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Im Wasser schweben: Anleitung für „toter Mann“ im Pool

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Sich im Wasser zu langsam fortbewegen, ohne die Anstrengung des Schwimmens ist eine schöne Vorstellung. Um im Wasser ruhig und aufrecht zu treiben, gilt es den eigenen Kopf, Oberkörper und Unterkörper richtig zu positionieren.

Auf dem Rücken treiben ist aber nicht nur ein Entspannung bringender Trick, sondern dient auch gleichzeitig als eine Art Sicherheitstechnik, welche Sie anwenden können, wenn Sie im Wasser festsitzen.

Was genau hinter der Technik des „toten Mannes“ liegt, welche physikalischen Gegebenheiten dahinter stecken, wie genau die Technik zu erlernen ist und was die Physiologie des eigenen Körpers damit zu tun hat, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist der „tote Mann“ und warum die Technik so wichtig ist

Toter Mann bezeichnet eine schwebende Position des ganzen Körpers im Wasser. Diese Position lässt sich insbesondere bei der Wassergewöhnung für Schwimmanfänger wiederfinden. Das Ziel ist es beim toten Mann mit nur geringer Bewegung von Armen und Beinen flach an der Wasseroberfläche verweilen zu können.

Um Kindern mögliche Vorbehalte und Ängste zu nehmen, werden entsprechende Übungen statt „Toter Mann“ inzwischen auch mit alternativen Begriffen wie Seestern oder Seerose ersetzt.

Vergleichbar mit dem Toten Mann im Kontext des Wassersports gibt es auch das sogenannte Floating als therapeutische Entspannungstechnik in speziell angefertigten Floating-Becken mit stark salzhaltigem Wasser.

In dieser Stellung befindet man sich in einer liegenden Position auf dem Wasser. Die Gliedmaßen, also Beine und Arme, verweilen ausgestreckt und flach unterhalb der Wasseroberfläche. Der Kopf ist dabei fast ganz vom Wasser bedeckt, sodass Nase und Mundöffnung über dem Wasser bleiben.

Jedoch ist es meist nicht leicht, die Beine so knapp unter der Wasseroberfläche zu halten, da diese dazu tendieren abzusinken, was eine richtige Technik für den toten Mann umso wichtiger macht. 

Kann jeder im Wasser schweben?

Grundsätzlich ist es für jeden möglich im Wasser schwerelos schweben zu können. Dabei ist es egal, welches Geschlecht Sie haben oder wie alt Sie sind. Zwar könnte man bei älteren, als auch jüngeren Menschen vermuten, dass diese bei der Ausführung des toten Mannes Probleme haben, dem ist allerdings nicht der Fall.

Sowohl jüngere, als auch ältere Menschen können ihre Schwäche in der Muskulatur und allgemeiner Körperspannung dadurch ausgleichen, dass sie entweder eine sehr geringe Auflagefläche auf dem Wasser aufweisen, sprich nicht groß oder schwer sind oder aber gerade im Verhältnis zum Rest des Körpers genug Fettgewebe besitzen.

Auf die Geschlechter gesehen, fällt der Schwebezustand Frauen oft leichter, wohingegen Männer im Schnitt mehr Probleme dabei haben.

Dies liegt daran, dass die Mehrheit des weniger dichten Körperfetts sich bei Frauen in der Hüftgegend befindet und die höhere Dichte der Beine ausgleichen kann, während das Fettgewebe von Männern eher etwas höher in der Bauchgegend auftritt.

Dies hat zur Folge, dass der Körperschwerpunkt und der Volumenmittelpunkt bei Männern weiter auseinander liegen, als bei Frauen. Jedoch gibt es mehrere Wege diese Diskrepanz auszugleichen und gegebenenfalls Auftrieb zu generieren.

Wo kann man am besten den „toten Mann“ erlernen?

Die Schwebetechnik „toter Mann“ lässt sich grundsätzlich überall erlernen. Dabei gibt es jedoch Bedingungen, die hilfreich sind und beim Erlernen unterstützen und wiederum Gegebenheiten, welche das Ausführen der richtigen Technik tatsächlich erschweren.

Grundsätzlich gilt aber, aufgrund der höheren Dichte von Salzwasser folgt auch eine Stärkung der Auftriebskraft im Vergleich zum Süßwasser. Daher schwimmt es sich im Meerwasser allgemein leichter als im Seewasser.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Schwebetechnik sich insbesondere im Toten Meer und in gesalzenen Wellnessbecken leichter üben und ausführen lässt.

Darüber hinaus kann die Schwebetechnik natürlich ebenso im Pool oder Schwimmbad erlernt werden. Der Vorteil ist hier meist ein greifbarer Rand, welcher zu Anfang ungemein an Stabilität beitragen kann. In einem öffentlichen Schwimmbad kann allerdings zu viel Wasserbewegung das Erlernen erschweren.

