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Wann Fische in Teich einsetzen? Optimale Zeit & Temperatur

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Fische im Teich sind ein belebendes Element und schaffen eine besondere Atmosphäre in jedem Garten. Wenn man neue Fische in den Teich einsetzen möchte, so muss man mehrere Dinge berücksichtigen, wie zum Beispiel den optimalen Zeitpunkt oder auch die richtigen Temperaturen.

Vorbereitungen für einen gelungenen Fischeinsatz

Damit der Einsatz der Fische gelingt, müssen ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Um den Fischen die Eingewöhnung in ihren neuen Lebensraum so stressfrei wie möglich zu gestalten, wird die komplette Teichtechnik (Filter, Teichbelüfter) vorab installiert. Schließlich reagieren die Tiere sehr empfindlich auf Geräusche und Lärm.

Für genügend Sauerstoff im Teich und sauberes Wasser werden Sauerstoff spendende Wasserpflanzen wie Wasserpest (Elodea densa), Hornkraut (Cheratophyllum dermersum) und Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) eingesetzt. Die Pflanzen bieten den Fischen auch ausgezeichnete Rückzugsmöglichkeiten.

Möchte man, dass zum Beispiel Goldfische überwintern, muss der Gartenteich tief genug sein, also mindestens einen Meter. Auch die Größe und Lage des Gartenteichs spielt eine Rolle, ob sich die Fische später wohlfühlen.

Das Wasser im Teich darf sich nicht zu stark erwärmen und muss den Tieren genügen Bewegungsraum bieten. So rechnet man für einen Goldfisch mit 250 Liter Wasser, das auch im Hochsommer nicht dauerhaft mehr als 20 Grad warm sein sollte, selbst wenn die Fische über einen gewissen Zeitraum höhere Temperaturen vertragen.

Zuletzt werden die Wasserwerte im Teich überprüft. Hier liegt der ideale pH-Wert für Teichfische zwischen 6,5 und 8,5. Die Karbonathärte sollte zwischen 8 und 14 liegen.

Optimale Zeit und Temperatur

Der ideale Zeitpunkt, um dem Gartenteich Leben in Form von Fischen einzuhauchen, ist im Frühjahr und bei einer konstanten Wassertemperatur ab 12 Grad. Denn ab dieser Temperatur kommen die Fische, die im Teich überwintert haben, aus ihrer Winterruhe und können mit dem neuen Fischbesatz zusammengeführt werden.

Beim Einsetzen im Frühling oder auch im Sommer gibt man den Tieren die Möglichkeit, sich in der neuen Umgebung einzugewöhnen und sich bereits auf die nächste Kälteperiode vorzubereiten.

Im Spätsommer oder Herbst, wenn die Temperaturen bereits deutlich zurückgehen, setzt man besser keine Fische mehr ein, sondern wartet das nächste Frühjahr ab.

Fische in Teich einsetzen: Anleitung

Bei einem Teich mit Fischbesatz ist es wichtig, dass man eine möglichst gleiche Temperatur im Teichwasser und im Wasser, in dem man die Tiere transportiert, hat. Der Unterschied dieser beiden Werte sollte auf keinen Fall mehr als 3 Grad betragen. Ist der Unterschied zu hoch, erleidet der Fisch einen regelrechten Schock und seine Organe können dauerhaft geschädigt werden, was oftmals auch zum Tod führt.

Vor dem Einsetzen in den Teich misst man mit einem Thermometer das Transportwasser und das Teichwasser. Ist das Wasser, in dem die Tiere transportiert werden, wärmer als das Teichwasser, gibt man die Fische in einen Eimer mit dem Transportwasser.

Den Eimer legt man dann auf die Wasseroberfläche und wartet ab, bis sich die Temperaturen angeglichen haben, bevor man den Eimer leicht kippt und ins Wasser drückt, damit etwas vom Teichwasser hineinlaufen kann.  

Im Abstand von ungefähr 5 bis 10 Minuten wiederholt man diesen Vorgang, bis der Eimer fast voll ist. Abschließend wird der Eimer komplett unter Wasser gedrückt und seitlich nach vorne gedreht, damit die Fische herauskönnen und im Teich umherschwimmen dürfen. 

Eine alternative Methode ist es, den Fisch samt Transportbeutel ungeöffnet für circa 15 bis 30 Minuten ins Wasser zu legen. Danach wird der Beutel geöffnet und man gibt alle 5 Minuten etwas vom Teichwasser hinein. Dies wird so lange wiederholt, bis sich das Wasser im Beutel verdoppelt oder sogar verdreifacht hat. Erst dann entlässt man die Fische in ihr neues Zuhause.

Diese Arten des Fischbesatzes sind hauptsächlich im Frühjahr sehr schonend. Im Hochsommer kann es passieren, dass das Wasser bei langen Transportwegen sehr warm geworden ist und deutlich wärmer als das Wasser im Teich ist. In diesem Fall geht man noch behutsamer und langsamer beim Einsetzen der Fische vor.

Fische eingewöhnen: Bedingungen

Auch Fischen muss man eine gewisse Zeit geben, bis sie sich in ihrer neuen Umgebung eingewöhnt haben. In der Regel haben sie nach einer Woche den Gartenteich erkundet und sich ihrem neuen Lebensraum angepasst.

