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Teich anlegen: In 13 Schritten Teich bauen (Anleitung)

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Den Traum vom Teich im eigenen Garten kann man sich leicht erfüllen. Damit der Bau gelingt und man lange Freude am Wasserparadies hat, gibt es schon bei der Planung einiges zu beachten.

Kann und sollte man einen Gartenteich selber bauen?

Wer einigermaßen handwerklich begabt ist, kann den Teich im Garten in Eigenregie anlegen. Je nach Größe des Teichs, Aufwand und persönlichem Geschmack kann man wählen, ob man einen individuellen Folienteich mit einzelnen Zonen oder einen Fertigteich in fester Form möchte.

Damit das Werk gelingt, ist eine genaue Planung auf jeden Fall notwendig. So sollte man den richtigen Platz für den Gartenteich finden und bei größeren Teichen sowie bei Fischbesatz auch gleich an die Technik denken.

Der ideale Standort für den Teichfilter ist nicht mehr als 5 Meter vom Gewässer entfernt. Er sollte möglichst auf einer Ebene wie das Niveau des Teichwassers liegen, wodurch man keine starke Pumpe benötigt, die große Höhenunterschiede bewältigen muss. Die Pumpe selbst befindet sich später im Teich.

Wer ein Unikat, also einen individuellen Teich bevorzugt, wählt einen Folienteich. Vorbereitung und Aufwand sind zwar höher, als bei der Fertiglösung, dafür kann man den Teich in gewünschter Größe und Form anlegen und unterschiedliche Wassertiefen sowie flache und tiefe Zonen selbst bestimmen.

Fertigteiche haben den Vorteil, dass man sie einfacher einbauen kann, dass sie stabil und auf jeden Fall wasserdicht sind. Fertige Gartenteiche gibt es zwar auch in verschiedenen Größen und Formen – diese sind allerdings vorgegeben und haben eine Maximalgröße von 5 Quadratmetern. Dafür sind die unterschiedlichen Pflanzenzonen schon integriert und die unterschiedlichen Wassertiefen vorgegeben.

Ob kleiner Fertigteich, großer Naturteich beziehungsweise Folienteich fällt eine bestimmte Menge an Aushub an. Mit der ausgehobenen Erde kann man theoretisch kleine Hügel in seinem Garten modellieren, die man anschließend bepflanzt. Größere Mengen gehören auf die Deponie. 

Egal, für welche Variante man sich entscheidet, gilt es, den Teich für Kinder schwer zugänglich zu machen und gegebenenfalls einzuzäunen, bis die Kinder aus dem gefährdeten Alter heraus sind. 

Der richtige Teichstandort: Was gibt es zu beachten?

Die richtige Lage entscheidet mit darüber, ob der Teich später in einem gesunden ökologischen Gleichgewicht ist, sich Pflanzen und Tiere wohlfühlen, weil das Wasser im Teich sauber ist. Der richtige Standort ist daher auch wichtig, wenn man den Pflegeaufwand später möglichst gering halten und mehr Zeit zum Genießen haben möchte.

Bei einem Gartengrundstück, das etwas abschüssig ist, legt man den Teich vorzugsweise an der tiefsten Stelle an. Baut man das Gewässer in ein schräg abfallendes Gelände ein, so wirkt das sehr unnatürlich.

Auf der anderen Seite ist es möglich, den Teich auf einer kleinen Erhöhung anzulegen, um die Wasserfläche über dem Rasenniveau zu haben.

Der Gartenteich sollte nicht von morgens bis abends der prallen Sonne ausgesetzt sein. Der ideale Standort ist daher ein halbschattiger Platz, der mindestens 5 bis 6 Stunden besonnt wird, damit sich Pflanzen und Tiere im und am Teich wohlfühlen und entwickeln. 

Bei mehr als 10 Stunden direkter Besonnung erhöht sich das Algenwachstum, die Nährstoffkonzentration steigt und es besteht die Gefahr, dass das ökologische Gleichgewicht nachhaltig gestört wird und der Teich kippt.

Ist der Gartenteich dagegen ausreichend beschattet, schützt man das Wasser zudem vor einer zu starken Erwärmung des Wassers, was für das Leben im Teich ebenfalls problematisch ist.

