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Mörtelkübel als Teichbecken verwenden: In 8 Schritten

Plitschnass » Mörtelkübel als Teichbecken verwenden: In 8 Schritten

Wer keinen eigenen Garten hat und dennoch nicht auf einen Teich oder plätscherndes Wasser verzichten möchte, hat mit einem Miniteich beispielsweise in einem Mörtelkübel eine ausgezeichnete Alternative. So findet der Miniteich im Gegensatz zu einem groß angelegten Biotop überall einen Platz und ist zudem in acht einfachen Schritten schnell anzulegen.

Mörtelwanne als Miniteich: Einkaufsliste

Um einen Miniteich in einer Mörtelwanne oder in einem Mörtelkübel anzulegen, benötigt man nur wenige Dinge. Mörtelwannen gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Das Gefäß sollte mindestens 80 Liter Wasser fassen und mindestens 30 Zentimeter tief sein. Am besten kauft man eine rechteckige Wanne, da sich runde Mörtelkübel durch den Wasserdruck eventuell unschön ausbeulen. Im Gartencenter oder Baumarkt vor Ort besorgt man sich folgende Dinge:

  • Mörtelwanne
  • Klinkersteine, Beton- oder Natursteinplatten, Ziegelsteine oder Pflasterstein
  • Kies gewaschen
  • Pflanzkörbe und Vlies
  • Wasserpflanzen

Optional kann man seinen Miniteich auch mit technischen Elementen aufwerten. Das können Wasserspiele oder eine Beleuchtung sein. Technik für kleine Teiche oder Miniteiche wird mittlerweile oft mit Solarstrom betrieben und hat einen Akku, damit die Beleuchtung zum Beispiel nachts zur Geltung kommen kann. Da Seerosen aber kein bewegtes Wasser mögen, muss man sich in einem Miniteich zwischen Seerose und Wasserspiel entscheiden. Optionales Zubehör kann sein:

  • Teichpumpe
  • Springbrunnen
  • Fontäne
  • Wasserfall
  • Bachlauf
  • Beleuchtung
  • Dekoartikel

Mörtelkübel als Teichbecken verwenden: In 8 Schritten

Den Miniteich im Mörtelkübel kann man grundsätzlich das ganze Jahr über anlegen. Es empfiehlt sich aber, mit dem Bau so lange abzuwarten, bis es keinen Frost mehr gibt. Dann kann man seinen Teich nämlich gleich bepflanzen.

Wichtig ist in erster Linie der richtige Standort für ein wasserdichtes Gefäß. Vor allem Miniteiche erhitzen sich an heißen Sommertagen sehr schnell, weshalb für die Mörtelwanne ein halbschattiger Standort ideal ist. Den Mörtelkübel kann man auf Beton- oder Steinplatten setzen, falls er im Rasen stehen soll.

Möchte man seinen Miniteich selbst anlegen, so geht das in acht einfachen Schritten.

Schritt 1: Kübel mit Kies befüllen

Eine dünne Kiesschicht von drei Zentimetern ist für den Teichboden ausreichend, da die meisten Wasserpflanzen sehr anspruchslos sind. Verwendet man eine Pumpe, wird diese komplett mit Kies bedeckt.

Man nimmt hierzu gewaschenen Kies oder Aquarienkies, damit sich das Wasser nicht eintrübt. Den Kies bekommt man unter anderem in Gartencentern oder Baumärkten in handlichen Säcken.

Schritt 2: Tiefenzonen herstellen

Jeder auch noch so kleine Teich sollte verschiedene Tiefenzonen haben. Die Zonen haben einen wesentlichen Einfluss auf das Wasser und die Wasserqualität. Der Aufbau im Miniteich mit Steinen erfolgt mit Ziegelsteinen, Stein- oder Betonplatten oder auch anderen Steinen, die aber gewaschen sein müssen, damit sie keinen Kalk ins Wasser abgeben.

Zuerst legt man am Rand einen Bereich mit einer späteren Wassertiefe von bis zu zehn Zentimetern an. Die nächste Zone ist zwischen zehn und 20 Zentimeter tief und die letzte Zone, die Tiefenzone ist ab 20 Zentimeter tief. 

Ist der Miniteich tiefer als 30 Zentimeter, kann man in der Mörtelwanne eine zusätzliche Tiefenzone einbauen.

Schritt 3: Auswahl der richtigen Pflanzen

Für den Miniteich im Mörtelkübel reichen vier bis fünf Pflanzen aus, selbst wenn diese in verschiedene Wassertiefen gesetzt werden. Auch muss man den passenden Standort der Pflanzen berücksichtigen.

Am besten eignen sich kleinwüchsige, Sauerstoff spendende Pflanzen. Für den Rand des Behälters ist beispielsweise ein Zwergkalmus oder eine Gauklerblume geeignet. Andere passende Flachwasserpflanzen sind der Zwergrohrkolben oder alle Schilfarten. Für die Zone zwischen zehn und 20 Zentimeter eignen sich unter anderem Sumpfschwertlilie, Sumpfdotterblume oder die Wasserminze.

