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Teichschale eingraben, einbauen und anlegen (Anleitung)

Plitschnass » Teichschale eingraben, einbauen und anlegen (Anleitung)

Teichschalen oder Fertigteiche lassen sich sehr einfach selber in einen Garten einbauen. Das Material besteht entweder aus PE (Polyethylen), PVC oder GfK (glasfaserverstärkter Kunststoff). Teichschalen finden mit ihrer überschaubaren Größe von einem bis zu rund zwölf Quadratmetern auch in kleinen Gärten Platz. Planung und der Einbau der Teichbecken gelingen bei wenig Zeitaufwand in 13 einfachen Schritten, wenn man ein paar Dinge beachtet. 

Teichschale anlegen: Was wird benötigt?

Teichschalen sind vorgefertigte Kunststoffwannen, die es in verschiedenen Größen und Formen mit unterschiedlichen Teichzonen gibt. Vereinfacht gesagt, hebt man zum Einbau lediglich eine Grube aus und setzt die Teichschale ein. Anschließend füllt man die Hohlräume zwischen der Grube und dem Teichbecken mit Sand und lässt Wasser in den neuen Gartenteich ein.

Um das Becken aus glasfaserverstärktem Kunststoff anzulegen, benötigt man nur wenige Hilfsmittel und Materialien:

  • Spaten, Schaufel
  • Schubkarre
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  • Minibagger für größere Teiche
  • Sand
  • Zollstock
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • Wasserpflanzen
  • Fische (bei Bedarf)
  • Teicherde
  • Kieselsteine
  • Teichpumpe beziehungsweise Filteranlage
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Teichschale eingraben: Vorbereitungen

Bevor man die Teichschale eingräbt, sind eine gute Planung und Vorbereitung notwendig. Wichtig ist es, den richtigen Standort für den Teich zu finden. Dieser sollte im Halbschatten liegen und im Sommer höchstens sechs Stunden Sonne pro Tag bekommen.

Bei den Teichschalen gibt es unzählige Varianten, aus denen man auswählen kann. Sie unterscheiden sich in Größe, Form, Material, Farbe, Tiefe, den Pflanzzonen und natürlich im Preis. Vermeintlich günstige Angebote sind mit Vorsicht zu betrachten, da die Preise nicht umsonst so niedrig sind. Materialfehler sind nicht selten und an einem auslaufenden Teich hat niemand Freude.

Zu den Vorbereitungen zählen auch die Anschlüsse für Strom und Wasser in die Planung aufzunehmen. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass größere Teichschalen mehr Technik und damit mehr Planung benötigen.

Man kann eine Teichschale ebenerdig oder auch etwas erhöht einbauen. Ein erhöhter Einbau ist dann besonders reizvoll, wenn ein Überlauf oder ein Bachlauf geplant ist.

Teichschale einbauen: in 13 einfachen Schritten

Der Einbau einer Teichschale, ob groß oder klein, ist im Prinzip immer gleich. In 13 einfachen Schritten lässt sich der Fertigteich einbauen.

Schritt 1: Standort wählen

Je kleiner der Gartenteich ist, desto wichtiger ist es, dass er nicht zu lange direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Bei mehr als sechs Stunden in der vollen Sonne, kann es zur verstärkten Algenbildung kommen. Zudem vertragen viele Teichpflanzen oder auch die Fische im Teich nicht zu viel Wärme. Mit einer entsprechenden Randbepflanzung, passenden Teichbepflanzung oder eine Beschattung wie ein Sonnenschirm oder Sonnensegel lässt sich leicht Abhilfe schaffen. 

Der Standort sollte auch so gewählt werden, dass er nicht direkt unter einem Laubbaum oder in unmittelbarer Nähe liegt, damit keine Blätter oder Pflanzenteile ins Wasser fallen, die ein stabiles Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen können, wenn sie nicht regelmäßig aus dem Wasser entfernt werden, sondern auf den Teichboden sinken und sich zersetzen.

Wird die Teichschale mit Technik wie Pumpe, Filter, Beleuchtung oder Wasserspielen ausgestattet, muss an einen Stromanschluss gedacht werden, auch wenn es mittlerweile leistungsfähige solarbetriebene Geräte gibt. Der Nachteil, dass Solarmodule nur bei voller Sonneneinstrahlung einen optimalen Wirkungsgrad erreichen, kann durch einen Laderegler und Akku ausgeglichen werden. Mit dem automatischen Laderegler lässt sich sowohl die Überladung als auch die Tiefentladung des Akkus vermeiden. Mit einem Akku können die Geräte auch nach Einsetzen der Dämmerung weiter betrieben werden.

Schritt 2: Teichumrisse markieren

Im nächsten Schritt werden die Grundrisse des Teichs auf dem Gartenboden gezeichnet. Dazu eignen sich Sand, Sägemehl, Sägespäne oder aber auch eine lange Schnur. Am einfachsten ist es, die Teichschale auf dem Kopf auf den Boden zu legen und dann außen herum zu markieren. 

Schritt 3: Teichgrube ausheben

Bei kleinen Teichen lässt sich die Grube mit Schaufel und Spaten ausheben. Wer eine größere Teichschale einsetzen möchte, verwendet besser einen Minibagger, den man unter anderem beim Baumaschinenverleih, in Gartencentern oder Baumärkten ausleihen kann. Mit dem Aushub kann man in seinem Garten zum Beispiel einen Hügel für einen Kräutergarten anlegen, oder man bringt ihn zu einem Depot für Baustoffe. 