Beschatten große Sträucher und Bäume den Teich, so ist darauf achten, dass herabfallende Blätter und Äste so rasch wie möglich entfernt werden, damit die Pflanzenreste nicht verrotten, auf den Teichgrund sinken und Faulschlamm bilden. Mit einem Kescher lassen sich auf der Wasseroberfläche treibende Pflanzenteile leicht entfernen.

Die Größe und Form des Teiches

Die Wahl der passenden Teichgröße ist in erster Linie abhängig von der Gartengröße, den
dortigen Gegebenheiten und der Nutzung.

Prinzipiell gilt jedoch, je größer ein Teich ist und je mehr Volumen er hat, umso günstiger und stabiler sind die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere.

Größere Teiche unterliegen geringeren Temperaturschwankungen und je größer und tiefer der Gartenteich angelegt wird, umso besser ist das ökologische Gleichgewicht.

Der Teich sollte daher mindestens eine Oberfläche von 15 Quadratmetern aufweisen und eine Mindesttiefe von einem Meter haben. Als Richtwert für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht gilt ein Teichvolumen von 5.000 Litern.

Möchte man Fische im Teich beherbergen, sollte die Mindestgröße ungefähr 6 Quadratmeter betragen und mindestens 80 Zentimeter tief sein.

Bei Fertigbecken gibt es verschiedene Größen und Formen zur Auswahl – bei Folienteichen ist man bei der Gestaltung frei. In Gärten, die architektonisch mit rechtwinkliger Linienführung gestaltet sind, bieten sich ebenfalls rechtwinklige, aber auch runde oder elliptische Wasserbecken an.

Hat der Garten dagegen naturhafte Konturen, greift man die natürlichen und geschwungenen Formen auch für den Teich auf.

Die notwendige Ausrüstung für Gartenteiche

Mit einer überschaubaren Ausrüstung beziehungsweise relativ wenigen Hilfsmitteln und Materialien kann man den eigenen Folienteich anlegen und pflegen. 

  • Gartenschlauch, Holzpflöcke oder Sand
  • Schaufel, Spaten oder Bagger
  • Wasserwaage oder Holzlatte
  • Maßband
  • Wurzelschutzvlies
  • Sand
  • Folie
  • Steine und Kieselsteine
  • Pflanzkörbe
  • Filteranlage
  • Kescher
  • Teichschlammsauger
  • Teichskimmer
  • Dampfstrahler
  • Teichschere
  • Eisfreihalter

Gartenschlauch, Holzpflöcke oder Schnur: Mit diesen Hilfsmitteln legt man den Umriss des Gartenteichs fest und markiert die jeweils tieferen Zonen.

Schaufel, Spaten, Bagger: Damit wird der Teich in der gewünschten Größe ausgegraben. Bei größeren Teichen kann man sich viel Arbeit sparen, wenn man die Teichgrube mit einem Bagger oder Minibagger aushebt. 

Wasserwaage, Holzlatte: Damit wird überprüft, ob der Rand des Teiches ringsum ebenerdig ist. 

Maßband: Mit dem Maßband ermittelt man, wie viel Teichfolie benötigt wird. Dazu legt man das Maßband an der jeweils längsten und breitesten Stelle durch die Teichmulde. Mit dieser Methode werden auch die einzelnen Terrassen beziehungsweise Stufen der unterschiedlich tiefen Wasserzonen erfasst. 

Wurzelvlies: Nachdem das Teichbecken in seiner gewünschten Form ausgegraben und modelliert wurde, werden die Flächen mit einem Besen gesäubert. Es ist sehr wichtig, dass alle Fremdkörper und alle spitzen Steine oder Wurzeln entfernt werden. 

Sand: Auf das Schutzvlies kommen zirka 5 Zentimeter Sand als Puffer. Hierbei verwendet man normalen, gelben Sand (Bausand).

Folie: Die Teichfolie wird so in das Teichbecken eingebracht, dass sie auf allen Seiten zirka einen Meter übersteht. Falten werden dabei so gut wie möglich beseitigt. Durch das Befüllen mit Wasser rutscht die Folie von selbst weiter in den Teich.