Im Wasser treiben wie ein toter Mann: In 8 Schritten

Das Schweben oder Treiben im Wasser ist eine durch und durch sinnliche Erfahrung. Sie entspannen vollkommen und lernen, loszulassen. Ihre nahezu sofortige Belohnung erfahren Sie mit dem Gefühl der totalen Schwerelosigkeit.

Zu erlernen ist das Schweben im Wasser zum Glück ganz einfach. Selbst Kinder, die noch kaum schwimmen können, spielen gerne toter Mann im Wasser. Meistern Sie die Technik in 8 simplen Schritten.

Schritt 1

Wie bereits erwähnt, kann eine stark unruhige Wasseroberfläche das Schweben im Wasser erschweren. Suchen Sie sich deshalb zuerst einen Ort in einem öffentlichen Schwimmbad, welche nicht zu stark von anderen Schwimmern oder Badegästen bevölkert ist, um ohne Störung üben zu können.

Grundsätzlich sollte die Technik am besten in einem Pool erlernt werden und nicht direkt im Meer oder in einem großen See. Idealerweise sollten Sie sich wohl im Wasser fühlen und ohne Hilfe von der einen Seite des Pools zur anderen schwimmen können. 

Auch wenn Sie sonst alle Grundlagen des Schwimmens beherrschen, wenn es das erste Mal ist, dass Sie auf dem Rücken treiben, sollten Sie nicht nur einen Beobachter dabei haben.

Schritt 2

Stellen Sie sich ins Becken und gehen Sie entspannt leicht in die Knie. Dabei ist es grundsätzlich hilfreich, wenn das Wasser Ihnen im Stand nicht höher als bis zum Bauchnabel geht, damit Sie sich kniend nicht bis über dem Hals im Wasser befinden.

Schritt 3

Atmen Sie, während Sie im Wasser knien, nun tief ein. Während Sie anschließend wieder ausatmen, stoßen Sie sich mit leichtem Schwung aus den Knien nach hinten in die Rückenlage.

Sie können ebenso auf dem Rücken liegen und sich am Rand des Pools abstoßen, bis der gesamte Körper natürlich auf der Oberfläche des Wassers gleitet. Wenn ihr Körper ausgerichtet und der Rücken in etwa parallel zur Oberfläche ist, ist es auch einfacher, die restlichen Anpassungen für den Rest des Körpers vorzunehmen.

Schritt 4

Auch wenn es sich zunächst nicht angenehm anfühlt, gilt es nun die Ohren unter Wasser zu tauchen. Beugen Sie dazu ihren Kopf zurück bis beide Ohren komplett unter Wasser sind. Dies ist entscheidend für die gesamte Spannung des Körpers.

Wenn die Ohren nicht unter Wasser sind, bedeutet das nämlich, dass der Hals angespannt ist und der Körper nicht so leicht auf dem Wasser treiben kann. Wenn ihre Ohren untergetaucht sind, heben Sie ihr Kinn leicht für nur wenige Zentimeter aus dem Wasser, so dass es Richtung Decke oder Himmel zeigt.

Dadurch legt sich der Kopf zurück und der gesamte Körper wird elastischer. Achten Sie darauf, dass die Wasserkante etwa bis zur Mitte ihrer Wange reicht.

Schritt 5

Nachdem Sie sich in Rückenlage gestoßen haben, strecken Sie jetzt die Arme langsam aus, vermeiden dabei aber unbedingt ruckartige Bewegungen, sonst kann es schnell passieren, dass Sie Stabilität verlieren und untergehen.

Es gibt ein paar verschiedene Möglichkeiten, wie die Arme positioniert werden können. Als totaler Anfänger, ist es möglich die Arme am Ellbogen zu beugen und die Handflächen unter den Kopf zu schieben, ganz so als würde man Sit-Ups machen.

Ebenso ist es möglich die Ellbogen im Vergleich hochzuziehen, um den Körper noch mehr nach oben zu kippen. Insofern Sie sich im Wasser wohler fühlen, können Sie die Arme auch gerade über den Kopf hinaus strecken.

Dies immitiert eine Tauchhaltung, um den Schwerpunkt zu verlagern und das Gewicht der Beine besser auszugleichen. Zu guter letzt können die Arme auch zur Seite hin ausgestreckt werden. Wie auch immer Sie sich entscheiden, halten Sie die Handflächen immer nach oben geöffnet.

Tun Sie für das Erlernen der Schwebetechnik immer das, was sich bei Ihnen persönlich am besten und sichersten anfühlt.

Schritt 6

Nun gilt es sich vom Wasser tragen zu lassen. Versuchen Sie hierfür langsam ihre Beine auftreiben zu lassen. Dies kann sich je nach Beschaffenheit des Körpers unterschiedlich anfühlen. Seien Sie geduldig, stabilisieren Sie stetig mit den Armen und wölben Sie, falls nötig, leicht ihren Rücken.

