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Teich aus Beton selber bauen: Richtig den Teich betonieren

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Gartenteiche werden zwar heutzutage überwiegend mit Folien hergestellt. Aber auch mit Beton kann man einen komplett individuellen Teich bauen und ist bei der Größe und Form völlig frei.

Wenn man einen Teich aus Beton bauen möchte, gibt es jedoch einiges zu beachten. So ist ein Betonteich wesentlich teurer und aufwendiger anzulegen als ein Folienteich. Um richtig zu betonieren, sollte man einen Fachmann hinzuziehen.

Teich aus Beton: Vor- und Nachteile

Ein Teich aus Beton ist eine dauerhafte Lösung, die außerordentlich beständig gegenüber Witterungseinflüssen ist und über Jahrzehnte hält. Neben einigen Vorteilen hat ein betonierter Gartenteich auch seine Nachteile. Bevor man sich also für einen Teich aus Beton entscheidet, sollte man das Pro und Contra abwägen:


  • sehr genaue Planung der Teichform
  • alle Teichgrößen und Formen möglich
  • sehr lange Lebensdauer
  • robust und damit hervorragend als Schwimmteich geeignet 


  • hoher Arbeitsaufwand
  • teurer als Folienteiche oder Fertigteiche
  • verlangt spezielle Fertigkeiten im Betonbau
  • eventuell Schalung sowie spezielle Betonarten mit Stahlarmierung erforderlich
  • kann in besonders kalten Wintern Risse bekommen


Kann und sollte man einen Teich aus Beton selber bauen?

Wer Zeit hat, handwerklich begabt ist und möglicherweise Kenntnisse im Betonbau hat, kann seinen Teich aus Beton ohne Probleme selber bauen. 

Weniger erfahrene Gartenbesitzer sollten sich die Unterstützung von einem Fachmann zum Beispiel aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau holen. Das hat den Vorteil, dass Fachfirmen eine Gewährleistungsgarantie geben und im Falle von Fehlern ohne zusätzliche Kosten Nachbesserungen ausführen.

Je nach der geplanten Größe des Teichs muss das Becken verschalt werden. Eine Armierung aus Stahl garantiert dabei eine langjährige Haltbarkeit. Damit die Seitenwände später nicht porös werden oder komplett nachgeben, sollten die Wände mindestens zehn bis 15 Zentimeter stark sein.

Wichtige Vorüberlegungen

Bevor man sich für einen betonierten Gartenteich entscheidet, sollte man einige Punkte beachten. Auch ein Teich aus Beton benötigt einen Standort in halbschattiger Lage und sollte idealerweise zwischen vier und sechs Stunden direkt von der Sonne beschienen werden.

Der Teich sollte dabei nicht in unmittelbarer Nähe von größeren Bäumen oder Sträuchern liegen, damit keine Blätter oder Äste ins Wasser gelangen. Denn durch abgestorbene Pflanzenteile sowie andere Verschmutzungen erhöht sich der Anteil der Nährstoffe im Teich, was unerwünschtes Algenwachstum begünstigt und für trübes Wasser sorgt.

Bei der Wahl des richtigen Standorts ist außerdem zu überprüfen, ob sich der Untergrund für einen schweren Betonteich eignet und später nicht nachgibt. Bei späteren Senkungen können nämlich Risse in der Teichwand entstehen.

Ebenso muss man an die Technik denken: Teichfilter und Pumpen benötigen einen Stromanschluss, weshalb der Teich möglichst in der Nähe einer bereits bestehenden Stromversorgung angelegt werden sollte.

Da man für den Teichbau schnell einige Kubikmeter Spezialbeton benötigt, lässt man sich diesen am einfachsten mit einem Betonmischer liefern. Hierzu ist es günstig, wenn der geplante Teich so liegt, dass die tonnenschweren Fahrzeuge möglichst nahe herankommen, damit man den Beton nicht mühsam mit der Schubkarre zum Gartenteich fahren muss.

Abschließend sollte man sich vor dem Teichbau bei den örtlichen Behörden darüber informieren, ob man eine Baugenehmigung benötigt. Ab einer Teichtiefe von 150 Zentimetern kann dies erforderlich sein. Diese für Betonteiche empfohlene Tiefe ist wichtig, damit der Teich im Winter nicht durchfriert und es sich Risse bilden können.

Den Teich betonieren: Anleitung in sechs Schritten

Sobald der richtige Platz für den Gartenteich gefunden ist, kann mit den Arbeiten begonnen werden. In sechs Schritten wird der Betonteich angelegt und wasserdicht gemacht.

Schritt 1: Teichform abstecken

Mit Sand kann man einfach und schnell die Umrisse des Teichs markieren. Auch die verschiedenen Wasserzonen (Ufer-, Flachwasser- und Tiefenzone) werden so markiert. Dabei wird der Umriss ringsum 30 bis 40 Zentimeter breiter markiert, da man jeweils circa 20 Zentimeter für den Beton und die Kapillarsperre berücksichtigen muss. 

Schritt 2: Teichgrube ausheben

Plant man einen größeren Gartenteich, besorgt man sich für den Aushub am besten einen Minibagger, den man beim Baumaschinenverleih mieten kann. 

Die einzelnen Wasserzonen sowie der Teichboden werden für die spätere Betonschicht rund 20 Zentimeter tiefer ausgehoben, als sie später sein werden.

Für die Kapillarsperre wird rings um den Teich ein circa 20 Zentimeter breiter und tiefer Graben erstellt. Dieser wird später ebenfalls ausbetoniert und mit Kies oder Steinen befüllt.