Steine und Kieselsteine: Steine und Kies dienen zum Beschweren der Teichfolie. Man kann damit zudem die Teichfolie kaschieren. Die Kieselsteine werden auch für die Saug- oder Kapillarsperre, die in einem kleinen Graben rings um den Teich führt, benötigt.

Pflanzkörbe: Jede Pflanzen wird in einem Pflanzkorb aus Kunststoff, der etwas größer als der Wurzelballen sein sollte, in den Teich gesetzt. Die Körbe werden mit Kieselsteinen befüllt und beschwert. Auf Teicherde sollte man möglichst verzichten, da diese Nährstoffe ins Wasser einbringt.

Filteranlage: Bei der Filteranlage wird der Filter, der sich im Wasser befindet, mit der Pumpe, die  möglichst auf Teichniveau so nahe wie möglich am Gewässer platziert ist, verbunden. Der Filter reinigt das Wasser und reichert es beim Zurücklaufen mit Sauerstoff an.

Kescher: Der Kescher ist das einfachste Hilfsmittel, um Blätter, Laub, andere Pflanzenreste sowie Verschmutzungen von der Teichoberfläche abzufischen.

Teichschlammsauger: Mit dem elektrischen Schlammsauger wird der am Boden abgelagerte Teichschlamm zusammen mit dem Teichwasser aufgesaugt. Der Sauger filtert das Wasser und leitet es gereinigt wieder in den Teich zurück.

Teichskimmer: Ein Skimmer saugt das Teichwasser an der Oberfläche automatisch an und scheidet den Schmutz in einem Sieb ab. Verschmutzungen an der Teichoberfläche werden damit einfach entfernt.

Dampfstrahler: In einem abgelassenen und vom Schlamm befreiten Teich kann man diesen mit einem Dampfstrahler, Hochdruckreiniger oder auch einfachen Schrubber je nach Verschmutzungsgrad reinigen.

Teichschere: Welke Blätter von Seerosen und anderen Schwimmpflanzen lassen sich gut mit einer Teichschere entfernen. Da die Teichschere einen langen Stiel hat, können die Pflanzen weit unter der Wasseroberfläche abgeschnitten werden.

Eisfreihalter: Sie verhindern, dass sich auf dem Wasser eine geschlossene Eisdecke bildet, was vor allem bei kleineren und flacheren Teichen sinnvoll ist. Man kann einfach auch Schwimmkörper aus Styropor auf das Wasser setzen, das dadurch ständig in Bewegung bleibt und nicht gefrieren kann.

Teich anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vor der eigentlichen Ausführung hat man sich Gedanken gemacht, an welcher Stelle des Gartens der Teich gebaut wird und wie groß er sein soll. Unser Beispielteich ist zwischen 15 und 20 Quadratmeter groß und wird mit einer Filteranlage ausgestattet.

Schritt 1: Grundfläche festlegen

Auf der ausgewählten Fläche an einem halbschattigen Platz steckt man die Teichform mit Holzpflöcken ab oder markiert den Umriss mit Sand oder einem Gartenschlauch. Bei einem abschüssigen Gelände sollte der Teich an der tiefsten Stelle des Gartens liegen.

Schritt 2: Kapillarsperre einplanen

Damit kein Saugeffekt durch Erde am Teichrand entsteht, muss eine Saugsperre, die sogenannte Kapillarsperre einkalkuliert werden. Diese besteht aus einem 20 mal 20 Zentimeter tiefen Graben um den Teich herum, der später mit Kies aufgefüllt wird. 

Schritt 3: Verschiedene Tiefenzonen markieren

Nachdem der Umriss markiert ist, werden die verschiedenen Zonen mit ihren unterschiedlichen Wassertiefen festgelegt und markiert. Dies ist wichtig, da Wasserpflanzen nur in bestimmten Tiefen gut gedeihen.

Die flache Sumpfzone am Teichrand ist zwischen 10 und 20 Zentimeter tief. Anschließend kommt die 40 bis 50 Zentimeter tiefe Flachwasserzone. Die Tiefwasserzone sollte zwischen 90 und 120 Zentimeter betragen.