Dadurch neigt man sich etwas nach oben. Heben Sie dazu noch den unteren Rücken etwas nach oben. Der Brustkorb sollte sich indes soweit anheben, dass er aus dem Wasser ragt.

Dies bringt Stabilität im Rumpf und verhilft zugleich ihre Beine auftreiben zu lassen. Ist Ihnen das zu schwer, versuchen Sie ein Bein nach dem anderen.

Schritt 7

Beugen Sie nun die Knie ein wenig um die Beine etwas zu öffnen und diese auftreiben zu lassen. Wenn ihre Beine komplett durchgestreckt sind, werden diese auch eher sinken. Wenn ihre Knie gebeugt sind, lassen Sie die Beine auf beiden Seiten etwas baumeln, mit einigem Platz zwischen ihnen.

Diese werden nicht automatisch an die Oberfläche treiben. Bei den meisten Erwachsenen sind die Beine schwerer als die Arme und der Oberkörper, so dass die Beine automatisch sinken. Bei kleineren Kindern kann das anders sein, da sie noch keine so muskulösen Beine haben.

Wenn Ihnen demensprechend auffällt, dass ihr Körper bei den Beinen anfängt zu sinken, machen Sie leichte Schläge mit diesen, um den Körper wieder nach oben zu treiben.

Schritt 8

Strecken Sie Ihre Arme und Beine sternförmig aus, das gibt Ihnen für den Anfang in entfalteter Position die meiste Sicherheit. Atmen Sie dabei ruhig, aber tief ein und aus. Dabei werden Sie merken, dass Sie leicht auf- und abtreiben, je nachdem wie viel Luft sich in ihrer Lunge befindet.

Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich vom Wasser tragen, ohne sich zu bewegen. Keiner ihrer Körperteile sollte sich während der Schwebetechnik unnötig anspannen oder gar verspannen. Treten Sie mit den Füßen, wenn ihr Unterkörper sinkt und bewegen Sie leicht die Hände, wenn Sie das Gefühl haben, ihr Oberkörper ist außer Position.

Sie können auch versuchen das Kinn weiter anzuheben oder den Rücken weiter zu beugen um den Körper zu justieren. Spüren Sie Erschöpfung, beenden Sie den Versuch und setzen neu an.

Die Physik und Physiologie hinter dem Schweben im Wasser

Grundsätzlich wird das Schweben im Wasser durch den Auftrieb des menschlichen Körpers ermöglicht. Dieser Auftrieb ist allerdings aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Dichte des Fett-, Muskel- und Knochenanteils und je nach Lebensalter jedes Menschen individuell.

Obendrein ist der Auftrieb des menschlichen Körpers je nach Salzgehalt des Wassers ist unterschiedlich. Salzhaltiges Wasser hat eine höhere spezifische Dichte und lässt den Körper beim Schwimmen daher grundsätzlich stärker auftreiben.

Grund dafür ist, chemisch gesehen, dass Wasser aus einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoff-Atomen besteht. Ein Liter Wasser wiegt dementsprechend 1 Kilogramm, womit es eine Dichte von einem Kilogramm pro Liter aufweist.

Da der Mensch zu einem großen Teil aus Wasser besteht, ist seine Dichte ähnlich wie die von reinem Wasser, weshalb er sich daher in Süßwasser annähernd in der Schwebe hält.

In Wasser gelöst verteilen sich die Bestandteile des Meersalzes dagegen als geladene Atome zwischen den Wassermolekülen. Dadurch hat Salzwasser eine höhere Dichte. Meerwasser, mit einem Salzgehalt von circa 4 Prozent, ist also schwerer als Süßwasser. Dadurch ist der Auftrieb größer und trägt den Menschen besser.

Mit Ausnahme des Fettgewebes ist das Körpergewebe und insbesondere Knochen, Knorpel und Sehnen schwerer als Wasser. Ermöglicht wird der Auftrieb, physiologisch gesehen, meist erst durch den beim Atmen mit Luft gefüllten Brustkorb.

Nur 8 % der weiblichen und 1 % der männlichen Probanden schwebten deshalb in einer spanischen Studie auch nach dem Ausatmen an der Wasseroberfläche. Der Körper eines Anteils der Bevölkerung hat eine Dichte, die auch bei gefüllter Lunge größer ist als Wasser, wodurch das Schweben im Wasser ohne Bewegung der Gliedmaßen nicht möglich ist.

Die Ursache liegt oft in einer erhöhten Knochenmasse oder Knochendichte. Eine US-amerikanische Studie ermittelte, dass 8 % der Probanden mit europäischen Vorfahren auch mit gefüllter Lunge absanken, während dies bei 67 % der Probanden mit afrikanischer Herkunft der Fall war.

Zurückgeführt wird dies auf eine höhere Knochendichte, einen geringeren Fettanteil und ein durchschnittlich bis 20 % geringeres Lungenvolumen.

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