Um die Eingewöhnung zu unterstützen, setzt man die verschiedenen Fischarten Schritt für Schritt ein. Denn die meisten Arten, zu den auch Goldfische zählen, fühlen sich allein oder in geringer Zahl nicht wohl, weshalb man mindestens 3 bis 5 Tiere gleichzeitig einsetzt. Andere Fischarten, wie zum Beispiel Orfen, Elritzen, Bitterlinge und Moderlieschen hält man in Gruppen von mindestens 10 Tieren.

Wann darf man Fische in einen neuen Teich einsetzen?

Wurde der Gartenteich neu angelegt, so benötigt er einige Zeit, bis er ins biologische Gleichgewicht kommt. Zudem muss der Teich für die Fische eine optimale Wasserqualität mit entsprechenden Wasserwerten sowie eine ausreichende und zuverlässige Versorgung mit Sauerstoff bieten, weshalb Wasserpflanzen in der Teichgröße angemessenen Zahl eingesetzt werden müssen.

Die Teichpflanzen benötigen etwa 10 bis 12 Wochen, bis sie die entsprechende Größe haben und sich an die neue Umgebung angepasst haben, erst danach werden die Fische eingesetzt.

Bevor man die Fische ohne Risiko in den Teich gibt, wird das Wasser zur Sicherheit kontrolliert. Hierzu gibt es im Fachhandel verschiedene einfache und zuverlässige Hilfsmittel, mit denen man rasch die wichtigsten Werte ermitteln kann. Die Tests sollte man in den ersten Wochen alle 2 bis 3 Tage vornehmen.

FAQ

Welche Fischarten passen gut zusammen?

Wer es bevorzugt, seine Teichfische zu beobachten, nimmt sogenannte Oberflächenfische wie die Orfe. Gold- und Blauorfen halten sich bevorzugt in den mittleren und oberen Wasserschichten auf. Auch Goldfische kommen oft nahe der Wasseroberfläche, da sie sehr gefräßig sind und ständig auf neues Futter warten.

Beide Fischarten sind als Schwarmfische äußerst gesellig sind. Deshalb müssen Goldfische, Orfen, Elritzen, Bitterlinge und Moderlieschen in kleinen Gruppen von mindestens 5 bis 10 Fischen gehalten werden. Sie benötigen zudem bepflanzte Bereiche und flache Wasserzonen mit einer Tiefe von höchstens 20 Zentimetern, wo sie laichen.

Ausgezeichnet passen auch Kois und Goldfische zusammen, da sie sehr ähnliche Ansprüche an ihr Lebensumfeld haben und somit gut gemeinsam in einem Teich leben können. Außerdem werden sie ähnlich groß und benötigen auch ungefähr die gleiche Menge an Futter.

Wie viel Wasser pro Fisch im Teich?

Teichbesitzer unterschätzten oft den Platzbedarf pro Fisch. Ein Goldfisch benötigt rund 250 Liter Wasser, um sich wohlzufühlen, ausgewachsene Tiere sogar das Doppelte. 

Wie viele Fische insgesamt in einem Teich leben können, hängt jeweils von der Körperlänge und Teichgröße ab. Ein Fisch bis etwa 10 Zentimeter Länge braucht ein Wasservolumen von 75 bis 100 Liter. Größere Fische benötigen entsprechend mehr Wasser. So muss man bei großen Kois sogar mit bis zu 3.000 Liter Wasser pro Tier rechnen.

Für kleine und mittlere Teiche sind deshalb Moderlieschen, Europäischer Bitterling, Gründling und Elritze zu empfehlen. Diese vier heimische Arten haben ähnliche Ansprüche an ihren Lebensraum und werden nur bis zu 10 Zentimeter groß. Sie sind außerdem friedlich und ernähren sich sowohl von kleinen Wassertieren als auch von Pflanzen.

Wie lange braucht ein Teichfilter bis das Wasser klar ist?

Bei einem Mehrkammer-Teichfilter sammelt sich bereits nach einer guten Woche etwas Schlamm auf den Filtermatten an, der für die Teichbakterien benötigt wird, die mit zum ökologischen Gleichgewicht im Gartenteich beitragen.

Nach circa zwei Wochen hat man schon klares Wasser und kann die Fische im Teich einwandfrei sehen. Ab diesem Zeitpunkt läuft die Filteranlage richtig und man hat keine Arbeit mehr damit.

Die neuen Fische im Teich verstecken sich: Ist das schlimm?

Die neuen Fische müssen sich erst mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen und haben sich nach rund einer Woche an das neue Leben gewöhnt. Bis dahin verstecken sie sich gerne, wobei sich vor allem auch junge Goldfische in Sicherheit bringen, um nicht von erwachsenen Goldfischen, Fischreihern oder anderen Räubern gefressen zu werden.

Um den Fischen ein ideales Versteck zu bieten, müssen ausreichend Pflanzen im Teich sein, wobei sich eine ausgewogene Kombination aus Ufer-, Schwimm- und Unterwasserpflanzen anbietet.

Bei Goldfischen können auch verschiedene Krankheiten die Ursache sein, dass sie sich überwiegend am Teichboden aufhalten und man sie nicht sieht.

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