Schritt 4: Gartenteich ausheben

Als erstes hebt man nun die Erde der äußeren Zone, der Sumpfzone, aus. Danach entnimmt man den Boden der nächsttieferen Teichzonen bis hin zur tiefsten Stelle mit dem Teichmittelpunkt. Die Übergänge gestaltet man stufenartig, aber nicht zu steil, sondern eher sanft.

Schritt 5: Untergrund säubern

Den Teichboden, die Tiefenzonen und die Seitenwände befreit man sorgfältig von Wurzeln und spitzen Steinen, da diese nach dem Befüllen mit Wasser durch den enstehenden hohen Druck die Folie beschädigen können.

Ist der Untergrund recht steinig, hebt man alle Schichten ungefähr 10 Zentimeter tiefer aus und bringt eine entsprechende starke Schicht aus gewöhnlichem Bausand ein.

Schritt 6: Bedarf an Folie und Wurzelschutzvlies ermitteln

Nachdem der Teich ausgehoben wurde und die einzelnen Pflanzzonen modelliert wurden, wird die Menge der benötigten Teichfolie und des Wurzelschutzvlies ermittelt. Hierzu legt man an der jeweils breitesten und längsten Stelle ein Maßband durch den Teich (inklusive Teichrand mit der Saugsperre) und addiert zur Länge und Breite zusätzlich weitere 60 Zentimeter.

Die Folie für den Beispielteich benötigt eine Stärke von 1,5 Millimeter und besteht aus PVC oder Polyethylen.

Da das Vlies am besten doppelt verlegt wird, braucht man davon die doppelte Menge.

Schritt 7: Kapillarsperre ausheben

Für die Kapillarsperre wird rings um den Teich ein zirka 20 Zentimeter breiter und tiefer Graben erstellt. Dieser wird später mit Kies oder Steinen befüllt.

Schritt 8: Schutzvlies einbringen

Das Wurzelschutzvlies legt man direkt auf die Erde. Die Bahnen der 2 Meter breiten Rollen überlappt man rund 20 Zentimeter. Ideal ist es, wenn die Vliesbahnen über Kreuz doppelt verlegt werden, wodurch die Teichfolie optimal geschützt wird.

Schritt 9: Sand einbringen

Im nächsten Schritt wird auf den verschiedenen Tiefenzonen eine etwa 5 Zentimeter starke Sandschicht aus gewöhnlichem Bausand eingebracht. Den Sand gibt es zum Beispiel in Säcken beim Baumarkt.

Schritt 10: Teichfolie verlegen

Zuerst wird die Folie ausgebreitet und über die Teichmulde gezogen. Da Teichfolie über ein entsprechendes Gewicht verfügt, sollte man mindestens zu zweit, besser zu dritt sein.

Die Folie zieht man danach glatt und beseitigt so gut es geht Falten. Dies geht leichter, wenn die Außentemperatur mindestens 15 Grad beträgt, da das Material dann sehr flexibel ist.

Nach Glattziehen der Folie schneidet man die Ränder so ab, dass noch ein großes Stück übersteht. Die überstehenden Bereiche beschwert man mit Steinen und Erde. Dies ist ein zusätzlicher Schutz vor Wurzeln stark wuchernder Pflanzen und schützt die Folie vor schädlichem UV-Licht.

Schritt 11: Wasser in den Gartenteich einlassen

Nun wird Wasser in den Teich geleitet, wobei sich Leitungswasser oder Brunnenwasser sehr gut eignen. Durch das Gewicht des Wassers glättet sich die Folie noch und passt sich dem Untergrund an.

Es ist völlig normal, dass das Teichwasser nach dem ersten Befüllen eingetrübt ist. Das Wasser klart aber nach ein bis zwei Tagen von selbst auf, wenn sich im Teich ein ökologisches Gleichgewicht eingestellt hat.

Schritt 12: Teichparadies bepflanzen

Ab einer konstanten Außentemperatur von mindestens 10 Grad, was meist schon Ende April der Fall ist, können unempfindliche Pflanzen eingesetzt werden. Der bessere Zeitpunkt ist aber für die meisten Gewächse ab Mitte Mai.