Zu bevorzugen sind zudem wärmeliebende Arten wie die Wasserhyazinthe oder die dekorative Krebsschere. Sehr dekorativ ist die kleine Papageienfeder, eigentlich eine Unterwasserpflanze. Die zierlichen Blattspitzen liegen dekorativ auf der Wasseroberfläche, im Mörtelkübel wachsen die Spitzen auch effektvoll über den Rand hinaus.

Für die Mitte können zum Beispiel Schwimmpflanzen wie eine Mini-Seerose oder eine Wasserhyazinthe verwendet werden. Diese setzt man einfach auf die Wasseroberfläche.

Der Miniteich im Garten sieht auch mit frei schwimmenden Wasserpflanzen wie die Wasserfeder oder das Tausendblatt ästhetisch aus.

Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass die höheren Pflanzen den Blick auf den Teich nicht versperren und deshalb in der Sichtachse immer am hinteren Ende des Teichs gesetzt werden.

Schritt 4: Pflanzkörbe vorbereiten

Die Pflanzkörbe werden mit Vlies ausgekleidet. Damit verhindert man ein mögliches Ausschwemmen von Erde oder Pflanzsubstrat.

Schritt 5: Pflanzen umtopfen

Die Pflanzen entnimmt man aus den gekauften Töpfen und setzt sie nun in die Pflanzkörbe. Nach dem Umtopfen kommt eine dünne Kiesschicht auf den Pflanzkorb, der dadurch beschwert wird. Auch diese Kiesschicht verhindert das Ausschwemmen von Erde oder Pflanzsubstrat.

Schritt 6: Pflanzen einsetzen

Die Pflanztöpfe werden nun auf die Steine in den verschiedenen Zonen gestellt, für die sie vorgesehen sind. Eventuell muss man den Pflanzkorb nochmals mit zusätzlichem Kies beschweren.

Schritt 7: Mörtelwanne mit Wasser füllen

Die Mörtelwanne wird nun vollständig mit Leitungswasser oder Regenwasser aufgefüllt. Kalkarmes Wasser eignet sich hierzu am besten. Um Aufwirbelungen zu vermeiden, ist es hilfreich, das Wasser über ein flaches Gefäß einlaufen zu lassen. Um die Herstellung des ökologischen Gleichgewichtes zu beschleunigen, kann man auch Wasser aus einem Tümpel oder Gartenteich nehmen.

Schritt 8: Pumpe starten

Hat man sich für Teichtechnik entschieden, die über eine Pumpe betrieben wird, so wird diese im letzten Schritt in Betrieb genommen. Da an heißen Sommertagen in kleinen Teichen rasch sehr viel Wasser verdunstet, muss darauf geachtet werden, dass die Pumpe immer komplett mit Wasser bedeckt ist.

FAQ

Muss ein Miniteich im Mörtelkübel überwintert werden?

Wenn die kalte Jahreszeit kommt, lässt man den Mörtelkübel bis auf wenige Zentimeter ab und bringt ihn an einen kühlen, aber frostfreien Platz mit maximal zehn Grad Lufttemperatur. Damit die Pflanzen nicht vertrocknen, muss regelmäßig verdunstetes Wasser nachgefüllt werden. Die Pflanzen kann man aber auch alle aus dem Teich nehmen und in einem Wassereimer überwintern.

Den Mörtelkübel kann man auch komplett leeren und reinigen und in einem geschlossenen Raum überwintern.

Pumpen oder Wasserspiele sollte man auf jeden Fall entnehmen, reinigen und in einem mit kaltem Wasser gefüllten Gefäß frostfrei lagern.

Gibt es passende Fische für Mörtelkübel?

Fische haben in einem Miniteich im Grunde genommen nichts zu suchen. Denn für die artgerechte Haltung ist ein Miniteich in einer Mörtelwanne einfach zu klein. Zudem können Futterreste und Exkremente das biologische Gleichgewicht des Gewässers schnell zum Kippen bringen.

Möchte man dennoch Fische halten, so nimmt man eine Art oder höchste zwei verschiedene Arten.

Ab einem Wasservolumen von circa 200 Liter und einer Mindesttiefe von 35 Zentimetern können unter Umständen Kaltwasserfische wie Moderlieschen, Stichlinge, Bitterlinge, Elritzen oder Gründlinge in geringer Zahl gehalten werden.

Bei Fischbesatz ist darauf zu achten, diesen außerhalb des Miniteichs zu überwintern.

Wie kann man Algen im Mörtelkübel entfernen?

Im Miniteich können die Algen leicht von Hand oder mit technischen Hilfsmitteln entfernt werden. Es gibt auch spezielle Algenmittel. Diese enthalten jedoch zum Beispiel Eisenchlorid, Aluminiumsalze oder Peroxid, wodurch Wasserpflanzen sowie Fische und andere Lebewesen schwer geschädigt werden können.

Von Hausmitteln wie Milch oder Essig sollte man Abstand nehmen. Zwar senken beide Mittel durch ihren Säuregehalt den pH-Wert, jedoch belasten sie das Gleichgewicht des gesamten Ökosystems.

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