zu befüllen.

Das Besondere an der beliebten Wasserpflanze ist, dass sie sowohl im Sumpf (Lieblingsplatz), als auch auf dem Festland angepflanzt werden kann. Hier erreicht sie aber nur eine Maximalhöhe von etwa 60 Zentimetern, währenddessen sie auf feuchtem Untergrund gut und gerne zwei Meter hoch wird.

Zu beachten ist beim Pflanzen ins Wasser, dass eine Tiefe von 30 Zentimeter nicht überschritten wird. In diesem Falle kann sich die Pflanze nicht richtig entwickeln. Ansonsten benötigt die Wasserpflanze einen vollsonnigen Standort, damit sich die Blüten in ihrer vollen Pracht entwickeln können.

Teichbinse (Scirpus lacustris)

  • maximale Wuchshöhe: 150 bis 200 cm
  • Anspruch an die Lichtverhältnisse: mittel bis hoch
  • frosthart

Die Teichbinse besticht durch ihre hohe biologische Reinigungskraft und sorgt für klares Wasser. Für den heimischen kleinen Teich ist nur im separaten Pflanzgefäß zu empfehlen, da sie starkwüchsig ist und kurze Ausläufer treibt. Nur andere wüchsige Röhrichtarten können längerfristig neben der Teichbinse bestehen. Neben dem Schilf eine der besten Arten für biologische Pflanzenkläranlagen.

Die Botanikerin Käthe Seidel hat übrigens die Idee der Pflanzenkläranlage etabliert. Für die Teichbinse hat sie die komplexen Wirkungen von chemischen Verbindungen, Mikroorganismen und dem Wurzelsystem dieser Pflanze auf die Gewässerreinigung nachgewiesen. 

Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis scorpiodies)

  • maximale Wuchshöhe: 15 bis 50 cm
  • Anspruch an die Lichtverhältnisse: mittel bis hoch
  • frosthart

Das Sumpfvergissmeinnicht ist eine anspruchslose Pflanze, die gut für das biologische Gleichgewicht im Teich ist und trübes Wasser verhindert. 

Die mehrjährige, winterharte Wasserpflanze wächst polsterförmig und breitet sich rasch flächig aus.

Der richtige Ort für Teichpflanzen

Die Teichpflanzen werden unter Wasser in grobem Sand, Kies oder Tonkugeln platziert. Spezielles Wachstumssubstrat sollte man möglichst nicht verwenden, um nicht zusätzlich Nährstoffe ins Teichwasser einzubringen.

Die Pflanzen entnimmt man aus den gekauften Töpfen und setzt in spezielle Pflanzkörbe. Eine abschließend dünne Kiesschicht ist nicht nur optisch schön, sondern hält die Pflanzkörbe auch am Teichboden. 

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Die meisten Unterwasserpflanzen bevorzugen einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Beim Einsetzen muss man nur darauf achten, welche Wassertiefe sie bevorzugen. Meistens sind es zwischen 20 und 50 Zentimeter.

Bei der Anzahl der Pflanzen sind pro 1.000 Liter Wasser fünf Stück empfehlenswert. Insgesamt sollte nicht mehr als ein Drittel des Teichs bepflanzt sein.

Welche Pflanzen sind für die Klärung des Teiches zu empfehlen?

Mehrere Pflanzen eignen sich ausgezeichnet für die Klärung des Teiches. Vor allem Unterwasserpflanzen wie das Tausendblatt leisten hier gute Dienste. Ebenso sind Wasserlinse, Quellmoos, Wasserpest, Igelkolben, Binsen oder Wasserschwertlilien zu empfehlen, da sie gute Sauerstoffproduzenten sind.

Im Flachwasserbereich entziehen unter anderem Kalmus, Zyperngras, Tannenwedel und Zwerg-Rohrkolben dem Wasser viele Nährstoffe und tragen zu einem klaren Wasser bei.

Schwimmblattpflanzen wie Seerosen absorbieren Schadstoffe und beschatten den Teich. So wird er vor einer zu hohen Wassererwärmung geschützt. Im warmen Wasser ist das Algenwachstum nämlich deutlich höher.

FAQ

Können alle Pflanzen für die Reinigung in jedem Teich zum Einsatz kommen?

Nicht alle Wasserpflanzen sind fleißige Sauerstofflieferanten und tragen zur Reinigung des Teichs bei. So produzieren lediglich Unterwasserpflanzen Sauerstoff. Zudem ist zu bedenken, dass nicht alle Sauerstoffpflanzen ganzjährig Sauerstoff produzieren.

Im Frühjahr und Winter ist der Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus aquatilis) ein guter Sauerstofflieferant. Hornblatt (Ceratophyllum demersum), Laichkraut oder Wasserpest mögen den Sommer und Herbst. Andere bekannte Sauerstoffpflanzen sind Tannenwedel (Hippuris vulgaris) und Wasserfeder (Hottonia palustris).

Großblättrige Schwimmpflanzen wie Seerosen oder Muschelblume beschatten zudem den Teich und verhindern übermäßiges Algenwachstum.

Was ist bei Schilf zu beachten?

Schilf wuchert extrem stark und bildet kräftige und bis zu zehn Meter lange Ausläufer. Diese breiten sich unkontrolliert über und unter dem Bodensubstrat im Teich aus. In regelmäßigen Abständen wachsen dabei die Halme aus dem Ausläufer. In nährstoffreichen Teichen kann Schilfrohr bis in eine Wassertiefe von einem Meter vordringen und verdrängt andere Wasserpflanzen. 

Daher ist es ratsam, es mit einer Rhizomsperre (Wurzelsperre) zu versehen. Man kann das Schilf auch mit einem Gitterkorb ins Wasser setzen und somit verhindern, dass es sich ausbreitet. 

Möchte man einen größeren Bestand von Schilfrohr am Teich, dann ist ein Fertigteichbecken dem Folienteich vorzuziehen.

Wie lange dauert es bis ein Teich klar ist?

Vor allem neu angelegte Teiche können am Anfang trüb sein. Bis sich das biologische Gleichgewicht einstellt, sich Schwebstoffe am Teichboden absetzen und sich reinigende Bakterienstämme an den Filtermedien gebildet haben, kann es drei bis sechs Wochen dauern. 

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