Je nach Teichform und wie die Tief- und Flachwasserbereiche aussehen, wird die Grube in einzelnen Ebenen ausgeschachtet. Die Teichschale setzt man immer wieder in die Grube, um die Passform zu überprüfen.

Da die Teichschale auf eine fünf bis zehn Zentimeter starke Sandschicht gesetzt wird, muss dies beim Ausheben auch der verschiedenen Tiefenzonen berücksichtigt werden.

Um zu verhindern, dass durch Regenfälle Erde, Düngemittel oder sonstige Verunreinigungen in den Teich gespült werden, setzt man die Teichschale etwas höher als seine Umgebung.

Schritt 4: Teichschale anpassen

Um die Teichschale entsprechend auszurichten, sollte man immer wieder hineinsteigen, damit sie  richtig in die Grube gedrückt wird. Auch kann man so gut feststellen, wo der Aushub noch nicht wirklich passt. Immer wieder muss die Schale eingesetzt werden, um ihre Passform zu überprüfen. Sie darf nicht wackeln und muss eben und gerade sitzen.

Schritt 5: Wurzeln und Steine entfernen

Hat man die optimale Passform für die Teichschale gefunden, müssen noch alle Wurzeln und Steine aus der Grube entfernt werden, damit die Schale nicht beschädigt werden kann.

Schritt 6: Sandschicht ausbringen

Im nächsten Schritt kommt eine fünf bis zehn Zentimeter dicke Schicht Sand auf den Teichboden, die dann verdichtet wird. Der Sand schützt die Teichwanne und dient als Spannungsausgleich, um sie vor Rissen zu schützen. Der Teichrand muss ebenerdig mit dem umgebenden Gelände abschließen und muss absolut waagerecht sein. Am Boden dürfen sich keine Hohlräume befinden.

Damit keine Hohlräume um oder unter der Teichschale übrig bleiben, werden die Seitenränder ringsherum ebenfalls mit Sand aufgeschüttet.

Schritt 7: Wasser teilweise einlassen

Nun kann schon Wasser eingelassen werden, wobei man Leitungswasser oder Regenwasser verwendet. Beim Regenwasser ist darauf zu achten, dass es keine Verunreinigungen enthält. Die Teichschale befüllt man zu einem Drittel oder maximal bis zur Hälfte mit Wasser.

Das Gewicht des Wassers richtet die Teichschale noch einmal aus. Mit der Wasserwaage wird kontrolliert, ob die Ränder gerade abschließen. Die meisten Wasserwaagen sind zu kurz. Mit einer geraden langen Latte oder einer Aluminiumlatte, die über den Rändern platziert wird, lässt sich die Fertigschale gut ausrichten.

Schritt 8: Teichschale einpassen

Durch Rütteln und Drehen wird die Teichschale in ihre endgültige Position gebracht. Da sich die Schale noch setzen kann, lässt man sie einen oder zwei Tage stehen, bevor man mit dem nächsten Schritt weiter macht.

Schritt 9: Einschlämmen und Auffüllen

Ist der Fertigteich richtig ausgerichtet, werden die Hohlräume ringsum beseitigt. Dazu wird mit einem Schlauch Wasser eingelassen, wodurch die Erde nachrutscht und mögliche Hohlräume sichtbar werden. Die Hohlräume werden mit Sand befüllt und so lange mit Wasser nachgefüllt, bis nichts mehr nachrutscht.

Schritt 10: Teichrand anlegen

Möchte man als Abschluss den zuvor abgestochenen Grassoden wieder einsetzen, müssen einige Zentimeter freigelassen werden, damit die Höhe am Ende mit dem Gras stimmt. Um den Teichrand aber besser zu kaschieren, bedeckt man diesen lieber mit einer Schicht Kies oder Flusskiesel.

Schritt 11: Teichtechnik einbauen

Wird die Teichschale mit Technik versehen, installiert man diese nun. Dabei werden die Schläuche und Kabel meist von oben am Teichrand bis zum Boden entlanggeführt. Größere Teichschalen haben vorgefertigte Anschlussstellen im Boden. Das hat den Vorteil, dass man die Kabel nicht sieht.

Schritt 12: Teich bepflanzen

Bevor der Teich komplett mit Wasser befüllt wird, werden die Pflanzen eingesetzt, wobei die verschiedenen Teichzonen zu berücksichtigen sind. Pro Quadratmeter setzt man drei bis vier Pflanzen.

Die Pflanzkörbe werden mit einer dünnen Schicht Kieselsteinen abgedeckt, damit die Erde im Wasser nicht aufgewirbelt wird und Fische nicht in der Erde wühlen können.

Bedecken die Pflanzen nach zwei bis drei Monaten rund die Hälfte der Wasseroberfläche, hat man ein ausgewogenes Verhältnis gefunden.

Leseempfehlung: Teichschale bepflanzen und gestalten

Schritt 13: Fische einsetzen und Uferrand dekorieren

Hat man das restliche Wasser in den Teich gefüllt, kann man die Fische einsetzen und den Uferrand  je nach Geschmack gestalten und dekorieren.

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