Anschließend werden der Teichboden und die Seitenbereiche festgeklopft. Dadurch bekommt der Beton Halt und es fällt kein loses Erdreich beim Einbau in den flüssigen Beton.

Schritt 3: Verschalung anbringen

Steilere Wände müssen verschalt werden, weil der flüssige Beton beim Einbauen ansonsten auf den Teichboden fließen würde. Hierzu eignen sich auch Schalungssteine, wobei eine Stahlarmierung auf jeden Fall notwendig ist. Als Armierung können auch Glasfaser- oder Kunstfasergewebe verwendet werden.

Die verschalten Seitenwände sollten nicht absolut senkrecht sein, da im Winter gebildetes Eis so viel Druck ausüben würde, dass die Wände im schlimmsten Fall brechen würden. Bei schräg betonierten Wänden wird der Eisdruck verteilt.

Schritt 4: Teich betonieren

Im nächsten Schritt wird zunächst der Teichboden betoniert, wobei in der Mitte der rund 15 bis 20 Zentimeter dicken Schicht ebenfalls eine Baustahlmatte platziert wird. Anschließend beginnt man, die Seitenwände von unten nach oben in einer Stärke von zehn bis 15 Zentimetern zu betonieren.

Der Beton sollte nicht zu dünnflüssig sein und damit man zur Verarbeitung mehr Zeit hat, muss er mit einem speziellen Verzögerer versehen sein. 

Während der Beton abbindet, muss er feucht gehalten und vor der Sonne geschützt werden. Trocknet der Beton zu schnell aus, können sich später leichter Risse bilden.

Zum Anfeuchten sind Stoffbahnen gut geeignet. Sie werden regelmäßig mit Wasser besprüht oder immer wieder ins Wasser getaucht.

Eine Verschalung darf erst entfernt werden, wenn der Beton komplett ausgehärtet ist. Wie lange dieser Prozess dauert, ist auch abhängig von den Zusatzstoffen. Hierzu wird der Lieferant die notwendigen Informationen geben können.

Schritt 5: Kalk entfernen

In der Zeit, in der Beton aushärtet und in den Folgetagen sondert er Kalk ab. Den Kalk muss man rückstandslos beseitigen, wenn man später Fische im Teich hält.

Schritt 6: Beton versiegeln

Damit der betonierte Teich absolut wasserdicht ist und keinen Kalk abgeben kann, muss er nach einer gründlichen Reinigung versiegelt werden. Hierzu hat man mehrere Möglichkeiten:

  1. Flüssigfolie: Bei Flüssigfolie handelt es sich um ein schwarzes, einkomponentiges, bitumenähnliches Material, das die Temperaturspannungen des Betons aufnimmt. Die widerstandsfähige und glatte Oberfläche der Folie lässt sich leicht reinigen.
  2. Farbe: Auch durch einen mehrfachen Anstrich mit spezieller Farbe lässt sich der Beton wasserdicht versiegeln.
  3. Dichtschlämme: Dichtschlämme bekommt man im Handel in Pulverform. Das Pulver wird mit Wasser angerührt, die halbflüssige Masse wird dann mit einem Tapezierpinsel, Malerpinsel oder einer Glättkelle aufgetragen.
    Dabei muss man unbedingt auf die Verarbeitungszeit und die Dicke der Schicht achten. Üblicherweise werden zwei Schichten mit einer Stärke von zwei bis drei Millimetern aufgetragen. Wer sichergehen möchte, kann auch eine dritte Schicht auftragen. Zwischen jedem Anstrich sollten mindestens fünf bis sechs Stunden liegen.
    Ist die Schlämme einmal ausgehärtet, ähnelt sie einer glatten Zementoberfläche. 

FAQ

Was kostet ein Teich aus Beton?

Die Kosten für einen Teich aus Beton hängen von der Größe ab. Ein Kubikmeter Beton kostet zwischen 70 und 140 Euro. Hier können aber noch Zuschläge dazukommen, die den Preis deutlich verteuern.

Bei einem Teich mit einer Wasserfläche von circa 25 Quadratmetern, einer Tiefe von bis zu 150 Zentimetern muss man bei einer Einbaustärke von 15 Zentimetern mit mindestens drei Kubikmetern Fertigbeton rechnen. Hierbei sollte man aber immer etwas großzügiger kalkulieren.

Bei größeren Teichen und steileren Wände muss noch die Armierung mit Baustahlmatten hinzugerechnet werden.

Welcher Beton eignet sich für Teiche?

Für den Teichbau eignen sich Spezialbetons (wasserundurchlässiger Beton oder Stahlfaserbeton), die zum einen Dichtungsmittel und zum anderen Verzögerer enthalten. Damit härtet der Beton nicht so schnell aus und lässt sich länger verarbeiten. 

Spezialbetons sind durch eine besondere Einlage aus Stahl, Glasfaser- oder Kunstfasergewebe außerdem weniger anfällig für Rissbildung. 

Bestimmte Arten von Beton oder Zement, die manchmal für den Teichbau verwendet werden, können über lange Zeit hinweg kontinuierlich Lauge in das Teichwasser abgeben, was den pH-Wert signifikant ansteigen lässt. 

Kann man auf Teichfolie betonieren?

Auch auf einer Teichfolie kann man betonieren. Dazu legt man über die Folie ein dickeres Schutzvlies, bevor man mit dem Einbau beginnt. Eine Alternative sind Verbundmatten, die auf die Folie aufgeklebt werden und mit einer dünnen Schicht aus Mörtel eingeschlämmt werden.

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