Skip to main content
#1 Pool Seite in Deutschland
Mit mehr als 1.500.000 Lesern pro Jahr
Redaktion mit vier Poolprofis
Wöchentlich neue kostenlose Artikel
Bekannt aus vielen Magazinen
Journalisten verweisen häufig auf uns

Teichmuschel tot: Warum sterben Teichmuscheln? (Erklärung)

Home » Teichmuschel tot: Warum sterben Teichmuscheln? (Erklärung)

Als natürlicher Biofilter im Gartenteich sorgt die Teichmuschel für klares Wasser. So kann eine ausgewachsene Muschel täglich bis zu 40 Liter Wasser filtern. Damit gilt die Teichmuschel als Wunderwaffe gegen Algen im Teich. Bei der Haltung im heimischen Teich kann es aber vorkommen, dass die Muscheln absterben. Für tote Muscheln gibt es mehrere Ursachen.

Wie lange leben Teichmuscheln?

Die Gemeinen Teichmuscheln sind überwiegend getrenntgeschlechtlich. Sie werden nach circa zwei bis fünf Jahren geschlechtsreif und können bis 15 Jahre alt werden, bei guten Bedingungen auch älter.

Die Gemeine Teichmuschel (Anodonta anatina) gehört zur Familie der Fluss- und Teichmuscheln (Unionidae). In fast ganz Europa und Teilen Westasiens lebt sie in Flüssen oder stehenden Gewässern wie Gartenteichen auf schlammigen oder sandigen Böden. Wie alle andere Arten steht dieser effektive Biofilter im Teich unter Naturschutz.

Die dünne Schale der Muschel ist breit bis eiförmig sowie gelblich bis dunkelbraun. Die Gemeine Teichmuschel wird etwa acht bis zehn Zentimeter lang. Sie verfügt über keine Schlosszähne, woher ihr wissenschaftlicher Name Anodonta, die Unbezahnte kommt.

Sollten Bitterlinge im Teich leben und der Teich groß genug ist, kann man auch mit Muschelnachwuchs rechnen, da beide Tiere eine Symbiose eingehen. Die Bitterlinge legen ihre Eier in der Muschel ab. Kaum sind die Larven der Bitterlinge geschlüpft, heften sich winzige Muschellarven an die kleinen Fische. Wenn die kleinen Bitterlinge ausschwimmen, nehmen sie die Muschellarven mit und verteilen sie so im Gartenteich.

Falsche Lebensbedingungen: Warum sterben Teichmuscheln?

Vor dem Einsetzen im Gartenteich gibt es einige Dinge zu beachten, damit die Teichmuscheln dauerhaft überleben können. So ist eine ausreichend tiefer Teich sowie eine größere Menge Wasser notwendig. Bei einer ausgewachsenen Muschel sollten mindestens 120 Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Setzt man Muscheln in den Teich, ist es empfehlenswert, mit einigen wenigen Exemplaren im Gartenteich zu starten und das Wasser zu beobachten. So kann es passieren, dass wenig bepflanzte Teiche nicht genügend Nahrung liefern. Das kann man gut daran erkennen, dass das Wasser schnell klar wird.

Da die Muscheln meist als noch nicht ausgewachsene Tiere verkauft werden, sollte man auch diesen Umstand bei der Anzahl berücksichtigen. Denn mit zunehmender Größe steigt die Filterleistung der Teichmuschel.

Neben der reinen Wassermenge muss man zudem beachten, dass auch die Wasserqualität stimmt: zu sauberes und womöglich bereits von technischen Filtern bearbeitetes Wasser darf es nicht sein.

Bei der Haltung im Teich bevorzugen die Muscheln flache Teichrandbereiche außerhalb von bepflanzten Zonen, damit die Wasserzirkulation nicht eingeschränkt wird. Die Wassertiefe sollte mindestens zehn Zentimeter betragen.

Die Teichmuschel benötigt ausreichend tiefen sandigen, feinkiesigen und weichen Boden – circa 20 Zentimeter –  in dem sie sich mit ihrem Fuß verankert und zur Hälfte eingräbt. Mithilfe des Fußes kann sie sich auch langsam fortbewegen. Sie wühlt den Bodengrund auf und saugt den hochgewirbelten Bodensatz auf, um Nahrung daraus zu filtrieren.

Die Muscheln setzt man am besten im Frühjahr im Abstand von mindestens 30 Zentimetern zueinander lose in den Teich. Dann haben die Tiere Zeit, sich an die neue Umgebung und das entsprechende Wasser im Gartenteich zu gewöhnen, bis sie zum ersten Mal überwintern.

Im Teich ernähren sich die Tiere von zerfallenen organischen Substanzen, wie Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere sowie von Schwebestoffen, Plankton, benthischen Kieselalgen, Blaualgen, verschiedenen Grünalgen und Kleinstlebewesen.

Haben die Teichmuscheln einen geeigneten Lebensraum, also bepflanztes Wasser, müssen sie nicht zusätzlich gefüttert werden.

Woran erkennt man, ob die Teichmuschel tot ist?

Tote Teichmuscheln erkennt man daran, dass sie nicht aufrecht stehen, sondern geschlossen am Boden liegen. Man kann das überprüfen, indem man die Muschel in einen kleinen Behälter gibt, um zu sehen, ob sie noch Wasser filtert.

Normalerweise schließen sich Muscheln auch, wenn man sie aus dem Wasser herausholt. Tut sie das nicht, muss man davon ausgehen, dass sie nicht mehr am Leben ist.

FAQ

Kann man Teichmuschel überwintern?

Bei Teichen, die nicht mindestens 80 Zentimeter tief sind und die relativ klein sind, besteht im Winter die Gefahr, dass sie komplett durchfrieren. In diesem Fall können die Muscheln nicht darin überwintern, sondern benötigen ein anderes Winterquartier. Ein geeigneter Platz ist ein Aquarium, das jedoch Wasser benötigt, das dem Teichwasser gleichkommt und das genügend Sand hat, damit sich die Tiere eingraben können.

Bei ausreichend tiefen Teichen nimmt man die Muscheln von ihrem Platz am Teichrand und setzt sie in einen mit Sand gefüllten Eimer. Den Eimer lässt man an einer Schnur an der tiefsten Stelle des Gartenteichs sinken. Im Frühjahr holt man den Eimer wieder hoch und setzt die Muscheln an ihren alten Platz im Flachwasserbereich.

Welche Wassertemperaturen benötigen Teichmuscheln?

Teichmuscheln sind sensible Lebewesen, die auf Änderung der Wassertemperatur und anderer Umgebungsbedingungen reagieren, was sich an der Filterleistung erkennen lässt.

Trotzdem kommen die Muscheln mit Wassertemperaturen zwischen vier und 28 Grad Celsius gut zurecht.

Durchschnittliche Bewertung 0 bei insgesamt 0 Stimmen


Ähnliche Beiträge

Holen Sie sich unseren KOSTENLOSEN wöchentlichen Newsletter mit praktischen Tipps & Tricks für Poolbesitzer

Wähle aus
  • Ich besitze keinen Pool
  • Ich besitze einen Aufstellpool
  • Ich besitze einen Einbaupool

Kein Spam. Sie können den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.