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Macht das Poolwasser Rasen kaputt oder schadet Pflanzen?

Plitschnass » Macht das Poolwasser Rasen kaputt oder schadet Pflanzen?

Um im heimischen Pool sauberes und bakterienfreies Wasser zu haben, wird hierfür in der Regel Chlor verwendet. Wenn man den Pool im Herbst auf den bevorstehenden Winter vorbereitet, lässt man in der Regel ein Drittel des Poolwassers ab. Dabei stellt sich die Frage, ob man das Poolwasser zum Gießen des Rasens oder von Gartenpflanzen verwenden kann. Berücksichtigt man einige Punkte, so ist dies durchaus möglich.

Ist Poolwasser für Pflanzen schädlich?

Chloriertes Wasser aus dem Pool kann man als Gießwasser für den Rasen sowie für viele Blumen, Gehölze oder sogar für Gemüse verwenden, sofern der Chlorgehalt unter 0,3 Milligramm pro Liter Wasser beträgt. Laut Gesetz darf Wasser in Deutschland den Grenzwert von 0,3 Milligramm pro Liter nicht übersteigen.

Wasser mit einer höheren Chlorkonzentration muss über die Kanalisation entsorgen.
Vor jedem Gießen sollte man deshalb immer den Gehalt überprüfen oder den Pool ein paar Tage lang nicht chloren. Chlor baut sich in sieben bis zehn Tagen vollständig ab und kann danach zum Gießen verwendet werden.

Kommt Chlor in der Natur vor?

In der Pflanzenkunde gilt Chlor als Spurenelement, also als eine nicht organische Verbindung in einer sehr geringen Konzentration von unter 50 auf eine Million Anteile. Chlor ist als wässerige Lösung überall in der Natur vorhanden und wird über die Wurzeln und teilweise über die Blätter aufgenommen. Jedoch handelt es sich bei diesem Chlor um Chlorid. Davon befinden sich bei gesunden Pflanzen durchschnittlich zwischen zwei und 20 Milligramm. Für Pools kommt meist Natriumhypochlorid zum Einsatz, das dem in der Natur vorkommenden Chlor sehr ähnlich ist.

Pflanzen sind unterschiedlich empfindlich gegenüber dem Chlorgehalt:

  • nicht chlortolerant: einjährige Pflanzen, Koniferen (Nadelgehölze), Salat, Beerensträucher, Obstgehölze
  • chlortolerant: Narzissen, Rosen, Rote Bete, Rhabarber, Tulpen
  • bedingt chlortolerant: Kohlrabi, Kartoffeln, Gurken, Tomaten und Spinat

Worauf muss beim Chloren geachtet werden

Poolwasser kann man zum Gießen von Rasen und Gartenpflanzen verwenden, wenn der Chlorgehalt von 0,3 Milligramm pro Liter Wasser nicht überschritten wird. Mit speziellen Geräten sollte dies überprüft werden, denn die Art der Chlorierung spielt eine wichtige Rolle:

Chlorgranulat

Chlorgranulat lässt sich gut dosieren, wodurch man den Chlorgehalt im Poolwasser besser einstellen und dementsprechend leichter bestimmen kann. Da sich Granulat in der Regel rasch auflöst, kann es auch beim Gießen schneller abgebaut werden, wodurch der Chlorgehalt entsprechend sinkt.

Chlortabletten

Chlortabletten haben den Nachteil, dass sie sich nur schlecht bis auf kleinste Milligramm dosieren lassen und dass sie sich nur sehr langsam zersetzen. Der Vorteil ist, dass sich die Tabletten gleichmäßig auflösen. Das bedeutet, mit jeder neuen Tablette wird eine bestimmte Menge an Chlor abgegeben, die mehr oder weniger immer gleichbleibend ist, bis die Tablette sich vollständig aufgelöst hat.
Starke Wasserbewegungen durch Schwimmen oder den Einsatz von Wasser- und Filterpumpen können die Abgabemengen erhöhen.

Flüssigchlor

Beim Einsatz von flüssigem Chlor gibt es keine Zersetzungsdauer und man weiß, dass der Chlorgehalt im Wasser stündlich sinkt. Je länger die letzte Zugabe von Chlor demnach zurückliegt, umso geringer ist der Chlorgehalt und umso besser eignet sich das Poolwasser zum Gießen. Je nachdem, wie hoch die Konzentration im Flüssigchlor ist, dauert der Abbau ein bis zwei Tage, bis das Wasser zum Gießen von Rasen und anderen Pflanzen verwendet werden kann.

Stoßchlorierung

Ist das Poolwasser stärker verschmutzt und man möchte das Wasser rasch sauber bekommen, macht man eine sogenannte Stoßchlorierung mit einem hohen Chloranteil. In diesem Fall sollte man das Wasser mindestens eine Woche stehen lassen, bevor man es zum Gießen einsetzt. Macht man das nicht, können die Pflanzen schwere Schäden davontragen oder sogar eingehen.

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Dr.E.Dubslaff

Nach Anschluß an die öffentliche Abwasserentsorgung habe ich die ehemalige Fäkaliengrube (10m³ – wasserdicht) auf Regenwasser umgstellt und leite dort beim Rückspülen auch das Poolwasser ein. Ohne den Clorgehalt jemals gemessen zu haben gehe ich davon aus, daß bei entsprechender Vermischung dieses Wasser schadlos zum Gießen genutzt werden kann. Ins Poolwasser wird Chlorranulat dosiert und die Leitfähigkeit zwischen 300 und 500 mV gehalten. Nun bin ich mir trotzdem unsicher, ob ich meinen nachgesähten Rasen mit dem Wasser aus dem Regenwassersammler schadfrei vergießen kann. Kann bitte jemand raten oder helfen.
Danke vorab
Dr. E.Dubslaff