Die Pflanzen der Flachwasser- und Tiefwasserzone setzt man idealerweise in speziellen Körben aus Plastik ein. Die Pflanze wird zusammen mit Kies in den Korb gesetzt und an der vorgesehenen Stelle ins Wasser gelassen. Auf Teicherde sollte man möglichst verzichten, da diese Nährstoffe ins Wasser bringen kann, die zu einer Trübung oder einem Algenwachstum führen.

Mit der Bepflanzung der Sumpfzone gestaltet man den Uferbereich und kaschiert überstehende Folienbereiche mit Kies oder Steinen. 

Zu beachten ist, dass der Gartenteich maximal zur Hälfte und höchstens zwei Drittel davon mit blühenden Pflanzen bestückt wird, da eine Überpflanzung für das Ausbreiten von Algen verantwortlich sein kann. So kann allein eine einzige Seerose bis zu 4 Quadratmeter an Blattfläche auf der Wasseroberfläche benötigen. 

Der Fachhandel führt die Wasserpflanzen nach entsprechenden Tiefenzonen, was die Auswahl und Zusammensetzung vereinfacht. Vor dem Pflanzen müssen diese unbedingt aus den Verkaufstöpfen genommen werden.

Schritt 13: Teichpumpe beziehungsweise Filteranlage einbauen

Die Größe der Filteranlage richtet sich nach der Wassermenge, die sie bewältigen muss. Diese ermittelt man bei der Anlage eines neuen Teichs ganz leicht, indem beim Befüllen eine Wasseruhr eingesetzt wird. Bei unserem Teich beträgt die Wassermenge rund 10.000 Liter. Es ist hier empfehlenswert, bei der Leistung der Pumpe das nächstgrößere Modell zu verwenden, als benötigt wird.

Bei einer Teichpumpe sind in der Regel Bachlauf- oder Filterpumpen gemeint. Die Pumpe wird knapp über dem Teichboden aufgestellt und mit einem Schlauch mit dem Filter verbunden, der oberhalb der Wasserlinie am Teichufer steht.

Kleinen Teich anlegen: Zusammengefasst

Planung und Ausführung eines Teiches sind unabhängig von dessen Größe. Wichtig ist vor allem, dass man einen halbschattigen Standort wählt, der nicht gerade unter großen Laubbäumen steht. Möchte man Fische im Wasser haben, muss eine Filteranlage installiert werden. Bleibt der Teich naturbelassen, so kann auf Technik verzichtet werden.

Für einen 10 Quadratmeter großen Teich reicht eine Mindesttiefe vom 80 Zentimetern aus. Mit einem Gartenschlauch oder einer Schnur wird der Umriss am Boden festgelegt. Auch mit Sand kann man den Umriss und die verschiedenen Wasserzonen gut markieren.

Bei den Pflanzzonen wird unterschieden in die Sumpfzone (10 bis 20 Zentimeter tief), Flachwasserzone (40 bis 50 Zentimeter) und Tiefwasserzone (ab 50 Zentimeter Wassertiefe) unterschieden.

Für die Kapillarsperre wird rings um den Teich ein zirka 20 Zentimeter breiter und tiefer Graben erstellt.

Der ausgehobene Teich einschließlich Kapillarsperre wird von Wurzeln und Steinen befreit. Mit Vlies und Sand (5 Zentimeter stark) wird der Bereich ausgelegt und dann die Teichfolie eingesetzt und so gut wie möglich von Falten befreit. Wenn man möchte, kann man am Teichboden eine dünne Kiesschicht als natürlichen Filter einbringen.

Den oberen Teichrand fixiert man mit Steinen und lässt das Wasser ein (Leitungswasser oder Brunnenwasser). Durch das Eigengewicht des Wassers passt sich die Folie dem Teichbecken an und rutscht noch etwas hinein.

Jetzt befüllt man die Kapillarsperre mit Kies und kaschiert den Teichrand mit Kies und Steinen. Abschließend dürfen die Pflanzen an ihren vorgesehenen Standort.

Da der kleine Teich keine Filteranlage bekommt, setzt man die Pflanzen an den tieferen Stellen in Plastikkörbe mit Kies befüllt. Auf Erde sollte man möglichst verzichten. Denn auch selbst spezielle Teicherden spülen Nährstoffe ins Wasser.

FAQ

Die Kosten für den Teich hängen verständlicherweise von dessen Größe ab. Ein kleiner Teich, der nur etwa 100 Liter Wasser fasst, kostet selten mehr als 50 Euro. Ein großer Schwimmteich kann dagegen mehr als 10.000 Euro kosten.

Bei einem einfachen Teich rechnet man mit Kosten im Bereich zwischen 100 und 300 Euro pro Quadratmeter Wasserfläche. 

Eine Filterpumpanlage für größere Teiche mit 5000 Liter Wasservolumen kostet zwischen 160 und 350 Euro.

Die Tiefe des Teichs ist abhängig von der Größe und davon, ob man Fische darin hält. Bei Fischbesatz gibt es Richtwerte für die verschiedenen Größen und den unterschiedlichen Wassertiefen. Ein Teich mit einer Größe von 3 bis 5 Quadratmeter muss mindestens 80 Zentimeter tief sein.

Bei einer Teichgröße ab 6 Quadratmeter sind 80 bis 100 Zentimeter Wassertiefe erforderlich, bei größeren Teichen ab zirka 15 Quadratmeter und mehr besser noch 120 Zentimeter einzuplanen. 

Mit der ausreichenden Wassertiefe verhindert man größere Temperaturschwankungen im heimischen Wasserteich. Gleichzeitig bleibt das ökologische Gleichgewicht stabil und der Teich bleibt sauber behält sein klares und kühles Wasser.

Eine gründliche Planung beim Teichbau ist umso wichtiger, wenn der Gartenteich eine bestimmte Größe überschreitet. Je nach Bundesland muss eine Baugenehmigung bei der örtlichen Baubehörde beantragt werden.

In der Regel müssen Teiche ab einem Wasservolumen von mehr als 7.000 Liter (7 Kubikmeter) oder 150 Zentimeter Wassertiefe genehmigt werden.

Die beste Jahreszeit, in der man im heimischen Garten einen Teich anlegt, ist im Frühling. Geschieht dies im März oder April gibt man der Teichanlage ausreichend Zeit, während der anschließenden Vegetationsperiode sein biologisches Gleichgewicht aufzubauen.

Es ist aber auch möglich, seinen Teich im Herbst, also im September oder Oktober, zu erstellen. Das ist ohne Probleme machbar, wobei man dann bis zum nächsten Frühjahr mit der Bepflanzung der Anlage wartet.

Leitungswasser oder Brunnenwasser sind zum Befüllen von Gartenteichen gut geeignet. Da sich Leitungswasser aber regional unterscheidet und unterschiedliche Wasserhärten und pH-Werte aufweist, muss es unter Umständen mit einem Wasserpflegemittel aufbereitet werden.

Muss das Wasser mit einem Pflegemittel oder unter Unmständen chemisch behandelt werden, sollte man das Teichvolumen kennen. Denn je nach Wassermenge unterscheidet sich auch die Menge an Pflegemittel. Bei einer neuen Teichanlage misst man mit beispielsweise einer Wasseruhr die Menge, die in den Teich läuft. 

Mit einfachen im Handel erhältlichen Wassertests kann man übrigens pH-Wert und Wasserhärte rasch selbst ermitteln.

Trübes Wasser ist nach dem Befüllen übrigens normal. Das Wasser klart nach einigen Tagen durch Mikroorganismen, die sich langsam entwickeln, selbst wieder auf. 

Der genauste Weg, die Menge an Teichfolie zu ermitteln, erfolgt nach dem Aushub. Dazu legt man ein Maßband einmal an der kürzesten und einmal an der längsten Stelle durch die Teichgrube mit den einzelnen Abstufungen. Zu den Maßen addiert man noch jeweils 60 Zentimeter für den Teichrand.

Man kann für die Folienlänge auch zweimal die Teichtiefe plus die längste Teichlänge rechnen und dazu die 60 Zentimeter dazugeben. Die Breite der Folie berechnet man analog mit der breitesten Stelle des Teiches.

Auch mit Teichfolienrechner im Internet können Sie den Folienbedarf berechnen. Nach Eingabe der jeweiligen Maße erhält man die entsprechenden Angaben sowie in manchen Fällen gleich die zu erwartenden Kosten.

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